Neuigkeiten und Hintergrundinformationen

20.04.2018

Dentale Zukunft Wissen. Erfolgreich. Anwenden

Hier finden Sie das Programmheft zum diesjährigen Symposium

19.04.2018

Was bringt die Zukunft

Ob Roboter, Apps oder die Cloud: die Technologie wird unsere Arbeit massiv verändern. Kundenbedürfnisse werden besser erkannt und die daraus resultierenden Chancen effizient genutzt.

Personalisierte Medizin ist ein Thema, das die Branche in den kommenden Jahren prägen wird. Treiber sind die stark in Quantität und Qualität wachsende Datenmenge, die breite – und nicht mehr auf Heilberufe beschränkte – Verfügbarkeit von Analytik und Expertenwissen, die steigende Leistungsfähigkeit medizinischer Technologie sowie das Eindringen neuer nationaler und internationaler Unternehmen in den Gesundheitssektor und die dadurch ausgelösten Veränderungen der Patienten- und Kundenerwartungen.

Ein Gesundheitssystem, bei dem die personalisierte Medizin einen größeren Raum einnimmt, bringt viele Veränderungen mit sich; es wird durch eine neue Beziehung zwischen dem Patienten und dem Arzt oder Apotheker geprägt. Die Datenflut muss kanalisiert und genutzt werden. Und nicht zuletzt werden neue Produkte entstehen und sich neue Märkte öffnen. Dies stellt neue Herausforderungen für Patienten, für Mitarbeiter in allen Berufsgruppen im Gesundheitswesen, bei Pharma-, Biotechnologie- und Diagnostikunternehmen, Herstellern der Medizintechnik, für Krankenkassen und nicht zuletzt für die Politik dar. Um diese Vision eines personalisierten Gesundheitssystems Realität werden zu lassen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Dies betrifft vor allem Fragen der Finanzierung von medizinischen Leistungen. Denn selbst wenn medizinische Verfahren für die Anwendung am Menschen zugelassen und damit auf dem Gesundheitsmarkt prinzipiell verfügbar sind, besteht für die meisten Patienten nur dann ein Zugang, wenn die Behandlungskosten von ihrer Krankenkasse übernommen werden. Aber es betrifft auch die Regulierung von Forschung, Zulassung und die Herstellung von Produkten. Personalisierte Medizin stellt unsere Gesellschaft zudem vor ethische Fragen: Wie sollen medizinische Leistungen verteilt werden? Wer trägt welchen finanziellen Beitrag? Welche Verantwortung muss der Einzelne, müssen Krankenkassen, müssen Unternehmen übernehmen? Diese Fragen müssen diskutiert werden, um das Zukunftsbild weiter zu schärfen. Viele Entwicklungen sind denkbar und lassen sich plausibel erklären, aber sind sie auch wünschenswert? Diese Diskussion wird die Zukunft der personalisierten Medizin maßgeblich mitgestalten und eröffnet die Chance, Innovationen für die Gesellschaft nutzbar zu machen.

Gerade in der Zahnmedizin wird der Standardkunde mit seinem bislang bekannten Dreiklang aus Hoffnung, Angst und Unwissenheit verschwinden. Stattdessen gewinnt die „Teilung“ des Marktes in zwei unterschiedliche Kundensegmente an Bedeutung: Zum einen PREDICTIVE DENTAL: Ein datengetriebenes Massensegment in dem der Zahnarzt auf Basis täglicher Echtzeitdaten des Kunden zu einem ständigen Begleiter und Coach wird. In diesem Segment werden die Produkte und Services noch individueller als individuell, also adaptiv! Zum anderen IDENTITY DENTAL: Ein größer werdendes Premiumsegment, in dem Kunden ihre Zähne benutzen, um ihren Mitmenschen zu beweisen, dass sie besonders sind. In diesem wachsenden Bereich der ästhetischen Leistungen wird der Zahnharzt zum „Identitätsmanager“.

Sven Gábor Jánszky
Zukunfts- und Trendforscher

19.04.2018

Neue Materialien und innovative Behandlungskonzepte in der festsitzenden Prothetik

Komplexe prothetische Rehabilitationen mit Veränderung der Vertikaldimension der Okklusion (VDO) stellen eine besondere Herausforderung an das restaurative Team. Moderne Fertigungstechnologien ermöglichen heute die Verwendung zahnfarbener Okklusionsschienen, deren Materialqualität und -eigenschaften sich deutlich von herkömmlich gefertigten Schienen unterscheiden. Diese unter standardisierten Polymerisationsbedingungen gefertigten Materialien weisen eine extrem hohe Homogenität auf, die zu zahlreichen Vorteilen führt. Dies sind: eine höhere Passgenauigkeit durch Umgehung der Polymerisationsschrumpfung, eine höhere Langzeitstabilität von Form und Farbe, eine günstigere Biokompatibilität, ein geringerer Verschleiß und ein besseres ästhetisches Erscheinungsbild. Der verbesserte Tragekomfort kombiniert mit einer akzeptablen Ästhetik und Funktion hat zu einer erheblich verbesserten Compliance der Patienten gegenüber der Schienentherapie geführt. Damit werden ausgedehnte „Probefahrten“ mit einem modifizierbaren Prototypen der vorgesehenen Versorgung ermöglicht und eine bessere Vorhersagbarkeit geschaffen. Im Wesentlichen lassen sich heute drei Vorbehandlungskonzepte für die Überprüfung einer neu definierten Vertikaldimension der Okklusion unterscheiden:

  1. Konventionelle herausnehmbare Repositionierungsschienen aus PMMA
  2. zahnfarbene herausnehmbare CAD/CAMSchienen aus Polycarbonat
  3. Festsitzende zahnfarbene Schienen in Form einzelner adhäsiv befestigter PMMA-Restaurationen

Darüber hinaus kann bei der Umsetzung in die spätere definitive Versorgung segmental vorgegangen werden. Mit anderen Worten: eine komplexe Rehabilitation kann nach der Probefahrt mittels zahnfarbener Schienen in einfacher zu beherrschende Teilbehandlungsschritte aufgeteilt werden. Auch für die Umsetzung in definitive Restaurationen sind dank der rasanten materialtechnischen Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der keramischen Restaurationen sowie der Adhäsivtechnik völlig neue Behandlungsmöglichkeiten verfügbar, die sich in einem erweiterten Indikationsspektrum und weitaus weniger invasiven Präparationen widerspiegeln.

Prof. Dr. Daniel Edelhoff
Klinikdirektor, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik,
Klinikum der Universität München

19.04.2018

Warum „Change“ Alltag ist und Routine Stillstand bedeutet

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner in einem Konzertsaal, nachdem Sie Wochen zuvor teure Eintrittskarten für ein symphonisches Konzert erworben hatten. In bester Stimmung erwarten Sie den Auftritt des Orchesters. Während die Musiker auf die Bühne kommen und ihre Instrumente stimmen, steigert sich Ihre Vorfreude auf die künstlerische Darbietung von Sekunde zu Sekunde. Endlich der Auftritt des Dirigenten – Applaus!

Er verbeugt sich, wendet sich mit Schwung dem Orchester zu und hebt seine Hände. Volle Konzentration bei Musikern und Zuhörern. Doch kurz bevor der Maestro den Einsatz gibt, dreht er sich nochmals in Richtung des Publikums und spricht folgende Worte: „Schön, dass Sie gekommen sind, sehr geehrte Damen und Herren. Bevor wir beginnen, eine kleine Bemerkung in eigener Sache: Gestern hätten sie uns hören sollen, gestern waren wir super!“ 

Die gesamte Zuhörerschaft würde enttäuscht aufseufzen, viele würden sofort den Saal verlassen und ihr Eintrittsgeld zurückverlangen. Mit Recht. Denn die Zuhörer von heute interessieren sich niemals für das Konzert von gestern. Und das wissen alle Musiker dieser Welt, ob in der Klassik, im Jazz oder im Pop. Daher streben sie nach nichts anderem, als das aktuell anwesende Publikum zu erobern und zu begeistern, gänzlich unabhängig davon, welche Erfolge sie in den Tagen und Wochen zuvor errungen haben. 

Exzellente Orchester zeichnen sich dadurch aus, dass sie niemals in triste Routine verfallen: Im Alter von 25 Jahren spielte ich als Mitglied der Münchner Philharmoniker ein unvergessliches Konzert bei den Berliner Festwochen. Vor dem Wiederholungskonzert zwei Tage später in Paris sagte der Dirigent zum Orchester: „Ich danke Ihnen für das großartige Konzert in Berlin. Jetzt besteht allerdings unsere größte Herausforderung darin, dass wir Berlin gemeinsam vergessen, damit wir Paris gerecht werden. Wenn wir aus der Erinnerung heraus musizieren, wie schön Berlin war, werden wir heute nur eine schlechte Kopie sein!“ Ich bin überzeugt, es gilt für alle Branchen: Routine ist Stillstand. Nicht das Gestern, nur das Heute zählt!

Neugierig und offen bleiben
Obwohl der kontinuierliche Wandel ein nicht zu leugnender Aspekt unserer Lebenswirklichkeit ist, hoffen manche Menschen irritierenderweise, ihr Arbeitsleben müsse sich jahrzehntelang innerhalb vertrauter Strukturen und Prozesse abspielen – selbst wenn ihr Privatleben über die Jahre augenscheinlich enormen Veränderungen ausgesetzt war: Nachdem man ins Berufsleben eingestiegen ist, hat man irgendwann einen Lebenspartner gefunden, viele haben Kinder bekommen, was einen Umzug erforderlich machte, und schließlich hat man über die Jahre manche Freunde aus den Augen verloren und neue hinzugewonnen. Dennoch sträuben sich nicht wenige in ihrem Berufsalltag gegen Veränderungen aller Art, obwohl sie diese im Privaten als selbstverständlichen Bestandteil ihres Lebens empfinden. 
Wer im Beruf nicht neugierig und offen bleibt, sich nicht den sich stets wandelnden Herausforderungen, Umständen und Bedingungen stellt, wird im Unternehmen zu einem innovationsfeindlichen Bremser und Blockierer. Dennoch spulen manche lieber bequem ihr altes Programm ab, anstatt neue Erfahrungen in ihr Leben zu lassen. Auf diese Weise verfallen sie einer Routine, die ausschließlich von der Vergangenheit lebt und die Zukunft ignoriert. Wenn man eine solche Geisteshaltung einmal aus ganz anderer Perspektive betrachtet, erscheint sie ziemlich eigenartig und unverständlich: Kein Fußballfan würde seiner Lieblingsmannschaft jemals leidenschafts- und seelenlose Spiele verzeihen, kein Konzertpublikum den Künstlern nach einer langweiligen Darbietung begeistert Applaus spenden. Beide Gruppen würden den fantasielosen „Dienst nach Vorschrift“ mit gutem Grund heftig kritisieren. Und am nächsten Tag gehen manche dieser Kritiker mit einer ebenso öden Einstellung wieder ihrer Arbeit nach, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen.

Meiner Erfahrung nach gibt es mehrere Gründe, warum Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Change-Prozesse als unliebsame Störung routinierter Abläufe empfinden: Erstens werden die notwendigen Veränderungen bisweilen von den verantwortlichen Führungskräften nicht ausreichend kommuniziert und im Detail begründet. Aber nur wenn die Mitarbeiter das „Warum“ verstehen, wollen und können sie die Zukunft engagiert mitgestalten. Andernfalls erwecken manche Forderungen nach Veränderung den Eindruck, willkürliche Handlungen von Vorgesetzten zu sein. Und im schlimmsten Fall könnte der Eindruck entstehen, dass sich manche mit ungewöhnlichen Methoden und Strategien lediglich profilieren und vom Vorgänger abheben wollen. Zweitens lösen Veränderungen Ängste und Unsicherheiten aus. Wenn diese nicht ernst genommen, sondern unter den Teppich gekehrt werden, entsteht eine allgemeine Frustration, die in der Folge jeden Veränderungsprozess zu einer mühsamen Tortur werden lässt. Dann dominieren nicht mehr Inhalte und Visionen, sondern die Macht einzelner Personen und Interessensgruppen, während die Mitarbeiter das beklemmende Gefühl beschleicht, nicht nachvollziehbaren Prozessen heillos ausgeliefert zu sein. Das Motto muss lauten: Inhalt vor Ego! Daher gehört es zur Kernkompetenz von Führungskräften, sich auf die Sorgen der Mitarbeiter einzulassen und diese ausgiebig mit Empathie zu moderieren. Wobei die Initiative von den Führungskräften ausgehen muss, damit die Mehrheit der Mitarbeiter abgeholt und mitgenommen und nicht von vagen Gerüchten im Vorfeld irritiert wird.

Vom Kopf in den Bauch
Und drittens ist entscheidend, dass Veränderungsprozesse auf ein Ziel ausgerichtet und dann auch „emotionalisiert“ werden. Wenn man neue Strukturen ausschließlich mit nüchternem Pragmatismus kommuniziert, den Fokus allein auf die Funktionalität strategischer Veränderungen legt und diese mechanisch und seelenlos präsentiert, darf man sich über mangelndes Verständnis der Mitarbeiter nicht wundern. Selbst wenn man nie alle Menschen wird überzeugen können, darf man ihnen dennoch nicht die Chance verwehren, auch gefühlsmäßig nachzuvollziehen, wo es hingehen soll. Die Verantwortlichen müssen dafür Sorge tragen, dass ein Change-Prozess „vom Kopf in den Bauch“ gelangt. Dabei helfen weder Tabellen noch PowerPoint- Folien! Nur wenn Mitarbeiter mit Leidenschaft für Veränderungen gewonnen und auf inspirierende Art und Weise überzeugt werden, weil man sie als Menschen aus Fleisch und Blut betrachtet und nicht als Schachfiguren, die man nach Belieben herumschieben kann, werden sie bereit sein, sich auf neue Erfordernisse einzulassen, auch wenn der Weg steinig wird. Deswegen benötigen Veränderungsprozesse stets die Balance von intellektueller Einsicht und emotionaler Identifikation. 

Christian Gansch
Dirigent, Musikproduzent

19.04.2018

Change is Chance: Veränderungen sind Geschenke des Lebens

„Früher war alles besser!“ Na, erkennen Sie sich wieder? Egal, wo ich auch hinkomme – mir sind im Laufe meines Lebens schon viele Menschen begegnet, denen das Wort Veränderung gehörige Bauchschmerzen bereitet.

Klar können Sie die Stirn in Falten legen, auf die Digitalisierung schimpfen und sich die gute, alte Zeit zurückwünschen. Doch das wird nichts ändern! Unsere Welt befindet sich im Wandel, nichts bleibt gleich. Weder die Gesellschaft, noch die Wirtschaft – und ganz besonders nicht unsere individuellen Arbeitsplätze. Daher spielt es auch überhaupt keine Rolle, wie Sie den Wandel bewerten. Egal, ob Sie ihn nun gut oder schlecht finden – es ist sowieso, wie es ist. Sie können nichts daran ändern! Entscheidend ist daher vor allem Ihre Reaktion. Ja, richtig gelesen! Sie haben es in der Hand: Entweder belassen Sie alles beim Alten, oder Sie bereiten sich bestmöglich vor und stellen die Weichen für die Zukunft. In diesem Zusammenhang fällt mir ein wunderbares Sprichwort ein, das ich vor Jahren von einigen Surfern in Kalifornien aufgeschnappt habe: „Du kannst die Welle nicht verhindern. Aber Du kannst lernen, sie zu reiten.“ So sieht es aus. Die Frage ist nicht, ob Sie vom immer intensiver werdenden Change betroffen sind, sondern ausschließlich, wie gut Sie darauf vorbereitet sind und wie Sie damit umgehen. Natürlich können Sie nie wissen, wie groß und wie steil die nächste Welle sein wird. Ein bisschen Angst gehört dazu, das ist menschlich. Doch entscheidend ist, dass Sie sich nicht davon lähmen lassen! Denn Veränderung ist keine Bedrohung, sondern eine großartige Möglichkeit zu wachsen, besser zu werden und die riesigen darin versteckten Chancen zu nutzen. Sie müssen nur richtig hinsehen und beherzt zugreifen.

Veränderung beginnt bei Ihnen
Veränderungen sind das Salz in der manchmal trüben Suppe des Lebens. Doch damit der Alltag so bunt, abwechslungsreich und intensiv wie möglich wird, ist es notwendig, sich aktiv zu verändern und die Zukunft nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Klingt eigentlich ganz spannend, oder? Doch leider ist es eher die Ausnahme, dass sich Menschen darum reißen, die Ärmel hochzukrempeln und einfach loszulegen. Egal, ob in unserer Gesellschaft, im Unternehmen oder unserem persönlichen sozialen Umfeld – Sie werden meist ähnliche Aussagen zu hören bekommen: „Warum sollte ausgerechnet ich anderen Menschen helfen?“, „Dafür haben wir keine Zeit und keine Ressourcen!“ oder „Warum soll ich etwas verändern, wenn die Kollegen immer nur passiv abwarten und danach mosern?“ Motivierend ist definitiv anders. Tja, das ist auch so eine Sache mit den Veränderungen. Meist weht Ihnen nämlich ein ziemlich unangenehmer Gegenwind ins Gesicht. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen, sondern nutzen Sie Ihren persönlichen „Wind of Change“ als Auftrieb! Entscheidend ist, dass Sie Verantwortung übernehmen und einfach loslegen. Warum? Weil Sie es können. Nicht weil Sie es müssen oder weil andere es von Ihnen verlangen. Und auch nicht, weil Sie etwas im Gegenzug dafür erwarten. Sondern einfach, weil Sie es können. Das ist unternehmerisches Denken. Das ist Selbstbestimmung. Trauen Sie sich, die Welle zu reiten. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Mut zur Verantwortung
Verantwortung ist mein Lieblingsthema. Denn meist ist das der entscheidende Knackpunkt, wenn es um Veränderungen geht. An nichts scheitern so viele Menschen. Sicher kennen Sie das von sich selbst, oder? Sie sind voll befähigt, eine Aufgabe zu übernehmen – trauen sich aber nicht, den Mund aufzumachen und sich zu committen. Warum? Weil Sie dann für Ihre Ideen, Entscheidungen und Taten gerade stehen müssen. Für die Erfolge, aber eben auch für die Dinge, die nicht so gut gelaufen sind. Klar, niemand gibt gerne zu, dass er etwas verbockt hat. Doch wir alle machen Fehler! Und es ist immer noch hundert Mal besser, mit der eigenen Idee daneben zu liegen, als aus lauter Angst überhaupt nichts versucht zu haben. Erinnern Sie sich noch an die Mathearbeiten zu Ihrer Schulzeit? Sicher hat Ihnen Ihr Lehrer auch immer wieder eingebläut, es zumindest zu versuchen. Denn auch der Rechenweg gab schon Punkte, selbst wenn das Ergebnis am Ende falsch war. Sie haben es in der Hand. Flüchten Sie sich nicht in Ausreden und geben Sie anderen die Schuld, sondern entscheiden Sie sich bewusst, zu handeln. Sie können weder die äußeren Umstände noch die Menschen um sich herum ändern. Doch es gibt einen Menschen, über dessen Verhalten Sie zu einhundert Prozent die volle Kontrolle haben. Schauen Sie mal in den Spiegel. Sie haben die Verantwortung. Egal wie zufrieden Sie mit Ihrem Job, Ihrer Beziehung, Ihren Finanzen oder Unternehmen sind. Es waren Ihre Ideen, Entscheidungen und Taten, die Sie in Ihrem Leben an diesen Punkt gebracht haben. Daher können auch nur Sie etwas ändern und bestimmen, wie es weitergehen wird.

Verbrennen Sie Ihre Boote!
„Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu!“ Kommt Ihnen das auch bekannt vor? Fakt ist, wir vollbringen unsere großartigsten Leistungen immer dann, wenn wir uns zu hundert Prozent einer Sache verschreiben, uns voll drauf einlassen und eine echte Entscheidung treffen. Sie wissen schon – ein bisschen schwanger geht eben nicht. Sie wollen endlich abnehmen? Dann ist der tägliche Besuch bei McDonald’s ab sofort gestrichen. Sie wollen Ihr Unternehmen umkrempeln und fit für die Zukunft machen? Dann ist es auch an der Zeit, sich von lieb gewonnenen, aber nicht mehr zeitgemäßen Prozessen und Angeboten zu verabschieden. In diesem Zusammenhang gibt es eine wunderbare Geschichte, die das prima auf den Punkt bringt. Sie wurde schon Sun Tzu, Hernando Cortez oder auch Alexander dem Großen zugeschrieben. Wer es genau war, spielt für uns gar keine Rolle. Ein großer Heerführer landete mit seiner Armee an der Küste des Feindes. Die eigene Armee war zahlenmäßig hoffnungsvoll unterlegen, das Gelände unübersichtlich und das Wetter schlecht. Und dann geschah das Erstaunliche. Trotz der hoffnungslosen Aussicht auf einen Sieg gab der große Heerführer einen einzigen Befehl: „Verbrennt unsere Boote!“

Wow, Gänsehaut. Das nenne ich mal volles Committment! Denn die drei Worte des Heerführers ziehen eine klare Konsequenz nach sich: Entweder wir siegen – oder wir werden sterben. Ich würde mir wünschen, dass wir diese einfache Entscheidungsstrategie viel öfter in unserem Alltag anwenden würden. Hören Sie endlich auf damit, sich sämtliche Optionen offen zu halten! Um etwas Außergewöhnliches zu erreichen, müssen Sie sich festlegen. Nichts hat so eine Kraft wie ein eindeutiger Fokus und eine konsequente, hundertprozentige Entscheidung. Klar ist das riskant – doch im Business wie im Leben werden immer diejenigen belohnt, die kalkulierte Risiken eingehen, mutige Entscheidungen treffen und mit Vollgas an der Erfüllung ihrer Träume arbeiten. Das Schicksal belohnt die Wagemutigen. Trauen Sie sich, Ihre Boote zu verbrennen, entzünden Sie Ihr inneres Feuer der Veränderung!

Ilja Grzeskowitz
Change Experte, Autor mehrerer Bestseller und international gefragter Keynote Speaker

19.04.2018

Wie wir aufeinander wirken

Wie wir ticken, interessiert die Menschheit schon viele tausend Jahre. Das zeigen das chinesische Horoskop und die Sternbilder genauso wie beispielweise die Säftelehre aus der Antike. Hinter diesem Interesse liegt der Wunsch, sich selbst besser verstehen zu können, und das Verhalten anderer Menschen besser einschätzen zu können, um das Zusammenwirken zu verbessern. Alle Systeme haben gemeinsam, dass jeder Mensch zwar ein Individuum ist, sich aber Gruppen finden lassen, die ähnliche Verhaltenspräferenzen beschreiben.

Im letzten Jahrhundert wurde vor allem im Bereich Psychologie das Thema Verhaltenspräferenzen aufgegriffen, das bestehende Modelle überprüft und weiter ausdifferenziert. Durchgesetzt haben sich Modelle mit vier Feldern oder Gruppen. Ergänzt wurden diese vier Felder durch eine stabile fünfte Dimension, die das Thema Verhalten unter Stress aufnimmt. So unterschiedlich verschiedene Methoden verkauft werden, so ähnlich funktionieren sie in ihrem grundlegenden Gedanken: Es geht immer um eine Präferenz im Verhalten. Die Beschreibung zielt auf eine konkrete Entscheidung in einer bestimmten Situation. Die meisten Modelle nutzen Achsen wie „extrovertiert“ und „introvertiert“ und quer dazu die Achse „aufgabenorientiert“ und „menschenoder beziehungsorientiert“. Daraus ergeben sich die vier Felder, denen unterschiedliche Farben und Bezeichnungen zugeordnet werden. Es finden sich Beschreibungen, die zum einen die Selbsterkenntnis unterstützen und zum anderen die „Benutzeroberfläche“ des Gegenübers beschreiben.

Die meisten Menschen, die einen solchen Test machen oder sich selbst kritisch betrachten, stellen fest, dass sie zwei Präferenzen haben. Sie fühlen sich beispielsweise mit rot und gelb gleichermaßen gut beschrieben. Jede Kombination ist hier möglich und jede Zusammenstellung hat ihren Reiz. Anstatt nun Menschen in die rote oder blaue Kategorie zu stecken, unterstützt dieses Tool dann besonders Kommunikation und Zusammenarbeit, wenn wir schauen, wo das Gegenüber aus der eigenen Perspektive steht. Fühlt man sich selbst etwas rot, das Gegenüber ist vielleicht stärker rot, dann verhält man sich zwar ähnlich aber noch lange nicht gleich. Dies gilt auch für alle anderen Farben. Ausgangspunkt der Wahrnehmung ist immer das eigene Profil. Und jedes Profil wird außerdem vom Kontext beeinflusst. Treffen wir beispielsweise auf eine Mitarbeitergruppe, mit sehr vielen grünen Anteilen, dann wird diejenige Person am ehesten ein Teammeeting moderieren können, die etwas rot in ihrer Mischung hat und diejenige am besten auf die Struktur in Teammeetings achten können, die neben grün auch blaue Anteile aufweist. 

Sich und andere besser einzuschätzen, soll das Miteinander unterstützen. Der Fokus liegt darauf, die Stärken des anderen erkennen und würdigen zu können. Intuitiv finden wir Menschen, die anders ticken als wir selbst eher anstrengend aber auch interessant. Ähnlichkeit macht die Zusammenarbeit leichter. Gleichzeitig nehmen wir bei hoher Ähnlichkeit bestimmte Themen nicht wahr und deshalb schleichen sich in Unternehmen, in denen nur ähnliche Menschen arbeiten, systematische Fehler leichter ein. Die Unterschiedlichkeit der Personen produktiv nutzen zu können, ist deswegen eine Voraussetzung, um stärkenorientiert im Team zusammen zu arbeiten und um gute Erfolge zu ermöglichen.

Verhaltenspräferenzen entscheiden auch über die Berufswahl. So finden wir in Berufsgruppen tendenziell ähnlichere Menschen. Das verwundert nicht. Schon in der Schule finden sich ähnliche Typen freundschaftlich zusammen. Die Wahl der Ausbildung oder des Studienfachs schärft das Profil nochmals und mit abgeschlossenem Studium oder abgeschlossener Ausbildung werden wir feststellen, dass wir uns in unserer Berufsgruppe – vorausgesetzt es war die richtige Wahl und nicht jemand anderes wollte, dass wir diesen Beruf ergreifen – sehr wohlfühlen. Die uns umgebenden Menschen ticken ähnlicher als der Bevölkerungsdurchschnitt. Sobald wir dann in einer Klinik oder in einer Praxis arbeiten, haben wir es mit verschiedenen Berufsgruppen zu tun: Die Unterschiedlichkeit steigt wieder. Und das nachdem wir viele Jahre nur unter Gleichen verbracht haben.

Diese Herausforderung gilt es zu meistern und Präferenzmodelle können die Augen dafür öffnen, welche Stärken andere mitbringen, die bei einem selbst nicht so ausgeprägt sind. Diese können dann im Sinne des Unternehmens eingesetzt werden. Sich darüber zu beklagen, dass andere Menschen anders sind, ist dann eher ungünstig, auch wenn es mitunter erleichtert. Interessanter wird es schon, wenn wir versuchen herauszufinden, was andere so anders und dadurch auch so besonders macht. Was ist der Vorteil einer roten, blauen, gelben oder grünen Präferenz? Wie kann diese Stärke Patienten, Team und Abläufen zugute kommen? Was können wir an eine andere Person abgeben, weil diese das viel besser kann und auch noch gerne macht? Erst mit diesen Überlegungen beginnen wir, die Ressourcen, die uns im Team gegeben sind zu nutzen, Synergien können entstehen und Defizite können gegenseitig ausgeglichen werden. 

Arbeiten wir dauerhaft in einem Umfeld, das uns in unseren Stärken fordert, dann bleiben wir fröhlich und gesund. Umgekehrt können wir körperlich und psychisch geschwächt werden, wenn wir dazu gezwungen sind, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem wir für unsere Stärken getadelt werden und unsere Schwächen der Maßstab sind. Das macht nicht nur keinen Spaß, sondern tatsächlich krank. Zudem fühlen wir uns in einem Umfeld, in dem unsere Stärken gefragt sind, sicherer. Wir sagen unsere Meinung und wagen uns mehr. Dadurch entwickeln wir das Umfeld weiter und können unsere Stärken noch effektiver einbringen. So wirkt das Team auf den Einzelnen und der Einzelne auf das Team. 

Um Mitarbeiter in ihren Stärken zu entwickeln ist es notwendig, für die Unterschiedlichkeit Raum zu geben. Das Abgeben von Aufgaben gehört genauso dazu wie Mitarbeitern etwas zuzutrauen, geduldig und unterstützend zu agieren, sie anzuerkennen und insgesamt für eine positive Stimmung zu sorgen. Sich auf die Unterschiedlichkeit einzustellen ist nicht immer ganz einfach, wenn viel zu tun ist. Gut also, wenn man außerdem weiß, wie man selbst unter Stress funktioniert. Denn die eigene Benutzeroberfläche wirkt maßgeblich auf andere und beeinflusst deren Verhalten. „Wie habe ich dazu beigetragen?“ ist deswegen die wichtigste Frage, wenn etwas nicht so funktioniert, wie wir uns das wünschen. 

Dr. Susanne Klein
EMCC Master Coach,
Leiterin Führungskräfteentwicklung

19.04.2018

3D-Druck – angekommen in der Zahntechnik

Die Anwendungen im 3D-Druck sind nach dem abflauenden Hype erwachsen geworden und haben neben dem industriellen Einsatz inzwischen auch den medizinischen Bereich erfasst. Die rekonstruktive Chirurgie nutzt biokompatible Druckmaterialien für die Wiederherstellung von Gesichts- und Schädelstrukturen von Unfallopfern und ersetzt defekte Knochenstrukturen durch gedruckte Hüftprothesen und Wirbelsäulenimplantate aus Titan. Inzwischen forschen Institute sogar an der Nutzung der Printtechnologie für den Ersatz von Blutgefäßen und künstlichen Organen. 

Auch die digitale Zahnheilkunde und Zahntechnik hat den Nutzen des 3DDruckverfahrens erkannt. Ob Metalle, Harze, Kunststoffe oder in bedingtem Umfang auch Keramik: die Druckverfahren bleiben ähnlich. Das 3D-Objekt wird mittels Software in horizontale Layer zerlegt und anschließend im gewünschten Material Schicht für Schicht aufgebaut. Während Metallsinterverfahren aufgrund der Investitionskosten eher Spezialdienstleistern vorbehalten sind, scheint sich in der Laborlandschaft die SLA- und DLP-Technologie bei Desktopgeräten zu etablieren, da sie konstant hohe Auflösungen und genauere Ergebnisse liefern als ähnliche Printverfahren wie z. B. die Extrudertechnik von Filamentdruckern. 

Die Stereolithographietechnik ( SLA ) nutzt einen Laser bestimmter Wellenlänge, der in einem photosensitiven Polymerbad die zu druckenden Bereiche aushärtet und Schicht für Schicht miteinander verbindet. Dabei wird die erste Schicht direkt mit der Bauplattform „verklebt“, die jüngsten Schichten miteinander verbunden und so das Objekt kopfüber im Kunststoffbad erstellt. Der Laserstrahl ist motorgesteuert und zeichnet in Reihen von Punkten und Linien die Konturen des Bauobjektes nach. Somit steht der Zeitaufwand für die Schicht-für-Schicht-Belichtung in Abhängigkeit zur Auslastung der Bauplattform. Bei Desktopgeräten mit geringem Bauabstand der Laserquelle zur Druckebene, kann es in den äußeren Randbereichen der Bauplattform zu leichten Verzerrungen kommen.

Die DLP-Technik unterscheidet sich zu vorgenannter durch die Lichtquelle. Sie nutzt einen Projektor, der die einzelnen Layer in einem Vorgang belichtet. Der Vorteil dieser Projektortechnologie liegt in der kürzeren Bauzeit, da es für die Gesamtbelichtung unerheblich ist, ob die Bauplattform komplett ausgenutzt ist oder nur ein Element gedruckt wird. Am Ende des Bauprozesses beider Verfahren müssen die Objekte mit UV-Licht nachgehärtet werden.

Die Anwendungsbereiche sind vielfältig. In der digital abformenden Kieferorthopädie ersetzen Printer Modelle sowie gefräste und tief gezogene Aligner und Schienen. In der restaurativen und chirurgischen Zahnheilkunde substituieren sie Modellgussobjekte, Provisorien sowie Bohrschablonen. Dabei ermöglichen unterschiedliche Printmaterialien verschiedene Indikationsgebiete. Besonderes Augenmerk ist auf die Medizinprodukteklasse der Materialien zu richten, welche in geprinteter Form temporär im Mund verbleiben und nicht durchgängig der Klasse IIa entsprechen. Ebenso sind verschiedene Dentaldrucker hinsichtlich der Materialien offen während andere Modelle nur die Verarbeitung bestimmter Materialien zulassen.

Eine pauschale Aussage welches System das Richtige ist, lässt sich ohne genaue Kenntnis der Einsatzzwecke nicht treffen. Am Besten sichert eine Beratung durch unsere CAD/CAM-Laborspezialisten Ihre Investitionsentscheidung ab. Hierbei erhalten Sie vertiefende Informationen zu Technologien, Einsatzgebieten und ökonomischen Parametern der DLP-Drucker für Ihr individuelles Indikationsspektrum.

Matthias Beck
Produktmanager Einrichtung,
Pluradent AG & Co KG

19.04.2018

Klarheit als Schlüssel zu erfolgreichem Personalmarketing und erfolgreicher Mitarbeiterbindung

Es sind die Mitarbeiter, die den Unterschied ausmachen: mit ihrer Qualifikation und ihrer Motivation bestimmen sie maßgeblich den Erfolg einer Praxis bzw. eines Labors. In Zeiten des Fachkräftemangels stellen die Auswahl passender und die langfristige Bindung motivierter Mitarbeiter eine besondere Herausforderung für die Praxisleitung dar. 

Ein klares Profil zeigen und den Kunden dadurch deutlich aufzeigen, welche Leistungen sie in der Praxis erwarten dürfen und was diese Praxis von anderen Praxen unterscheidet – was für die Ansprache von Patienten gilt, hat sich auch bei der Suche nach und bei der Ansprache von Mitarbeitern bewährt. Erfolgreiche Praxen stellen bei ihren Recruitingmaßnahmen deutlich heraus, was sie als Arbeitgeber auszeichnet und was sie damit von anderen Mitbewerbern auf dem Arbeitsmarkt unterscheidet. Dabei sind die Angebote an die Mitarbeiter ebenso wichtig wie die Ansprüche, die man als Arbeitgeber an die Bewerber stellt. 

Klarheit im Bewerbungsprozess führt u. a. dazu, dass sich jene Bewerber angesprochen fühlen, die zu dem Profil der Stelle und der Praxis passen. Im Umkehrschluss erkennen andere Bewerber, dass ihre Qualifikationen und Ansprüche nicht zu denen der Praxis passen und sehen von einer Bewerbung ab. Eine Win-win-Situation für beide Seiten, wenn die gegenseitigen Erwartungen vom ersten Kontakt an klar beschrieben werden. 

Klarheit bedeutet auch, die Ressourcen der Praxis bzw. des Labors zu schonen, da weniger Anzeigen gestaltet und geschaltet werden müssen und so geringere Kosten entstehen und weniger Zeit investiert werden muss. Die Erfahrung zeigt, dass gerade in der Dentalwelt eine gezielte Auswahl an geeigneten Onlineportalen eine große Reichweite der Anzeigen erwirkt. 

Klarheit bei der Anzeigengestaltung selbst bedeutet, die zentralen Aspekte, die für den Bewerber wichtig sind, zielgruppengerecht und deutlich zum Ausdruck zu bringen. Hierbei spielen gerade präzise Formulierungen eine große Rolle. Was versteht der Arbeitgeber unter Flexibilität? Dies zu konkretisieren ist einer der Erfolgsfaktoren im Recruiting. Ist eine zeitliche oder eine inhaltliche Flexibilität bei dieser Stelle gemeint? 

Klarheit im Recruiting ist ebenso wichtig wie nach dem Recruiting: Den Erwartungen, die ein Arbeitgeber bei den Bewerbern durch den Auftritt im Recruitingprozess erzeugt, sollten nach dem Eintritt in die Praxis unbedingt entsprochen werden. Nicht selten werden Zusagen gemacht oder Erwartungen geweckt, die später im Praxisalltag nicht aufrechterhalten werden. Dies führt nicht nur bei den Mitarbeitern, die neu in die Praxis eintreten, zu Enttäuschungen, sondern auch bei dem bestehenden Team.

Klarheit bei der Mitarbeiterführung bedeutet langfristige Bindung an die Praxis. Mitarbeiter möchten wissen, was die Praxisleitung von Ihnen erwartet und wünschen sich konkrete Rückmeldungen zu ihrem Verhalten. Mit einem gleichermaßen wertschätzenden wie konkretem Feedback kann sich jeder Mitarbeiter weiterentwickeln und sich im Sinne der Praxisziele verhalten.

In unserem Workshop zeigen wir Ihnen eine Reihe von erfolgreichen Tipps für Klarheit beim Personalmarketing und der Mitarbeiterbindung auf.

Im Zentrum stehen dabei die Fragen:

  • Wie kann ich die Bewerber ansprechen, die zu mir und meiner Praxis passen?
  • Wie kann ich die Mitarbeiter motivieren und zielgerichtet führen?

 

Gudrun Mentel
Consultant Personalentwicklung,
prodent consult GmbH

19.04.2018

PRAXISRELAUNCH by Pluradent

Als Relaunch bezeichnet man im Marketing die Überarbeitung eines am Markt eingeführten Produktes – in diesem Fall also Ihre Praxis. Hier gilt, dass ein Praxisrelaunch mehr ist, als ein Umzug oder eine Renovierung der Räumlichkeiten. Das ganz klare Ziel ist die Steigerung des Praxiserfolgs und die Fragen: Was lässt sich optimieren? Wie geht es weiter?

  • Die Wege dazu können ganz unterschiedlich sein.
  • Ein neues Ambiente, das zu einer besseren Wahrnehmung Ihrer Leistung führt.
  • Mehr Platz für ein Wachstum Ihrer Praxis.
  • Eine andere Ausstattung, die Ihnen erlaubt, spezialisierte Leistungen zu erbringen.
  • Die bessere Lage, die den Zugang zu einer anderen Klientel eröffnet.

Die Motive für einen Praxisrelaunch können vielfältig sein. Zu Beginn der eigenen Karriere werden häufig noch Kompromisse hingenommen. Man beginnt zunächst vorsichtig. Das vorhandene Praxiskonzept, die Räumlichkeiten und die Ausstattung bleiben größtenteils bestehen. Oftmals entspricht dieser Rahmen im Laufe der Zeit aber nicht mehr Ihren ursprünglichen Erwartungen. 

Unabhängig davon, ob sich eine Praxis ganz neu erfindet oder eine Übernahme geplant ist, entwickelt Pluradent gemeinsam mit dem Zahnarzt das passende Raumkonzept und begleitet den komplexen Prozess der Praxisplanung von der Entwurfsskizze bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe. 

Dabei wird konsequent darauf geachtet, dass Design, Ergonomie und Workflow eng mit den Kundenvorstellungen zusammen entwickelt werden. Es geht darum, individuelle Ideen umzusetzen, um so ein ideales Arbeitsumfeld zu schaffen. 

Gestalten Sie Ihre Umgebung so, dass Sie sich täglich auf Ihre Praxis freuen können. Davon profitieren auch Ihre Mitarbeiter – und nicht zuletzt Ihre Patienten. 

Seit vielen Jahren begleiten wir nun Praxen schon bei ihren Veränderungsprozessen. Im Wesentlichen geht es dabei um die Dinge, wie z. B. die Suche nach der richtigen Immobilie, die optimale Raumplanung oder Renovierung bis hin zur Einrichtung der Praxisräume. 

In Wahrheit geht es aber um mehr – nämlich um die Umsetzung Ihrer Idee von Zahnmedizin und um den Platz, an dem Sie gerne gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern und Patienten einen erheblichen Teil Ihres Lebens verbringen. 

Egal welche Ziele Sie mit Ihrem Relaunch verbinden: Mit unseren Experten im Unternehmen und unseren Partnern im Markt sorgen wir gemeinsam dafür, dass auch Ihr Praxisrelaunch eine Erfolgstory wird. 

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.praxisrelaunch.de

 

Louisa Serwuschok
Marketing Manager, 
Pluradent AG & Co KG

19.04.2018

Neue Möglichkeiten in der Diagnostik dank Augmented Reality Technologie

Der Planung und Diagnostik kommt in der Zahnmedizin und Zahntechnik eine für den Erfolg grundlegend entscheidende Rolle zu. Wird die Diagnostik konsequent durchgeführt und umgesetzt, lässt sich das Risiko für technische wie auch klinische Komplikationen minimieren und im besten Fall ganz vermeiden. Auch für den Patienten, der mit seinen Wünschen z. B. für eine ästhetische Verbesserung seiner Zähne in die Praxis kommt, ist es von großem Vorteil noch vor der eigentlichen Behandlungsphase eine Visualisierung des geplanten Endergebnisses in Form eines Mock-ups zu erhalten. Dies hat nicht nur den Effekt, dass der Patient seine zukünftige Zahnform, Zahnlänge und Zahnfarbe visualisiert bekommt, sondern ist auch noch sehr motivierend zu Beginn der Behandlung. 

Bisher war die Erstellung der Mock-ups mit einigem Aufwand seitens des behandelnden Teams verbunden. Für die Erstellung eines konventionellen Mock-ups müssen Situationsmodelle hergestellt werden, diese müssen dann einartikuliert werden damit darauf ein Wax-up erarbeitet werden kann. Diese Schritte sind mit Zeit und Kosten verbunden. Möglicherweise gefällt dem Patienten die erste erarbeitete Version aber gar nicht, und es müssen Anpassungen vorgenommen werden, was wiederum mit Aufwand und Zeit verbunden ist. 

An dieser Stelle wäre es also von immensem Vorteil auf ein Tool zurückgreifen zu können, dass es dem behandelnden Team ermöglicht, dem Patienten die neue Zahnform, Zahnfarbe oder Zahnstellung virtuell zu visualisieren, ohne konventionelle Abformung und die Notwendigkeit ein Waxup und ein Mock-up zu erstellen. 

Durch die Einführung neuer Augmented Reality Technologien und die in ihrer Leistungsfähigkeit immer stärker werdenden Smartphones und Tablet Computer ist es heute möglich, mit bestimmten Applikationen eine erweiterte Realität zu visualisieren. 

Denn wo in der Welt des Lifestyles Applikationen wie „Pokémon Go“ Menschen dazu motiviert werden, mit Smartphones in der Hand auf der Suche nach Monstern durch die Straßen zu ziehen, ist die Augmented Reality nun mit der Software- Technologie von Kapanu (Ivoclar Vivadent, Schaan, Lichtenstein) auch in der dentalen Welt angekommen. Sie ermöglicht es, den Patienten vor Beginn der eigentlichen Behandlung mittels einer Echtzeitvisualisierung, einen Blick auf die möglichen, zukünftigen Zahnformen, Zahngrößen und Zahnfarben zu werfen. Das Unternehmen setzt hier einen komplett neuen Impuls für die Diagnostik. Um weitere Trends nicht aus den Augen zu verlieren, ermöglicht die Applikation jede Intensität von Bleaching, die bis in den Bereich von California White geht. Zudem können Aligners und Brackets zur Visualisierung möglicher Therapieoptionen eingeblendet werden. Das Ziel ist Planungsvarianten mit offenen STLSchnittstellen zu erstellen, die eine einfache Integration und Alltagstauglichkeit ermöglichen. 

 

Vincent Fehmer
Zahntechnikermeister

 

03.07.2017

WIR. Gemeinsam. Erfolgreich.

Die Herausforderungen der Zukunft nehmen rasantes Tempo auf. Wir sind uns sicher, dass wir sie nur gemeinsam erfolgreich meistern werden.
Basierend auf dem Anspruch, Sie „in besten Händen“ zu wissen, bieten wir Ihnen innovative Lösungen für Ihre Praxis und Ihr Labor! Dabei legen wir besonderen Wert auf ein umfassendes Dienstleistungsangebot, das auch eine professionelle Beratung durch unsere Partnerunternehmen beinhaltet. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund immer kürzerer Innovationszyklen bei Geräten und sich ständig verändernder Rahmenbedingungen wichtig. Der gemeinsame Erfolg basiert auf dem Resultat vieler guter Beziehungen und vertrauensvoller Zusammenarbeit. Uns kann man begreifen, persönlich erreichen und erleben. Kompetenz und Engagement machen dabei den großen Unterschied. Wir möchten Sie durch Qualität und Leistung überzeugen. Heute und in Zukunft.
WIR. Gemeinsam. Erfolgreich.

 

 
beck
26.08.2016

Analog trifft Digital – vom virtuellen Patienten zum realen Gewinner

Die Technisierung und Digitalisierung des zahntechnischen Handwerks wird gerne kontrovers diskutiert. Nachvollziehbar ist die Sorge, dass handwerkliche Arbeitsschritte durch automatisierte Prozesse ersetzt werden. Was jedoch in der Betrachtung des Gegeneinander meines Erachtens meist zu kurz kommt ist das Miteinander.

Natürlich ist das Gegeneinander kontrast- und effektreich zu diskutieren, da es Ängste und Ressentiments schürt, jedoch wird diese Diskussion weder Technologien verhindern noch die Betroffenen schützen. Der Ansatz, beide Welten, die des zahntechnischen Handwerks mit modernen Methoden zusammen zu führen, ist deutlich konstruktiver. Die Verknüpfung könnte in der Lage sein, dass handwerkliche Fähigkeiten konserviert, auf eine neue technologische Basis gehoben werden, und nicht verloren gehen. Zusätzlich würde die Kombination des besten aus Handwerk mit dem jeweils besten aus den technologischen Angeboten zu Mehrwerten führen. Mehrwerte wie eine verbesserte Steuerung der Wirtschaftlichkeit, der Wertschöpfung und der Ergebnisqualität.

Der Besitz der modernsten Fräse, der detailliertesten Software oder des vielseitigsten Printers ist noch kein Garant dafür, dass ein Labor den technologischen Wandel erfolgreich vollzogen hat, die besten Medizinprodukte herstellt oder wirtschaftlich produziert. Vielmehr gehören die Labore und Zahntechniker zu den Gewinnern, die in der Lage sind, handwerkliches Können intelligent mit modernen Technologien prozessbezogen zu betrachten und zu gewichten. In dieser Betrachtung sind dann Eigenfertigungs- und Fremdfertigungsanteil und/oder Wertschöpfungssteuerung Faktoren, die dann z. B. Fertigungszentren nicht zu Gegnern macht, sondern zu Partnern.

Nicht jedes Labor ist in der Lage in neueste Technologien zu investieren. Es wird sich jedoch mit der zunehmenden digitalen Datenbasis aus der Zahnarztpraxis auseinandersetzen müssen. Das Wissen um die Vorteile der neuen Prozesse ermöglicht jedoch auch bei einem Teilinvestment die Teilhabe an den Vorteilen der modernen Zahntechnik, wenn man sie intelligent zu kombinieren weiß. Somit ist das Wissen der digitalen Zahntechnik und ihre Vernetzung ein wichtiger Baustein. Dies sollte jedoch nicht auf eine Ebene gestellt werden mit der Betrachtung des maximal technisch Möglichen. Gerade auch die Kenntnis um die Limitierung digitaler Prozesse und deren sinnvolle Ergänzung durch handwerkliche Arbeitsschritte verhindert eine falsche Erwartungshaltung an die Ergebnisqualität und spätere Enttäuschungen.

Eine volldigitale Prozesskette werden wir nie erzielen, da nach der Fertigung der Medizinprodukte (MP) nicht mehr der virtuelle Patient steht, sondern immer noch der analoge. Wir müssen somit auch nicht den volldigitalen Prozess zur Ultima Ratio erheben, sondern die medizinische Funktion und Ästhetik in den eigenen wirtschaftlichen Kontext stellen. Am Ende stimmt immer noch der (analoge) Patient darüber ab, ob das hergestellte MP seinem Wunsch entspricht. Wenn dann noch das Labor für eine professionelle Arbeit durch qualifizierte Zahntechniker, mit Wissen und Können sowie Hilfsmitteln State of the Art, einen wettbewerbsfähigen Preis erzielen kann, gibt es am Ende digitale und analoge Gewinner.

Matthias Beck
Produktmanager Einrichtung Pluradent

19.08.2016

Wie Patienten ticken

Wissen ist Macht – Big Data und Digitalisierung der Patienten-Eigenarten bringen große Vorteile im neuen Praxis-Marketing.

Patienten haben sich in ihrem Verhalten radikaler verändert als die moderne Zahnmedizin. Als Antwort ist es jedoch nicht mit neuer Homepage getan, denn nur ein Drittel der Patienten kennt im Schnitt die Internetseite ihres Zahnarztes und nur 9 % vertrauen dem Internet bei Zahnarztfragen. Internet hat bei Zahnarztpatienten noch wenig Sex-Appeal. Auch im Internet-zeitalter ist das wichtigste Medium für Patienten der Zahnarzt und sein Team.

Wer besser sein will als andere, muss nicht mehr als bisher leisten, sondern sollte seine Patienten-Typologien menschlich besser verstehen und nicht nur mit gestyltem Auftritt künstlich wirken. Das Praxisteam muss wissen, wie eigene Patienten ticken, denn Wissen ist Macht. Daten über die Klientel gelten als das neue Gold der Praxis.

Der Wettlauf um die Maschinenlesbarkeit (Digitalisierung) von Menschen – nicht nur von Zähnen und Zahntechnik – ist eröffnet. Zahnärzte müssen nicht zu Internet- oder Facebook-Praxen werden, aber sie sollten ihre Patienten vorteilhaft durchschauen und mindestens so personalisiert an den Touchpoints beeindrucken wie User im Internet.

Im Prinzip geht es um treffsicheres Gedankenlesen bei Patienten in Echtzeit sowie um Vorhersagen zu deren typischem Bedarf, Verhalten, Entscheidungen, Wünschen und Stimmungen rund um Zahngesundheit mit selbstlernender Logik.

Das Königs-Instrument zum Data Mining der Patienteneigenarten Solange es die visionären Konnektivitäten mit Sensorik zwischen Zahnarzt und Patient noch nicht gibt, ist ein wissenschaftlich begleitetes, unbelastendes Dialogsystem mit Befragungen und garantiertem Datenschutz das ideale Erfassungs-Instrument bei Patienten mit einfachster Handhabung.

Praxis-Überlegenheit durch Patienten-Digitalisierung und Benchmarking Auf Kongressen und in Kursen wird viel über Digitalisierungstrends gesprochen. Entscheidend sind jedoch die praktikablen Umsetzungsvorteile vor Ort in der täglichen Praxis mit eigenem Personal und Stammpatienten bei vertretbarem Aufwand.

Dafür gibt es einen wissenschaftlich entwickelten und mit zahnärztlichen Fachgremien abgestimmten All-Inclusive-Lösungsansatz mit Benchmarking für den individuellen Weg zur Excellence-Praxis mit professionellem Befragungsdesign. Dieses Mitmach-Projekt mit eigenen Patienten und Praxismitarbeiterinnen ist universell wie ein Schweizer Taschenmesser, das bekanntlich sehr viele Anwendungen eröffnet.

1. Der erste nützliche Schritt beginnt beim Praxisteam. Mit einer praxisinternen, patientenorientierten Mitarbeiterfortbildung durch Selbstbesinnungs-Fragebögen zu den Erfolgsfaktoren bei Patienten geht es um lehrreiche, motivierende Vorhersagen von Teammitgliedern zu patientenwichtigen Praxisvorteilen, Wünschen und Akzep-tanzen. Bei diesem Coaching wird gelernt, worauf es ankommt, wo es Missverständnisse gibt und wie durch positives „Einflüstern“, in Ergänzung zur guten Zahnmedizin, Patienten glücklich gemacht werden.

2. Danach kann die Praxis bis zu 150 handverlesenen Patienten zeigen, wie interessiert sie an ihnen ist, indem sie mit gut durchdachtem Fragen-Antwort-Bogen zur Mitgestaltung der Praxis-Zukunft einlädt. Bei korrekter Anwendung wird diese partnerschaftliche Geste von den mitteilungsbedürftigen Patienten dankbar als Praxis-Service aufgenommen. Mit diesem Data Mining und statistischen Quantifizierungen werden schnell und bequem die latenten Geheimnisse gelüftet, wie die sonst nicht genügend zu Wort kommenden Patienten-Typen der eigenen Praxis ticken. Patientenbefragungen zu strukturierten Qualitätsmerkmalen sind ein Beitrag zur zahnärztlichen Profilierung. Denn Fragen und Antwortoptionen liefern nicht nur Feedback, sondern geben den Patienten auch Orientierung zur Selbstüberzeugung, z. B. Bewusstmachen der Praxisvorteile, Weiterempfehlungsverhalten, mehr Prophylaxenachfrage, Wertschätzung für höherwertige Zahnmedizin, Identifizierung mit Praxis und Behandler. So lösen Befragungen auch wünschenswerte Werbeffekte aus, ohne als Manipulation zu gelten. D. h., nicht nur die Ergebnis-Auswertung zum „Patienten-ticken“, sondern bereits die edukative Befragung ist Teil der erfolgreichen Mitmach-Initiative.

3. Wissenschaftlichen Auswertungen von Patientenaussagen sind stichhaltige Belege zum Qualitätsmanagement und zu Wertschätzungs-Analysen für Praxen. Qualitätssiegel mit bewusst spürbaren Vorteilen und Wertschätzungen bei Patienten sind letztendlich den eingesetzten Geld- und Zeitaufwand des Zahnarztes wert. Anonyme Vergleichsauswertungen zu anderen Praxen eröffnen einzigartige Chancen Best Practice zu lernen.

4. Eine Fundgrube stellt der praxisindividuelle Consulting-Report dar. Es werden Handlungsbedarf, Chancen und Risiken, unerschlossene Potentiale für den erfolgreichen Patientenumgang einer Excellence-Praxis präsentiert.

5. Proaktive, eigenständige Patientenbefragungen mit Instituts-Neutralität bieten Selbstverteidigung gegenüber Schmähkritik auf Bewertungsportalen. Evaluationen ersparen dem Zahnarzt Zeit und liefern beste Munition zur Selbstdarstellung.

So können treffsichere Internet-Auftritte, bedarfsgerechte Fortbildungen, Investitionen, Organisationsänderungen, Personalentscheidungen und Marketingmaßnahmen veranlasst werden. Getreu dem Prinzip: Diagnose vor der Therapie. Alles andere wäre auch im Marketing ein Kunstfehler.

Für die besten Patientenversteher, die gelernt haben, wie ihre Patienten typisch ticken, wie sie reagieren und was sie hellseherisch als nächstes brauchen, gibt es wertvolle Belohnungen: Diese Zahnärzte gewinnen mehr passende Patienten und dürfen im Leben ihrer Patienten rund um Zahngesundheit eine immer wichtigere, unverzichtbarere Rolle spielen.

Kontakt und weiterführende Informationen: E-Mail info@prof-riegl.de, www.prof-riegl.de

Prof. Dr. rer. pol. Gerhard F. Riegl
Gesundheitsökonom

Gudrun Mentel, Consultant Personalentwicklung, prodent consult GmbH
12.08.2016

Die passenden Mitarbeiter finden – Tipps für erfolgreiches Recruiting in der Dentalwelt

Er ist angekommen: der Fachkräftemangel in der Dentalwelt. Zahnarztpraxen spüren täglich, was die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zweimal jährlich verkündet: dem deutschen Gesundheitswesen fehlen qualifizierte und gut ausgebildete Fachkräfte. Die Zeiten, wo sich die Initiativbewerbungen auf den Schreibtischen aller Zahnärzte stapelten, sind vorbei. Bei der Suche nach geeigneten Auszubildenden gelingt es immer weniger Praxen, junge Menschen für den Beruf der zahnmedizinischen Fachangestellten zu gewinnen. Kurzfristig auf den schwangerschaftsbedingten Ausfall einer gut ausgebildeten Mitarbeiterin reagieren zu müssen, gestaltet sich als große Herausforderung. Personalsuche ist nicht nur schwierig geworden – sie dauert auch immer länger und kostet entsprechend viel Zeit, Geld und Nerven.

Der Arbeitsmarkt in der Dentalbranche hat sich zu einem Bewerbermarkt entwickelt. Die gesuchten High Potentials heißen hier nicht IT-Fachleute oder Ingenieure, sondern ZFA, ZMP oder Dentalhygienikerin. Herausfordernd bei der Suche nach ihnen ist, dass sie meist in festen Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind und ihre Gruppe zudem zahlenmäßig immer geringer wird.

Gleichzeitig sind es aber genau die qualifizierten und motivierten Mitarbeiter, die den entscheidenden Beitrag zum Praxiserfolg liefern. Sie sorgen für den reibungslosen Ablauf einer Praxis, damit sich der Zahnarzt auf die Behandlungen konzentrieren kann. Sie sind das Aushängeschild der Praxis gegenüber Patienten bei einem persönlichen oder telefonischen Kontakt. Sie prägen den Spirit eines Teams und damit einer Praxis.

Es sind sowohl ökonomische als auch psychologische Gründe, die die Kosten bei einer Personalfluktuation in die Höhe treiben. Unserer Erfahrung nach können diese sich schnell auf das Doppelte eines Jahresgehaltes summieren. Hierunter fallen zunächst die Trennungskosten, die bei dem Ausscheiden des bisherigen Mitarbeiters anfallen. Neben einer möglichen Lohnfortzahlung sind Überstunden des Zahnarztes oder des Teams oder Aushilfsgehälter zu berücksichtigen. Zu den Rekrutierungskosten gehören die Zeiten des Zahnarztes für die Erstellung von Anzeigen, deren Schaltung, dem Führen von Bewerbungsgesprächen und – vor allem und immer länger – jene Zeiten, in denen man sich neue Suchstrategien und Ansprachemöglichkeiten der Bewerber überlegt. Ist der neue Mitarbeiter da, so fallen Kosten für dessen Einarbeitung und eventuelle Weiterbildungen an. Schließlich sind es auch die Opportunitätskosten, die die Fluktuationskosten massiv beeinflussen. Mit dem Weggang eines Mitarbeiters verliert die Praxis internes und fachliches Know-how, welches langfristig wieder aufgebaut werden muss. Durch einen Wechsel zu einem Mitbewerber wird der Wettbewerb verschärft. Jeder Personalwechsel führt zu einer Verunsicherung der Patienten. Welches erhöhte Kommunikation mit diesen zur Folge hat oder im schlimmsten Fall deren Weggang. Jeder Personalwechsel löst innerhalb des Teams Spannungen und Unruhe aus und hat daher große Auswirkung auf das Betriebsklima. Im schlimmsten Fall führt es zu einer Abwanderung weiterer Fachkräfte.

Die Suche nach Mitarbeitern, die sowohl fachlich als auch sozial in die eigene Zahnarztpraxis passen und langfristig dieser Praxis treu bleiben, ist zu einer Herausforderung geworden, die nicht zuletzt auch ökonomisch eine immer größere Rolle spielt. In unserem mySymposium zeigen wir Ihnen Wege auf, wie Ihre Zahnarztpraxis solche Mitarbeiter ansprechen kann.

Wir beschäftigen uns zunächst mit der Frage, was Bewerber heutzutage von ihren Arbeitgebern erwarten und wie Zahnarztpraxen dem gerecht werden können. Zentrale Bedeutung bei der Suche nach Bewerbern ist das Bild, welches Bewerber von ihrem möglichen Arbeitgeber haben. Wir zeigen Möglichkeiten auf, wie eine Zahnarztpraxis ein Bild als attraktiven Arbeitgeber entwickeln und umsetzen kann. Von zentraler Wichtigkeit beim Recruiting ist die Auswahl der Medien mit denen die Bewerber auf die Praxis und die Stelle aufmerksam gemacht werden. Hierzu erhalten Sie zielgruppenspezifische Tipps, die Sie schnell und effizient umsetzen können. Die gute alte Stellenanzeige ist nach wie vor der zentrale Weg, um die Stelle und die Praxis dem potentiellen Bewerber vorzustellen. Wir geben Ihnen Hilfestellungen um zielgruppengerechte und aussagekräftige Anzeigen zu entwerfen.

Gudrun Mentel
prodent consult

05.08.2016

Die vernetzte Zahnarztpraxis

Die Digitalisierung unserer Umgebung ist weit fortgeschritten und dringt auch bis in die letzten Bereiche unserer privaten Lebenswelt vor (Stichwort: das Internet der Dinge – IoT). Gleichzeitig steigen in unserer Arbeitswelt die Anforderungen von außen. Der Gesetzgeber (Hygiene und Dokumentation) verlangt nach neuesten Dokumentations- und Validierungsmaßnahmen und die technischen Möglichkeiten im Bereich der Therapie erreichen ein nie gekanntes Ausmaß.

Die aktuellen Software-Systeme wurden anfangs entwickelt, um die Praxen bei der Abrechnung zu unterstützen. Daher waren zusätzliche Hilfssysteme wie Befunddokumentationen, Diagnosen oder die Hinterlegung sekundärer Informationen wie z. B. Röntgenbilder nur rudimentär vorhanden. Mittlerweile haben sich die führenden Praxissysteme zu sehr komfortablen Expertensystemen entwickelt. Es existiert spezielle Software zur Befunderhebung (zum Beispiel PA-Status) genauso wie Software zur Ansteuerung bildgebender externer Geräte (Röntgensysteme, Intraoralkameras) und selbst die zahnärztlichen Einheiten generieren Informationen, die abgenommen, gespeichert und weiterverarbeitet werden.

Liegen die Daten in digitaler Form vor, kann die Weiterverarbeitung automatisiert erfolgen: Die Validität der Daten kann geprüft werden und Reports an weiterverarbeitende Systeme können ohne weiteres generiert werden.

Unleserliche Einträge in Papier-Akten und verblasste Fotos oder Röntgenaufnahmen gehören der Vergangenheit an.

Die Sicherung digitaler Daten gestaltet sich darüber hinaus immer einfacher. Der physische Umfang der Informationen wird auf ein Minimum begrenzt (Datenträger) und die räumlich unabhängige Sicherung ist sehr einfach möglich. So bleiben im Fall eines äußeren Schadens (zum Beispiel Brand) alle Daten erhalten.

Diesen Vorteilen stehen aber auch Nachteile gegenüber. Durch die leichte Verfügbarkeit wird auch der unautorisierte Zugriff einfacher. Häufig steht in den Praxen nur ein Netzwerk zur Verfügung, das das Praxissystem vernetzt, aber gleichzeitig z. B. durch die Internetanbindung auch den Zugriff nach und von außerhalb gestattet. Die leichte Vervielfältigungsmöglichkeit und Kopierbarkeit bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Informationen unbemerkt zu entwenden. Der Datenschutz muss also höchste Priorität bei der Vernetzung erhalten.

Eine lückenlose Dokumentation wird möglich, wenn alle Informationen elektronisch gespeichert werden. Das betrifft Papier-Dokumente genauso wie Informationen, die mit einem externen Partner ausgetauscht werden. Welche Medikamente werden beim Patienten angewendet und mit welchen Parametern sind die bei ihm angewandten Instrumente sterilisiert worden? Wurden Intraoral-Scanner für eine digitale Abformung eingesetzt und wann und wo wurden welche Röntgenbilder angefertigt?

Dies alles sind Informationen, die automatisch erhoben und entsprechend gespeichert werden müssen. Gleichzeitig ist darüber hinaus die Nachvollziehbarkeit der Erfassung und Verarbeitung von Informationen notwendig (Daten-Workflow). Aus diesem Grund sind auch alle Informationen über die Benutzertätigkeiten an allen Systemkomponenten zu erfassen und zu speichern (Wer hat was wann gemacht?).

Ein Aspekt der Vernetzung innerhalb der Praxen wird häufig nur rudimentär beachtet: die Verwaltung von Materialien/Medikamenten und Instrumentarium.

Laut Medizin-Produkte-Gesetz (MPG) müssen alle Materialien und Medikamente, die dem Patienten zugeführt werden, genau dokumentiert werden. Der Umfang der Dokumentation erstreckt sich über den Namen und das Gültigkeitsdatum bis zu einzelnen Serien-, Produkt- und Chargen-Nummern. Zur einfachen Bestandsaufnahme wurde dazu der Health-Industry-Barcode (HIBC) entwickelt, der auf immer mehr Produkten zu finden ist. Dieser Code enthält die zu dokumentierenden Informationen, damit kann das Produkt sehr einfach in die Lagerverwaltung aufgenommen werden. In einem vernetzten System werden zu den Patienten- und Befundinformationen nur noch Verweise auf die Datenbestände der Materialien gespeichert, über die dann alle Informationen abgerufen werden können. Das gleiche gilt für die Hygiene-Informationen: Alle Informationen über die Sterilisation und die Haltbarkeit von zahnärztlichen Instrumenten können gespeichert und im Anwendungsfall referenziert werden.

Der Vorteil der Pflege des Datenbestands besteht außerdem darin, dass keine abgelaufenen oder ungültigen Materialien oder Instrumente mehr eingesetzt werden dürfen, da alle relevanten Daten bereits vor der Verwendung erfasst wurden. Weiterhin können die Bestände immer aktuell geprüft und Leerbestände dadurch vermieden werden. Sind aktuelle Herstellerinformationen oder andere Dokumentationen für Materialien hinterlegt, können diese an jedem Arbeitsplatz vor der Benutzung sehr einfach abgerufen werden.

Die heutzutage gängige Vorgehensweise einzelne Systeme zu vernetzen, besteht darin, die Komponenten (in der Regel Computer oder Computer-Peripherie) in ein gemeinsames Computernetzwerk zu integrieren. Sofern die Schnittstellen zwischen dem steuernden System (Praxisverwaltung) und den externen Komponenten und Partnern etabliert sind, können Informationen ausgetauscht, gespeichert und ausgewertet werden. In der Realität gestaltet sich diese Anbindung oft schwierig, da es nur wenig standardisierte Schnittstellen (zum Beispiel vom Verband Deutscher Dental-Software Unternehmen e.V. (VDDS)) gibt und diese von den Einzelkomponenten nicht oder nicht im geforderten Umfang unterstützt werden. Diese Schnittstellen regeln im Normalfall aber auch nur den Datenaustausch zwischen den Komponenten der Idealfall einer vollständigen Integration in ein Software-System mit gemeinsamer Datenbasis wird kaum erreicht.

Dieser Vortrag soll den Weg, der nahezu diesem Idealfall führt, beleuchten und die dabei auftretenden Chancen und Risiken benennen.

Dr. med. dent. Sven Holtorf
Zahnarzt

29.07.2016

Datenmanagement und Sicherheit

Die digitale Medizintechnik, Konnektivität und aktuelle Kommunikations-tools erfordern und erzeugen unüberschaubare Mengen an Daten: Bilder, Dokumente, Videos, Hygienedokumentation, Materialwirtschaft etc. Die Liste ist lang und wird täglich länger.

Das Computernetzwerk ist längst anerkannt zum unverzichtbaren Bestandteil der Medizin geworden. Doch ein Computernetzwerk alleine nützt niemandem. Sowohl die Datenquellen als auch die Datenverwendung müssen sicher, brauchbar und zuverlässig organisiert werden. Datenmanagement wird erforderlich.

Wir sollten keine Vorschriften benötigen um zu erkennen, dass wir uns – schon zum Selbstschutz – um eine adäquate Form der Datenverwaltung, Sicherung und Kommunikation kümmern müssen. Wobei Gesetze und Normen (natürlich) auch existieren, eine kleine Auswahl zu denen unter anderem folgende gehören: BDSG, StGB, HGB, Standesordnung, BGB, DIN-EN 80001-1 …

Die Nutzung digitaler Daten bietet Zahnärztinnen und Zahntechnikerinnen enorme Vorteile im täglichen Arbeiten. Schneller, einfacher, besser und reproduzierbar werden Diagnose, Planung und Therapie. Der Austausch mit Kolleginnen und Spezialisten, Patientinnen und Organisationen ist quasi zeitgleich, unkompliziert und transparent möglich. Transparenz ist aber nicht immer erstrebenswert. Transparenz ist auch die Schwester von angreifbar, indiskret und (sträflich) fahrlässig. Einige Ihrer Kolleginnen konnten die Daten ihrer Patientinnen bereits bei Facebook finden. Oder mussten „Lösegeld“ zahlen für Daten, auf die kein Zugriff mehr bestand, weil Angreifer diese verschlüsselt haben („Ransomware“) oder sie trivial und „analog“ schlicht gestohlen wurden.

Sollen Sie jetzt auf digitale Daten verzichten? Nein, könnten Sie auch gar nicht, selbst wenn Sie es wollten. Die allermeisten sollten aber ziemlich schnell eine deutlich höhere Sensibilität für die Bedeutung von und den Umgang mit Daten entwickeln. Und sie müssen sich Technologien und Fachwissen aneignen; in der Regel werden Sie das „einkaufen“ müssen und somit einen Teil der durch die Digitalisierung möglich gewordenen Gewinne wieder hergeben.

Hier die wichtigsten Maßnahmen im Kurz-Überblick:

1. Klassifizierung Ihrer digitalen Medizintechnik, Datenquellen und Daten nach Risiko. Wie zuverlässig ist das Gerät? Wie wichtig ist das Gerät bzw. die Daten? Wie schnell müssen diese (wieder) zur Verfügung stehen? Wie sensibel sind die Daten? Welcher potentielle Schaden entsteht?

2. Spezifizierung Daten (-volumen). Wie viele Daten welcher Risikoklasse werden jetzt und mittelfristig (3–5 Jahre) erzeugt und verwaltet? Wie viele werden benötigt (Lösch-/Entsorgungsstrategie). Welche werden in welchem Umfang außerhalb des LAN benötigt?

3. Analyse Ihrer Schutzsituation: Können Dritte von außen oder innen auf Ihre Geräte oder Daten zugreifen? Wie hoch ist Ihr Bedrohungspotential? Welche Qualifikation der Angreifer ist zu erwarten? Welche Schutzmaßnahmen sind bereits getroffen?

4. Kommunikationswege prüfen: Wie sieht der Zugang zum WLAN/Internet aus? Welcher Server/Provider/Applikation für Messenger, E-Mail, Telefonie, Social Media, Cloudspeicher werden verwendet? Welche Hard-, Firm- und Software wird verwendet?

5. Desaster-Strategie prüfen. Sind Redundanzen vorhanden, in welcher Zeit? Welchen Zeitraum umfasst die interne und externe Datensicherung? Welches Rest-Risikolevel ist akzeptabel? Welche Ressourcen können eingesetzt werden?

6. Kommunikationspartner prüfen. Mit wem arbeite ich zusammen, welche Sicherheitsstandards werden gehalten?

7. Entwickeln, Etablieren und „Leben“ eines Security-Konzeptes.

Carsten Smollich
Kundendienstleiter IT Deutschland bei Pluradent

22.07.2016

CMD – ein ganzheitliches Problem? Oder verstehen wir einfach zu wenig davon?

Die ganzheitliche Sichtweise der Cranio-Mandibulären Dysfunktion wird oft umschrieben mit dem Wort „multikausal“ was die Entstehung dieses Phänomens betrifft. Ebenso wird sie umschrieben mit dem Begriff „interdisziplinär“ die therapeutische Herangehensweise betreffend. Dies mag für manche Ausnahmesituationen durchaus zutreffend sein. Das Gros der Patienten, die unsere Praxen bezüglich ihres Schmerzsyndroms aufsuchen jedoch zeigt eine wesentlich einfachere Ursache ihrer, zugegeben, teilweise massiven Problematik.

Diese Ursache erhellt sich bereits aus den anamnestischen Angaben der Patienten: „Vor dieser oder jener zahnärztlichen Behandlung hatte ich diese Beschwerden nicht.“ Bereits diese Angaben müssten uns als Behandler in eine primäre Fragestellung zwingen: Was ist eben mit dieser oder jener zahnärztlichen Behandlung passiert? Sind wir in der Lage das nachzuvollziehen? Da hören wir dann von den Patienten „Mein Zahnarzt sagt mir, ich knirsche mit den Zähnen, ich bräuchte eine Knirscherschiene.“ Oder aber die fortschrittliche Variante: „Ich, (der Behandler) lasse Ihnen eine Zentrikschiene anfertigen.“ Beide Varianten, durchaus am häufigsten vernommen, führen uns in unserem Wissen um das Kiefergelenk nicht weiter. So bleibt nur die Definition des CMD-Phänomens: „CMD ist eine Irritation des Kiefergelenks, die sich in Schmerzen innerhalb des Cranio-Mandibulären Muskelsystems äußert.

Nun hat allerdings niemand an der Muskulatur des Patienten gearbeitet, sondern „nur“ an den Zähnen. Der Gedanke, dass es sich um ein ganzheitliches Krankheitsbild handelt, drängt sich auf.

Der Autor hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Pathologie des Kiefergelenks zu visualisieren. Mittels computergestützter Bewegungsanalyse und Stellungsanalyse der Kondylen führt er uns in die realen Dimensionen dieses Gelenks ein. Er zeigt, dass minimale Höhenverluste der Okklusion im Bereich von 0,2 – 0,4 mm bereits verursachend für die CMD-Symptomatik sein können. Diese Verluste können sich in mehreren Ebenen ereignen. Dadurch er-geben sich unterschiedliche Schmerzsymptome.

Nicht immer ist es möglich, mittels zentrischer Relationsbestimmung eine optimale, schmerzfreie Kondylenposition herzustellen. Dies hat systemimmanente Ursachen, welche wiederum mit Ganzheitlichkeit nichts zu tun haben. Anhand zweier Patientenbeispiele wird dies erläutert. Am Ende des Vortrags zeigt er eine Methode auf, welche er seit vielen Jahren in seiner funktions-orientierten Praxis ausübt:

Die externe Positionierung der Modelle des Patienten, symptomorientiert. Die Forderung nach einer wissenschaftlich orientierten Diagnostik und Therapie unseres Kau-organs im 21. Jahrhundert steht dringend an und sollte mit diesem Referat initiiert werden.

Gerd Christiansen
Zahnarzt

15.07.2016

Praxisbegehung – hoffen oder handeln?

Die Praxishygiene in zahnärztlichen Einrichtungen ist Bestandteil des Qualitätsmanagements und eng verknüpft mit der Erfüllung von Gesetzen und Vorschriften. Im Fokus beider Themenkomplexe stehen die Sicherung und Verbesserung der Patientenversorgung und Praxisorganisation durch strukturierte, dokumentierte und reproduzierbare Arbeitsabläufe.

Von Seiten des Gesetzgebers besteht die Forderung nach Kontrolle der hygienischen und sicherheitstechnischen Maßnahmen in klinischen und ambulanten Einrichtungen. Im niedergelassenen Bereich spiegelt sich dies wieder – in der Regel, durch vorangekündigte Begehungen seitens der Hygiene- und Gewerbeaufsichtsämter. Häufig in Verbindung mit einem vorab auszufüllendem Fragenkatalog.

Hier zeichnet sich schon ab, wie entscheidend die Datenlage der Praxis ist. Liegen alle erforderlichen Dokumente vor? Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf praxisindividuellen Verfahrens- und Standardarbeitsanweisungen (SAA). Diese sollen nicht beschreiben, wie die ideale Hygiene aussehen könnte, sondern präzise zeigen, wie der Schutz des Personals, der Patienten und Dritter in dieser Praxis sichergestellt wird. Und zwar vollständig für alle hygienischen Maßnahmen, Arbeitsschritt für Arbeitsschritt.

Unter Einbeziehung der einzusetzenden Hilfsmittel und unter Berücksichtigung der Herstellerangaben, auch für den Fall des Verfehlens der Zielvorgabe (z. B. Restverschmutzungen). Im Idealfall bedeutet dies unterschiedliche, auch praxisfremde, Fachkräfte sind in der Lage an Hand der SAA den Aufbereitungsprozess identisch nachzuvollziehen. Diese SAA sind auch entscheidend für die Validierung. Denn validiert werden keine Geräte, sondern komplette Arbeitsprozesse, wie der Reinigungs- und Desinfektionsprozess.

Ein Reinigungs- und Desinfektionsgerät (RDG) ist nur ein Bestandteil der Prozesskette. Beginnend mit der Vorbehandlung am Arbeitsplatz bis zur Dokumentation. Nur in Verbindung mit entsprechenden aussagekräftigen SAA können Prozesse validiert werden. Denn geprüft und bewiesen wird bei einer Prozessvalidierung, ob die vorgegebenen Ziele (z. B. sauberes Instrumentarium) bei Einhaltung und Umsetzung der SAA beständig zum gewünschten und dokumentierten Ergebnis führen.

Hieraus ergibt sich, dass auch die Gestaltung des AEMP (Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte) oder umgangssprachlich des Steri auf die beschriebenen Arbeitsschritte der SAA abgestimmt sein muss. Somit läuft alles auf ein gutes Qualitätsmanagement hinaus. Wie es auch das Sozialgesetzbuch V, Paragraph 135a – Verpflichtung der Leistungserbringer zur Qualitätssicherung – fordert.

Thomas Weidler
Hygienespezialist Pluradent

08.07.2016

Laser in der modernen zahnärztlichen Praxis – klinisch und wirtschaftlich

Obwohl Nd:YAG, Er:YAG, CO2 und Diodenlaser bereits seit geraumer Zeit in den unterschiedlichsten Ausführungen auf dem Markt verfügbar sind, werden sie prozentual nur in wenigen Zahnarztpraxen erfolgreich eingesetzt. Das lag in der Vergangenheit sicherlich am hohen Einstandspreis für ein adäquates Lasergerät. Heutzutage ist der Kauf eines Lasers, je nach Wellenlänge und Leistung, mit überschaubaren Aufwendungen möglich. Die investierte Summe amortisiert sich bei konsequenter Anwendung des Lasers in der zahnärztlichen Praxis recht schnell, da der Laser auf allen zahnärztlichen und kosmetischen Gebieten entweder unterstützend oder auch im Soloeinsatz angewandt werden kann.

Zusätzlich können die therapeutischen und kosmetischen Leistungen ohne Weiteres an eine entsprechend ausgebildete Helferin delegiert werden. So arbeitet der Laser auch für den Zahnarzt, wenn dieser in der gleichen Zeit einen anderen Patienten therapiert. Beispielhaft sei hier der Einsatz in der Herpes- und Aphtentherapie genannt, der meist nach einmaliger Sitzung bereits für die Schmerzfreiheit des Patienten sorgt und somit langfristig zu einer vermehrten Frequentierung der Praxis mit steigendem Neupatienten Anteil führt, da die zufriedenen Patienten natürlich auch ihren Bekannten davon berichten. Auch in der kosmetischen Behandlung des „Bleachings“ kann der Laser simpel und effektiv eingesetzt werden. Die „in-office“ Bleaching Zeit verkürzt sich dabei auf die Hälfte. Die Patienten freuen sich über die eingesparte Zeit und den Erfolg der Behandlung – wirtschaftlich gesehen ist das perfekt.

Überhaupt ist der Begriff „Laser“ bei allen Patienten positiv belegt, die eine Laserbehandlung mit Schmerzarmut, fortschrittlicher Technik, höherer Erfolgsquote und Premiumbehandlung gleichsetzen.

Im Gesamtergebnis entspricht diese Auffassung der Patienten dem tatsächlichen Ergebnis der Lasertherapien. Sei es als laser-unterstütze Therapie in der Parodontal- oder endodontischen Behandlung oder im Laser Soloeinsatz bei chirurgischen Eingriffen, die meist deutlich einfacher und schneller zu bewerkstelligen sind, da auf eine Nahtlegung meist verzichtet werden kann, keine Blutung auftritt, die die Sicht behindern könnte, keine Narbenbildung auftritt, etc. – Alle Behandlungen weisen einen besseren Langzeiterfolg auf als klassische Methoden alleine.

Das Gros der heute in den Praxen eingesetzten Laser sind sicherlich die Diodenlaser. Die Vielfalt der Diodenlaser auf dem Markt lässt den Käufern die Qual der Wahl. Bei der Investition in einen Diodenlaser sollte man sich aber nicht nur vom Kaufpreis beeinflussen lassen, denn besonders die Folgekosten sind von Modell zu Modell sehr unterschiedlich. Diodenlaser mit Endlosfasern sind meist günstiger als solche mit Wechselansätzen. Die Endlosfasern sind aber schon alleine aus hygienischen Gründen problematisch und das Kürzen der Fasern ist trotz diamantiertem Werkzeug nicht immer gleich von Erfolg gekrönt, sodass für ein optimales Strahlenprofil oft eine mehrfache Kürzung erforderlich ist, was die Gesamtlänge der Faser rasch reduziert und einen Neukauf der kompletten Faser in greifbare Nähe rücken lässt.

Auswechselbare und dem Einsatzzweck angepasste Faserspitzen sind hier die bessere, wenn auch primär etwas teurere Lösung.

Auch die Leistung des Lasers spielt beim Preis eine entscheidende Rolle, je mehr Leistung, desto teurer. So stellt sich vor dem Kauf die Frage, wieviel Leistung man zur Behandlung in seiner Praxis benötigt. Wird der Laser nur unterstützend in der Parodontologie, Endodontologie, LLLT oder Kosmetik eingesetzt, reichen 2 – 3 W völlig aus. Soll der Laser jedoch auch in der Chirurgie eingesetzt werden, ist eine höhere Leistung anzustreben, um den Eingriff zügig und ohne übertriebene Wärmeeinleitung ins Gewebe durchführen zu können.

Er:YAG Laser können, außer in der Weichgewebsbehandlung, auch hervorragend für die Hartgewebsbearbeitung eingesetzt werden. Das prädestiniert sie vor allem für die konservierende Behandlung der Zähne, wo sie von der Kavitätenpräparation bis zur direkten Überkappung indiziert ist. Da die Behandlung ohne Anästhesie erfolgen kann und auch die typischen Vibrationen und der Druck des Bohrers fehlen, wählen so gut wie alle Patienten bei der nächsten erforderlichen Behandlung wieder den Lasereinsatz, ungeachtet der zu leistenden Zuzahlung, da die Vorteile der Laserbehandlung direkt spürbar sind und nicht erst das Ende der Anästhesie abgewartet werden muss. Besonders bei Kindern steht die Laserbehandlung hoch im Kurs, da die Therapie schmerzarm bis schmerzfrei erfolgt, der Zahn berührungslos therapiert wird und der Laser mit „Star Wars“ in Verbindung gebracht wird.

Aber auch chirurgisch können Laser glänzen. So können komplexe Eingriffe, wie zum Beispiel die Wurzelspitzenresektion, der Sinuslift oder auch Knochenblockentnahmen problemlos und deutlich einfacher mit alleiniger Hilfe des Lasers ausgeführt werden, ohne den Patienten mit den sonst üblichen mechanischen Belastungen zu behelligen.

Die Eingriffe laufen nicht nur angenehmer und schneller ab, was wiederum wirtschaftlicher für den Zahnarzt ist, auch die Aufbereitung und Sterilisation der verschiedenen sonst notwendigen chirurgischen Instrumente entfällt, was die Kosten weiter senkt. Reduzierte postoperative Beschwerden, deutlich gewebeschonendere Wirkweise der Laserstrahlung gegenüber der Knochenfräse, die bakterizide Wirkung des Lasers – all dies führt zu einer komplikationslosen, schmerz- und schwellungsarmen Heilung.

Trotz dieser überaus positiven Eigenschaften ist der Er:YAG Laser unter wirtschaftlichen Aspekten gesehen natürlich langfristiger anzusiedeln, wenn es um den „break even point“ geht. Die Einstandspreise der Er:YAG Laser liegen deutlich höher und auch die Folgekosten für die benötigten Ansatzspitzen sind nicht zu unterschätzen. Das Einsatzspektrum und die damit verbundenen Zuzahlungen sind jedoch vielfältiger als beim Diodenlaser Einsatz und lassen sich jeden Tag nutzen.

Der Anschaffungspreis der Laser ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Um die erworbenen Laser indikationsgerecht und sicher zu betreiben ist nicht nur ein Kurs zum Laserschutz-Beauftragten zu absolvieren, sondern zusätzlich eine qualifizierte Ausbildung anzustreben, um rechts- und anwendungssicher mit dem Laser praktizieren zu können. Diese zusätzlichen Kosten sollten auf jeden Fall in die wirtschaftlichen Überlegungen mit einbezogen werden.

Was sich im Vorfeld jedoch nicht kalkulieren lässt, ist die gestiegene Freude an der Behandlung durch den Laser, die oft viel angenehmere, einfachere und schnellere Behandlung und die hohe Akzeptanz der Patienten. Unter dem Aspekt „Dentale Zukunft“ ist der Lasereinsatz in der Praxis ein nahezu zwingender Bestandteil – moderne, zukunftsweisende und schonende Behandlung für Patient und Zahnarzt.

Dr. Ralf Borchers, M.Sc.
Master of Science in Lasers in Dentistry European Master of Oral Laser Application

Dr. Susanne Klein
01.07.2016

Gehirn im Sparmodus

Klar denken wir logisch. Gerade dann, wenn es schwierig wird. Wir nehmen uns eine kurze Auszeit, reflektieren die Situation und überlegen, was wir tun könnten. Und dann handeln wir entschlossen und konsequent. Dieses oder ein ähnliches Selbstbild tragen viele Menschen mit sich herum. Und gleiches Vorgehen unterstellen wir im besten Fall auch dem Gegenüber. Schließlich sind wir überrascht, wenn das Miteinander nicht so funktioniert, wie wir es uns überlegt haben.

Wir vergessen dabei manchmal, dass unser Gehirn per se im Energiesparmodus läuft. Wenn es nicht sein muss, nutzen wir zur Verfügung stehende Ressourcen nicht unbedingt zum Denken. Die Gehirnkapazität ist in erster Linie zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen da. Wir sparen unsere Energie deswegen lieber für schlechte Zeiten. Und das führt dazu, dass wir den Verstand und die Vernunft nur im äußersten Notfall zuschalten.

Die meiste Zeit also funktionieren wir im emotional, intuitiven Bereich. Das funktioniert immer. Und das sogar ohne bewusstes „Zuschalten“. Um mehr zu verstehen, was genau in Führung und Zusammenarbeit passiert, ist es hilfreich, die eigenen Konzepte und Schemata zu kennen, zu verstehen: Wie „tickt“ meine intuitiv-emotionale Seite und welche Wirkung hat sie auf andere Menschen? Wenn Führungskräfte sich dessen bewusst sind, wird sie manche Reaktion anderer Personen nicht mehr überraschen.

Denn Menschen reagieren in der Regel nicht auf die Dinge, die wir sagen, sondern Menschen beobachten unser Verhalten und stellen ihr eigenes Verhalten darauf ein. Wichtiger als das, was wir sagen ist also das, was wir konkret in einer Situation tun. Widersprüchlichkeiten entstehen hier ganz schnell. Zum Beispiel legen viele Praxisinhaber großen Wert auf Pünktlichkeit. Bevor der erste Patient kommt, sollen alle Mitarbeiter da sein und die Praxisräume entsprechend vorbereiten. Gleichzeitig genehmigen wir uns gerne mal fünf oder zehn Minuten extra, wenn wir mit einer Mitarbeiterin zu einem Gespräch verabredet sind oder ein Teammeeting angesetzt haben. „Ich habe den Kopf einfach freier, wenn ich gerade noch diesen Anruf erledigt habe oder diese Mail mit den Unterlagen abgeschickt habe“, erklären wir uns selbst dieses Verhalten. Das ist auch ein guter Grund, aber unser Verhalten setzt Spielregeln. Und zur Pünktlichkeit ermahnen nützt nichts, wenn Sie sich selbst als Führungskraft nicht an diese Regel halten. Das nehmen Mitarbeiter wahr und handeln entsprechend. Deswegen ist es so wichtig nur Regeln in einer Zusammenarbeit einzuführen, die man selbst auch einhalten kann.

Insofern ist die bewusste Selbstregulation um die Vorbildfunktion erfüllen zu können der beste erste Schritt, um sich gut für die Führungsaufgabe aufzustellen. Die beiden flankierenden Themen sind die Vorgabe (und Einhaltung) einer Struktur und das wertschätzende Klima in der Praxis oder im Labor, das sich vor allem im Konfliktfall zeigt.

Die Struktur ensteht aus der Überlegung, wie Sie Ihre Praxis positionieren möchten. Aus diesen Ideen ergibt sich ein Korridor für Strukturen und Verhalten in der Praxis. Diesen Korridor legen Sie fest und machen entsprechende Vorgaben. Innerhalb des Korridors aber beteiligen Sie Ihre Mitarbeiter und finden gemeinsam die passenden Prozesse. Geben Sie Ihren Mitarbeitern innerhalb des Korridors so viel Gestaltungsspielraum wie möglich. So beteiligen Sie alle aktiv und „meine Praxis“ wird zu „unserer Praxis“. Aus diesem Gefühl heraus arbeiten Mitarbeiter deutlich aufmerksamer und motivierter, als wenn alles bereits geregelt ist.

Der dritte und letzte Punkt betrifft die Kultur der Zusammenarbeit. Ein wertschätzender Umgang ermöglicht eine intensive Zusammenarbeit und eine kontinuierliche Verbesserung. Besonders wichtig ist es daher, sehr sensibel mit dem Thema Feedback umzugehen. Ein falsch gesetztes Feedback kann Vertrauen und Zusammenarbeit nachhaltig erschüttern. Bedenken Sie immer, dass auf der anderen Seite eine lebendige Person sitzt, die von ihren Emotionen gesteuert wird und erwarten sie deswegen keinen „vernünftigen“ Umgang mit Kritik. Wenn Sie dann noch die 3:1-­Regel anwenden – also dreimal Anerkunngen steht in einem Verhältnis zu einem Mal Kritik –­ dann sind Sie auch bei diesem Thema auf der richtigen Spur. So finden Sie einen guten Ton miteinander, obwohl die Sache emotional verarbeitet wird und der Verstand vielleicht gerade im Energiesparmodus läuft.

Dr. Susanne Klein Leiterin
Führungskräfte-Entwicklung Pluradent

24.06.2016

Dentale Zukunft 3.x – die Integration geht weiter

Die Dentale Integration ist weiterhin bestimmendes Thema in der Entwicklung der modernen Zahnheilkunde und Patientenversorgung. Das Ziel des virtuellen Patienten kommt stetig näher, erste Disziplinen haben es bereits erreicht.

Heute liegen vollumfängliche, patientenbezogene Datensätze aus den Bereichen der Befundung und Diagnostik, wie Röntgen, Parodontalstatus und auch Bewegungsdaten aus der Funktionsdiagnostik vor. Ganz selbstverständlich werden vollkeramische Einzelzahn- und Brückenversorgungen, innerhalb der ersten Sitzung, aus den Daten der intraoralen digitalen Abformung, biogenerisch konstruiert und (natürlich) computergestützt gefertigt, also „3D-geprintet“ oder stereolithographiert. Das Ganze geschieht innerhalb der ersten Sitzung.

Dass kieferorthopädische Therapie-Simulationen mit Alternativ-Vorschlägen als 3D- Video auf dem Handy oder besser auf dem Tablet des Patienten erscheinen, setzen wir voraus. Und wer kümmert sich heute noch selbst darum, dass die Behandlungseinheit in die richtige Position gefahren wird? Eigentlich ist auch ein Fußschalter (Bluetooth hin oder her) überflüssig. So etwas kann alles die Geräte-Firmware erledigen und zwar mit Daten aus dem Praxis-Managementsystem.

Die computergestützte Steuerung des Ambiente-Light, der Wassertemperatur und des integrierten Infotainmentsystems holt die notwendigen Daten aus dem implantierten „near-field-communication-chip“ des Patienten. Wahlweise können wir so auch gleich seine bevorzugten Facebook-Seiten oder Twitter-Feeds an der Behandlungseinheit zeigen. Nur für den seltenen Fall, dass sich der vom Online-Terminplaner – auf Basis der durchschnittlichen, befund- und indikationsbezogenen Massendaten – errechnete Behandlungsbeginn doch mal verschiebt.

Selbstverständlich werden alle verwendeten Materialien und Instrumente den ISO und RKI Vorgaben entsprechend berührungslos desinfiziert, sterilisiert, eingeschweißt und sowohl licht- als auch temperatursensorkontrolliert gelagert oder im Zweifel entsorgt. Papierlos und rechtsicher dokumentiert liegen sämtliche Daten, patienten-
bezogen, in der Cloud.

Sie akquirieren Ihre ZMAs, ZMFs, MTAs, HygBAs und FiBus nicht direkt vom aktuellen Informatikabschlusssemester und am Ende coachen Sie sie auch noch nicht unter Berücksichtigung von Effizienzmaximierung, Prozessoptimierung und Work-Live-Balance?

All diese Dinge sind heute technisch machbar, teilweise umgesetzt, teilweise kurz davor – die Fachpresse und die Hochglanzprospekte sind voll davon.

Die notwendige Orientierung für Entscheidungen zwischen machbar und sinnvoll, rentabel und ruinös, abgedreht und realistisch erhalten Sie von Experten.

Fragen Sie uns.

Carsten Smollich
Kundendienstleiter IT Deutschland bei Pluradent

17.06.2016

Der Blick in die Zukunft: Unsere Lebens- und Arbeitswelt 2025

Die Lebenswelten der Kunden des Jahres 2025 werden durch viele Facetten geprägt. So steigt die durchschnittliche Lebenserwartung der Deutschen über 85 Jahre hinaus und geht in Richtung 90. Der 100. Geburtstag der Großeltern wird in vielen Familien eine Normalität geworden sein. Und auch in den anderen Familien steht die Frage im Raum, was die Menschen eigentlich im Alter zwischen 60 – 85 Jahren tun wollen. Urlaub? Arbeit? Die meisten werden wohl zwischen 50 und 60 Jahren nochmals eine Art Neustart in das dritte aktive Drittel ihres Lebens vollführen. Der Eintritt der Renten-Phase mit geringerer Aktivität und Mobilität verschiebt sich nach hinten.

Nicht nur global, sondern auch in Deutschland strömen die Menschen vom Land in die Metropolen. Mietpreise in den boomenden Großstädten steigen, während ländliche Gebiete langsam verwaisen. Deutschland hat inzwischen eine lange angekündigte Veränderung erfahren. Wir leben in einer Ära der Vollbeschäftigung. Jede halbwegs ausgebildete Person hat einen Job. Und nicht nur das: Der Headhunter klingelt nahezu täglich, denn es gibt etwa 3 bis 4 Millionen unbesetzte Stellen in deutschen Unternehmen. Die Unternehmen empfinden dies als Katastrophe. Die Mitarbeiter nicht. Sie sitzen zum ersten Mal seit Jahrzehnten am längeren Hebel und können sich ihre Jobs aussuchen. Dies treibt die Löhne nach oben, sorgt aber vor allem dafür, dass etwa 40 % der arbeitenden Menschen als „Projektarbeiter“ alle 2 – 3 Jahre das Projekt und das Unternehmen wechseln. Die Personalknappheit wird auch Zahnärzte und Zahntechniker dazu nötigen, ihre Attraktivität als Arbeitgeber neu zu entwickeln und zu kommunizieren.

Vor diesem Hintergrund definieren sich einige der wesentlichen Grundwerte unseres Zusammenlebens um: Sicherheit bleibt wichtig, wird aber vor dem Hintergrund der immer verfügbaren Jobs durch andere Aspekte bestimmt. Vertrauen bleibt wichtig, wird aber in Zeiten größtmöglicher Transparenz nicht mehr an große Marken abgegeben, sondern muss ständig neu bewiesen werden. Kontinuierlicher Kontakt und eine aktive Betreuung des Kunden bildet die Basis eines soliden Vertrauensverhältnisses. Nähe bleibt wichtig, wird aber nicht mehr nur in Metern gemessen, sondern auch und vor allem in Zugänglichkeit und Qualität der Interaktion.

Als größten und machbaren Luxus werden die Menschen die eigene Gesundheit erleben. Durch Body-Enhancement aller Art wird Gesundheit mehr und mehr zum kaufbaren Konsumgut. Medizinische Nahrung sorgt dafür, dass wir weniger krank werden. Die Unterscheidung zwischen krank und gesund verschwimmt. Heute schon 400.000 Gesundheits-Apps zeugen von der Suche der Menschen nach quantifizierbaren Einschätzungen ihres Gesundheitszustands. Hier liegen mannigfache Chancen, hier verändert sich das Geschäft hin zu mehr Prävention, hier ergeben sich aber auch neue Herausforderungen durch die Digitalisierung der Gesundheitsbranche von unten. Jeder wird zum Experten – oder hält sich zumindest dafür. Der Arzt gerät in den Wettstreit mit dem Patienten auf der einen und Supercomputern wie IBM´s Watson auf der anderen Seite, die hundert-tausende von Fällen auswerten und damit schnellere und bessere Prognosen und Behandlungsvorschläge entwickeln können. Und der immer einfachere Zugang zu Brainfood verspricht, auch unsere Hirn-funktionen bei Bedarf zu optimieren, während der beginnende Einsatz von menschlichen Ersatzteil-Organen im Luxussegment zu weiterer Lebensverlängerung führt.

Schöne neue Welt? Ja, aber anders, als viele es heute noch glauben. Mit neudefinierten Werten und Grundbegriffen von Gesundheit und Krankheit, mit einer Neudefinition von Expertise, Nutzung von Robotik und künstlicher Intelligenz sowie einer Neugestaltung von Rollen und Geschäftsmodellen. Nutzen Sie die Chance und begrüßen Sie Ihre neuen Kunden!

Dr. Jörg Wallner Director Innovation
Management & Consulting

20.05.2016

Pluradent Symposium 2016 Dentale Zukunft 3.x – der virtuelle Patient im Fokus

Nach dem erfolgreichen Auftakt vor zwei Jahren lud die Pluradent auch 2016 wieder zu einem Symposium in das idyllisch gelegene Lufthansa Training & Conference Center nach Seeheim-Jugenheim. Über 800 Menschen vor Ort tauschten sich am 22. und 23. April über die Zukunft der Zahnheilkunde aus. Ausgesprochen real und lebendig wurde das Fokusthema „virtueller Patient“ in allen Facetten beleuchtet. Hochkarätige Referenten, ein eloquentes Moderatorenduo und eine perfekte Organisation machten das Symposium zu einem Highlight des dentalen Veranstaltungskalenders.

Uwe Jerathe, Vorstand (Sprecher) der Pluradent, eröffnete den Kongress mit einem herzlichen Willkommen und einer Einstimmung auf das Thema der Veranstaltung. Die Entwicklungszyklen technologischer Errungenschaften, so Jerathe, hätten sich in den vergangenen signifikant verkürzt. Das stelle das Zusammenspiel von Menschen und Maschinen auch in der Zahnheilkunde vor große Herausforderungen. Mit dem Symposium wolle Pluradent nicht nur innovative Technologien und Workflows, sondern auch neueste Erkenntnisse zu den Arbeitswelten und -prozessen vorstellen sowie wichtige Impulse geben. Erstmals konnten die Teilnehmer, dank der Event-App, ihre Meinung zeitnah mitteilen und direkt mit dem Moderationsteam kommunizieren.

Rund 800 Menschen waren vor Ort.

22.04.2016 – Mensch und Maschine

Das Vortragsprogramm wurde von der bekannten Fernseh- und Radiomoderatorin Bärbel Schäfer und Prof. Dr. Dr. Nils-Claudius Gellrich mit Charme gemeinsam moderiert. Prof. Gellrich, Klinikdirektor Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover sowie wissenschaftlicher Leiter des Symposiums, kündigte den ersten Referenten mit einem Statement an: „Die fortschreitende Digitalisierung bestimmt in zunehmendem Maße unsere Arbeitsprozesse. Trotz Digitalisierung sind es aber die Menschen, die Entscheidungen treffen.“

Das Moderationsteam: Prof. Dr. Dr. Nils-Claudius Gellrich und Bärbel Schäfer.

Den Menschen nahm dann auch Dr. Jörg Wallner in den Mittelpunkt seines Vortrags zum Thema „Lebens- und Arbeitswelten 2025“. Als Director „Innovation Management & Consulting“ beim 2b AHEAD ThinkTank zitierte er renommierte Studien und prognostizierte eine exponentielle Entwicklung technologischer Innovationen und ein Anwachsen der Anzahl miteinander vernetzter Geräte. In der Individualisierung des Angebots mit auf den Kunden zugeschnittenen Lösungen sieht er jedoch auch die Chance, das persönliche Erleben und die Menschlichkeit in die entmenschlichten Märkte zurückzubringen und ist sich sicher, dass der Faktor Mensch auch in einer weitgehend automatisierten Zahnmedizin niemals ersetzt werden wird.

Passend dazu referierte anschließend Werner Katzengruber, CEO der KHD Group, über Führungsmodelle der Zukunft. Der Wertewandel in den neuen Generationen mit einem Trend zur Beziehungslosigkeit hätte großen Einfluss auf das Zusammenleben und -arbeiten der Menschen. Es ginge darum, unter den veränderten Voraussetzungen ein „Wir-Gefühl“ beim Team als Antrieb für Leistung zu generieren. Im Unterschied zu früheren Arbeitswelten, wo das Team ein Kollektiv bildete, müsse man heute nach dem Motto „Vielfalt statt Einfalt“ ein „Konnektiv“ bilden, ein Netz aus individuellen Persönlichkeiten.

Die beiden folgenden Redner Prof. Dr. Sven Reich, Aachen, und Dr. Sven Holtorf, Bad Segeberg, beleuchteten in ihren Vorträgen die konkreten digitalen Lösungen und die Vernetzung der Arbeitsabläufe in der Zahnarztpraxis und im Dentallabor. Prof. Reich stellte einen kompletten CAD/CAM Workflow mit offenen Systemkomponenten verschiedener Hersteller vor und hielt ein Plädoyer für die intraorale digitale Abformung per optischem Scanner. Dr. Holtorf ließ als letzter Referent des Tages die analogen Diagnostikgeräte Revue passieren und stellte die wirtschaftlichen sowie medizinischen Vorteile des digitalisierten Arbeitens hervor, mit dem man sowohl Erfolge als auch Fehler einfacher rekapitulieren sowie alle Prozesse automatisch dokumentieren und optimieren könne. Zu dem sprach er über seine Erfahrungen des digitalen Arbeitens.

Vernetzte Zukunft erleben

Auch 2016 stellte Pluradent in Partnerschaft mit der Industrie wieder eine beeindruckende Zukunftsausstellung auf die Beine. Ein neues Ausstellungskonzept erlaubte es, digitale Prozesse auch über die Standgrenzen der Aussteller hinweg zu demonstrieren und bildete damit die direkte Umsetzung der Vortragsthemen. So konnte man als Besucher nicht nur einzelne Innovationen bestaunen, sondern die Vernetzungsmöglichkeiten der Technologien und Geräte untereinander erleben.

Netzwerken und Zukunft feiern

Zum gelungenen Abschluss des Tages trafen sich Referenten, Aussteller und Konferenzteilnehmer zur traditionellen Pluranight. Der Konferenzsaal war in einen Festsaal verwandelt worden und bot neben mehreren köstlichen Buffets eine glänzende Kulisse für eine gelungene Partynacht. Zwei Live-Bands sorgten für tolle Stimmung bis tief in die Nacht.

23.04.2016 – der virtuelle Patient und der reale Mensch

Den Samstag eröffnete Prof. Dr. Dr. Nils-Claudius Gellrich mit einem Vortrag und Falldarstellungen aus seiner Klinik. Er fokussierte dabei auf die Möglichkeiten, die eine Digitalisierung des Patienten mit Hilfe von 3D Bildgebung und einer geeigneten Planungssoftware heute bietet. Durch ein „Mehr an diagnostischen Möglichkeiten“ reduziere man den Aufwand auch bei komplexen Eingriffen und mache diese planbar. Nach dem Motto „Bilder sagen mehr als tausend Worte“ demonstrierte er den Einsatz von Freihand-Zeichenprogrammen, mit denen er seine Erkenntnisse direkt in die Röntgenbilder einzeichnen und so die Zusammenarbeit im Team vereinfachen kann.

ZTM Hans-Jürgen Stecher, Wiedergeltingen im Unterallgäu, ging der Frage nach, ob die traditionelle Zahntechnik mit den modernen Technologien im Widerspruch steht. Seine provokante Aussage, es gäbe keinen virtuellen Patienten, ergänzte er mit der Erkenntnis, wichtig sei ihm der zufriedene Patient und die CAD/CAM Technologie könne dazu eine Brücke bauen.

Dr. Gerd Christiansen, Spezialist für Erkrankungen des Kiefergelenks aus Ingolstadt, stellte in seinem Vortrag die Möglichkeiten der digitalen Kiefergelenksanalyse bei CMD Patienten vor. Im Unterschied zur traditionellen Untersuchungsmethode, bei der das Kiefergelenk nur abgetastet wird, kann er mit der digitalen Diagnose auch visualisieren und erkennen, „was während der Manipulation durch Tasten im Kiefergelenk geschieht“.

Einen anschaulichen Vortrag zum Thema Mitarbeiterführung hielt die Psychologin Dr. Susanne Klein, Darmstadt. Gestützt durch die Erkenntnisse aus neuesten Studien und der Gehirnforschung hielt Dr. Klein verblüffende Antworten auf die Frage nach der Motivation von Mitarbeitern parat. Menschen funktionierten nicht nach dem Prinzip Cola-Automat, in den man Geld steckt, um ein Getränk zu erhalten. Menschen seien emotional gesteuerte und keine logisch funktionierenden Wesen. Daher könne man sie nur zum gewünschten Handeln bewegen, indem man ihnen ein Vorbild sei und Wertschätzung entgegenbringe.

Hochkarätige Referenten sprachen beim Pluradent Symposium 2016.

Dr. Kay Vietor, Langen, stellte als letzter Redner des Tages ein in seiner Praxis erprobtes Behandlungskonzept für die CAD/CAM-gestützte Implantatprothetik vor. Gerade weil nach seiner Erfahrung die digitale Prozesskette noch nicht lückenlos funktioniere, nutze er das Beste aus der analogen und der digitalen Welt. Sein Fazit: „Auch im CAD/CAM Workflow brauchen wir Zahntechniker, die wissen, wie der analoge Prozess funktioniert.“

mySymposium – ein neues Konzept

Ein vollkommen neues Modul der Veranstaltung erwartete die Teilnehmer am Samstagnachmittag. Unter der Überschrift „mySymposium“ konnten die Teilnehmer aus über 30 Seminaren oder Impulsvorträgen ihr individuelles Programm zusammenstellen. Referenten des Symposiums, Experten aus der Industrie und die Spezialisten von Pluradent boten ein breites Themenspektrum. Die Begrenzung der Teilnehmerzahl auf jeweils 15 Personen gab Raum für lebendige Diskussionen und einen regen Austausch.

Stimmen der Teilnehmer

Pluradent zieht ein sehr positives Fazit des Symposiums 2016. Die Veranstaltung war über beide Tage sehr gut besucht, der Vortragssaal immer voll besetzt und die mySymposium Vorträge bereits am Freitagabend ausgebucht. Ein positives Feedback der Teilnehmer dient als zusätzliche Motivation, mit dem nächsten Symposium in 2018 wieder ein echtes dentales Highlight zu veranstalten. Die Latte liegt hoch!

Haben Sie Fragen zu diesem Bericht?

Dann wenden Sie sich an:
Fernanda Dias
Redakteurin
Telefon: 069/82983-288
E-Mail: fernanda.dias@pluradent.de

Bewegt und bewegend – das Symposium 2016 Video

Das war das Symposium 2016. Genießen Sie diese Video-Impressionen und freuen Sie sich mit uns jetzt schon auf 2018.

09.05.2016

Pluradent Symposium 2016 – Impressionen eines inspirierenden Wochenendes.

Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst. Deshalb kommt hier für alle – auch die, die in diesem Jahr nicht beim Pluradent Symposium dabei sein konnten – eine kleine Auswahl von Impressionen eines inspirierenden Wochenendes.

Allen Teilnehmern des Symposiums 2016 senden wir auf diesem Wege beste Grüße. Wir freuen uns jetzt schon auf das Pluradent Symposium 2018.

Gudrun Mentel, Consultant Personalentwicklung, prodent consult GmbH
22.03.2016

Gezielte Einarbeitung – Nutzen für alle Beteiligten?

Gudrun Mentel zeigt Ihnen in ihrem mySymposium Seminar B07 "Die passenden Mitarbeiter finden – Tipps für erfolgreiches Recruiting in der Dentalwelt." Wege auf, wie Sie geeignete Bewerberinnen gezielt ansprechen können.

 

Mit unserer Reihe „Nachhaltige Mitarbeiterführung“ zeigen wir Ihnen in den nächsten Ausgaben Möglichkeiten auf, wie eine Zahnarztpraxis ihre Mitarbeiter erfolgreich führen kann. In diesem Artikel geht es um die strukturierte Einarbeitung von neuen Mitarbeitern.

Das Vorstellungsgespräch ist schon länger vorbei und unterschrieben hat der neue Mitarbeiter auch schon. Da kann man sich als Chef bzw. Chefin doch entspannt zurücklehnen, weil jetzt alles getan ist. Die Einarbeitung läuft ohnehin nach dem Prinzip „learning-by-doing“, weil das immer gut funktioniert hat. Unglücklicherweise bittet aber dieser Mitarbeiter kurz vor Arbeitsaufnahme um Auflösung des Vertrages oder er kündigt von sich aus während der Probezeit. Was ist da vorgefallen? Wie hätte dies verhindert werden können? Welchen Vorteil hat eine gezielte Einarbeitung für das gesamte Team und für den jeweiligen Mitarbeiter?

Vor dem Start die Verbindung halten
Direkt nach einem Vorstellungsgespräch bzw. nach Unterzeichnung des Arbeitsvertrages ist die Vorfreude auf den neuen Job bei einem Mitarbeiter besonders hoch. Je größer allerdings der Zeitraum zwischen Vertragsunterzeichnung und Arbeitsaufnahme ist, desto eher kann diese Vorfreude abflachen. Vielleicht kommt Unsicherheit auf, ob die Entscheidung doch die Richtige war. Besonders bei einem Wohnortwechsel oder anderen größeren Veränderungen in der Lebenswelt der Mitarbeiter nehmen kritische und zweifelnde Stimmen zu. Oder man fühlt sich sogar allein gelassen mit der Unsicherheit zum Jobwechsel? Ist die Situation in der Praxis auch wirklich so, wie sie im Vorstellungsgespräch erzählt wurde?

Unsere Tipps:

  • Halten Sie engen Kontakt zu Ihrem neuen Mitarbeiter zwischen Vertragsunterzeichnung und Arbeitsbeginn. 
  • Gemeinsame Events der Praxis stärken das Teamgefühl. Laden Sie den neuen Kollegen dazu ein. Ein Messebesuch des Teams steht an? Eine tolle Gelegenheit für eine Einladung. 
  • Bieten Sie ihm Hilfe an, wenn z.B. ein Umzug oder ein Kita-Wechsel ansteht. Vielleicht benötigt er eine Mitfahrgelegenheit? Die Kollegen helfen gerne, wenn sie von Anfang an in den Prozess mit einbezogen werden. 
  • Zeigen Sie Ihrem neuen Mitarbeiter, dass Sie und das Praxisteam sich über das neue Praxismitglied freuen. Eine Willkommenskarte schafft Verbundenheit und zeigt Wirkung. 
  • Verbundenheit zeigen Sie auch dadurch, dass Sie Informationsmaterialien über die Praxis versenden, nach der Konfektionsgröße für die Praxiskleidung fragen und relevante Personalunterlagen erbeten. 
  • Mit einem Einarbeitungsplan wird der neue Kollege von vorneherein gut über die ersten Wochen in der Praxis informiert und kann sich so gut vorstellen, was auf ihn zukommt.

Strukturierte Einarbeitung bringt Entlastung für alle Beteiligten
Die erste Zeit der Beschäftigung in einer Praxis spielt eine besondere Rolle im Arbeitsleben: nie ist ein Arbeitnehmer so motiviert wie in den ersten Wochen und Monaten ihrer Tätigkeit. Er freut sich auf das Team, auf die neuen Kollegen und auf die neuen Herausforderungen. Er ist motiviert, möchte seinen Beitrag zum Praxiserfolg beitragen und beweisen, dass er die Erwartungen, die in ihn gesetzt wurden, erfüllt. Umgekehrt erwartet er aber auch, dass der Eindruck, der ihm von ihrem künftigen Arbeitsplatz vermittelt wurde, der Realität entspricht. Ist dies aber nicht der Fall und erhält er z.B. keine Einarbeitung oder Feedback, so fühlt er sich schnell „alleine gelassen“ im Alltag. Vielleicht muss er sich alle Informationen bei den Kollegen „holen“ und diese damit „nerven“. Besonders die motivierten und engagierten Kräfte können dann eine Praxis schnell wieder verlassen.

Ziel des Umgangs mit einem neuen Mitarbeiter in der ersten Zeit sollte daher sein:

  • Schnelle Einarbeitung des neuen Mitarbeiters in sein zukünftiges Arbeitsgebiet 
  • Halten des hohen Motivationslevels von Anfang an 
  • Regelmäßiger Abgleich der Erwartungen von Praxis und Mitarbeiter 
  • Schnelle Integration in das Team 
  • Störungen des Praxisablaufs so gering wie möglich halten

Unsere Tipps:

  • Mit einem strukturierten Einarbeitungskonzept sorgen Sie für klare und transparente Prozesse bei allen Beteiligten. 
  • Ein Mentor, der den Einarbeitungsprozess steuert, verschafft Ihnen als Praxisinhaber die notwendige Ruhe für Ihre Behandlungen und dient gleichzeitig als Ansprechpartner für den neuen Kollegen. 
  • Zu einer Willkommenskultur am ersten Tag gehören neben einer Begrüßungsrunde durch die Praxis und eine Vorstellung der Teamkollegen auch ein Willkommensgruß und ein erstes persönliches Gespräch mit Praxisinhaber und Mentor. 
  • Durch gezielte Informationen über die Praxisphilosophie, dem Organigramm, der Zuständigkeiten, dem Umgang mit Patienten und anderen relevanten Dingen lernt der neue Mitarbeiter die Organisation und die Praxiskultur kennen. 
  • Die notwendigen Sicherheitsunterweisungen dienen sowohl der rechtlichen Absicherung der Praxis als auch dem Schutz des Mitarbeiters. 
  • Für die Einweisung in die Geräte und das neue Arbeitsgebiet nimmt sich der Mentor ebenfalls Zeit. Er bittet den Mitarbeiter zudem um die Bedienung der Geräte, um sich davon zu überzeugen, dass der Mitarbeiter die Bedienung auch beherrscht.
  • In regelmäßigen Feedbackgesprächen in den nächsten Wochen werden die gegenseitigen Erwartungen der Praxisleitung und die des Mitarbeiters besprochen. Dabei sind die Kontrolle der Kenntnisse ebenso wichtig wie das Besprechen von Arbeitsresultaten und die Optimierung bisheriger Herausforderungen.

Mit gezielter und strukturierter Einarbeitung bestärken Sie Ihren neuen Mitarbeiter in seiner Entscheidung für Ihre Praxis, sorgen für eine Förderung des Teamgedankens und schaffen für sich als Behandler weitere Freiräume.

Gudrun Mentel, Consultant Personalentwicklung, prodent consult GmbH
16.03.2016

Der erste Eindruck zählt – oder? Strategien für erfolgreiche Personalauswahl

Gudrun Mentel zeigt Ihnen in ihrem mySymposium Seminar B07 "Die passenden Mitarbeiter finden – Tipps für erfolgreiches Recruiting in der Dentalwelt." Wege auf, wie Sie geeignete Bewerberinnen gezielt ansprechen können.

 

Mit unserer Reihe „Nachhaltige Mitarbeiterführung“ zeigen wir Ihnen in den nächsten Ausgaben Möglichkeiten auf, wie eine Zahnarztpraxis ihre Mitarbeiter erfolgreich führen kann. In diesem Artikel geht es um Strategien für effektive Vorstellungsgespräche.

Endlich ist er da: der Bewerber. Das Vorstellungsgespräch steht unmittelbar bevor. Eigentlich haben Sie jetzt gar nicht so viel Zeit, weil noch Schmerzpatienten warten. Die Bewerbungsunterlagen sind auch nicht zu finden. „Egal, fangen wir einfach mal an“, denken Sie. Schließlich ist es nicht das erste Vorstellungsgespräch, das Sie führen. Was soll schon schiefgehen?

Nonverbale Kommunikation entscheidet
Bei einem Gespräch nehmen wir viele Informationen von unserem Gegenüber wahr. Interessanterweise wirken die verbalen Signale, wie Worte oder Taten, aber nur zu 20 % auf uns. Den weitaus größeren Eindruck (zu 80 %) hinterlassen die nonverbalen Signale wie Körperhaltung, Gestik, Mimik oder Kleidung. Wie wir diese bewerten oder einordnen, wird stark von unseren bisherigen Erfahrungen und Werten beeinflusst. Wie gehen wir mit diesen Informationen um?

Ein erstes Urteil entsteht in 20 Sekunden
Der erste Eindruck, den wir von unseren Mitmenschen gewinnen, prägt nachhaltig unsere Einstellung diesem gegenüber. Informationen, die wir später wahrnehmen, werden nicht mehr in dem gleichen Gewicht wahrgenommen. Dies kann z.B. dazu führen, dass dieser erste Eindruck das gesamte weitere Interview beeinflusst. Ist uns der Bewerber z.B. unsympathisch, so kann es dazu führen, dass wir in der Folge das weitere Auftreten in der Tendenz als negativ wahrnehmen und Positives weniger stark bewerten oder gar nicht wahrnehmen (wollen). Übrigens entsteht dies auch schon beim Lesen der Bewerbungsunterlagen oder wenn uns unsere Mitarbeiter über die Bewerber berichten („Chef, der ist total nett, den müssen Sie unbedingt mal einladen“).

Ähnlichkeit macht sympathisch
Treffen wir auf Menschen, die uns ähnlich sind oder mit denen wir Gemeinsamkeiten feststellen („Sie haben auch an der Universität XY promoviert?“), so sind uns diese Personen eher sympathisch als jene, mit denen uns nicht (so) viel verbindet oder deren Verhalten sich deutlich von dem unsrigen unterscheidet. In der Folge kann dies dazu führen, dass wir z.B. sympathische Bewerber nicht auf Lücken im Lebenslauf ansprechen oder es vermeiden, ihre notwendigen Qualifikationen für diese Stelle hinterfragen.

Attraktivität = Eignung?
Die Bedeutung unserer Emotionen bei der Beurteilung von Bewerbern zeigt sich besonders beim sogenannten „Halo Effekt“: Hierbei nehmen wir von unserem Gegenüber nicht die Gesamtheit seines Auftretens wahr, sondern ein einzelnes Merkmal wird in besonderem Maße wahrgenommen. Es „überstrahlt“ damit den Gesamteindruck. Meist sind es physische Merkmale (wie z.B. Attraktivität), von denen man dann auf weitere wünschenswerte Qualifikationen der Person schließt. Ein kommunikationsstarker Bewerber wird so als auch fachlich kompetent eingestuft.

Die eigene Wahrnehmung schärfen
Emotionen spielen eine entscheidende Rolle bei der Wahrnehmung von Menschen und damit besonders bei Vorstellungsgesprächen. Mit folgenden Tipps können Sie Ihre Beurteilungen von Bewerbern optimieren und Vorstellungsgespräche effektiver gestalten.

  • Gute Vorbereitung: Nehmen Sie sich Zeit für das Studium der Bewerbungsunterlagen. Notieren Sie sich die Fragen, die Sie zu einzelnen Stationen im Lebenslauf oder zum Anschreiben haben. Damit haben Sie eine gute Richtschnur während des Interviews.
  • Ungestörter Rahmen: mit einem ausreichenden Zeitfenster und einem freundlichen Raum schaffen Sie für sich und für die Bewerber eine entspannte Atmosphäre. So können Sie ihre Wahrnehmungsfähigkeit deutlich erhöhen. 
  • Grundlage Anforderungsprofil: definieren Sie im Vorfeld möglichst exakt die Aufgaben, die die zukünftige Stelleninhaberin ausführen soll und die Kompetenzen, die hierfür nötig sind. Indem Sie hierzu konkrete Fragen stellen, erhöhen Sie die Effektivität des Interviews. 
  • Interviewleitfaden erstellen: Strukturierte Interviews erhöhen die Vergleichbarkeit verschiedener Bewerberinnen und entlasten Sie anschließend bei der Auswertung. 
  • Trennung von Beobachtung und Bewertung: notieren Sie während eines Gesprächs nur die Antworten und führen Sie erst später eine Bewertung durch. 
  • Gesprächsführung im Team: Optimalerweise führen Sie das Gespräch gemeinsam mit einer zweiten Person. So können Sie sich bei der Gesprächsführung abwechseln und sich anschließend über Ihre Eindrücke austauschen. 
  • Notizen im Gespräch: halten Sie während des Gesprächs möglichst viel schriftlich fest. Sie entlasten sich damit und können sich anschließend ein umfangreiches Bild von dem Gespräch machen. • Eindrücke festhalten: Was war mein erster Eindruck? Welche Verhaltensweisen beeindrucken mich? Warum ist mir die Person sympathisch / unsympathisch? 
  • Ergiebige Fragen stellen: Durch offene Fragen (die sogenannten W-Fragen: Warum, Wie, Wann) bewegen Sie die Bewerber dazu, eine Position zu beziehen. So erhalten Sie einen guten Einblick in ihre Erfahrungswelt. 
  • Wer fragt, der führt: haken Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben oder wenn Sie über die Hintergründe mehr wissen möchten. Damit unterstreichen Sie übrigens auch Ihr Interesse an Ihrem Gegenüber. 
  • Zuhören ist eine Kunst: Das Vorstellungsgespräch ist die zentrale Möglichkeit, einen potentiellen Mitarbeiter kennen zu lernen. Insbesondere wenn wir aber dringend einen Mitarbeiter suchen oder uns der Bewerber besonders sympathisch erscheint, neigen wir dazu, oft das Wort im Einstellungsinterview zu ergreifen und das Gespräch durch eigene Beiträge zu dominieren. Optimalerweise beschränkt man den eigenen Redeanteil auf das notwendigste und gibt dem Bewerber somit die Möglichkeit, viel von sich zu erzählen.

Das Vorstellungsgespräch ist die wichtigste Methode, Mitarbeiter auszuwählen. Mit diesen bewährten Tipps erhöhen Sie in starkem Maße die Effektivität von solchen Interviews. Sie optimieren damit das Bild, das Sie sich von der Person und seinen Qualifikationen machen. Durch gute Vorbereitung und das Bewusstsein über die eigenen Wahrnehmungsfilter können Sie Ihre Entscheidung für oder gegen einen Bewerber auf eine breite Basis stellen. Damit stellen Sie sicher, dass Sie genau die Mitarbeiter finden, die zu Ihnen, Ihrem Team und der Stelle passen. In der Folge profitieren Sie von motivierten Mitarbeitern und einer geringen Fluktuationsrate in Ihrer Praxis. Sie vermeiden damit enorme Kosten, die durch Mitarbeiterwechsel entstehen.

Carsten Schlüter, Gründer und Geschäftsführer von M:CONSULT
14.03.2016

Praxismarketing ist mehr als nur „bunte Bildchen“

Carsten Schlüter beschäftigt sich in seinem mySymposium Seminar B05 "Vom Zahnarzt zur Marke - Wie und warum sich Praxen erfolgreich positionieren." damit, wie sich Zahnärzte gezielt durch die Entwicklung einer eigenen Marke und dem konsequenten Aufbau eines professionellen Corporate Designs, erfolgreich am Markt positionieren können.

 

Noch immer fehlt es erstaunlich vielen Zahnarztpraxen selbst im Jahr 2016 an einem Marketingkonzept. Das ist fatal. Denn ein durchdachtes Marketingkonzept ist weitaus mehr als „bunte Bildchen“ und daher unverzichtbar für eine erfolgreiche Zahnarztpraxis.

Marketingkonzept
Um sich am Markt zu positionieren, sollten Zahnärzte ihre besonderen Merkmale deutlich herausarbeiten und diese dann auch durch eine professionelle Außendarstellung hervorheben. Hierzu können Sie sich eine Reihe von Fragen stellen, wie zum Beispiel: Wo liegen meine Stärken? Wo liegen die individuellen Stärken des Teams? Hinter welchen Behandlungskonzepten kann ich uneingeschränkt stehen? In welchem Marktumfeld bewege ich mich? Oder auch: Wie können Patienten auf mich und meine Leistungen aufmerksam werden? Antworten auf diese Fragen bringen Zahnärzte dem Ziel, eine wirtschaftlich erfolgreiche Praxis zu führen, viel näher. Doch nicht nur das: Nur mittels klarer Positionierung bekommen Zahnärzte nicht nur ausreichend Patienten, sondern vor allem die „richtigen“.

Marketingmaßnahmen
Denn: Sie brauchen nicht jeden Patienten. Sie brauchen die richtigen Patienten. Mit einer klaren Positionierung und einem professionellem Praxismarketing sprechen Sie genau die Patienten an, die zu Ihnen passen. Entwickeln Sie gemeinsam mit Experten der Branche Ihre individuelle Marketingstrategie und setzen Sie gezielte Maßnahmen zur Neukundengewinnung, Bekanntheitssteigerung und Patientenselektion ein.

mySymposium: Existenzgründung im Fokus

Unter dem Titel „Existenzgründung & Work-Life-Balance – geht das?“ befasst sich Fr. Dr. Nicola Witte in Ihrem mySymposium Seminar C01 u.a. auch mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In ihrem Seminar gibt es noch freie Plätze, deshalb schnell anmelden!

Dr. Jürgen Wollner, Zahnarzt
10.03.2016

Behandlungsplanung mit Hilfe der DVT-Technologie – DVT ermöglicht präzise Diagnostik und optimalen Therapieplan

Dr. Jürgen Wollner - Referent des mySymposium Seminars Nr. A16 "Behandlungsplanung mit Hilfe der DVT-Technologie - eine interaktive Präsentation."

 

Mit der Einführung der dentalen digitalen Volumentomographie (DVT) in der Zahnmedizin hat sich die Diagnose- und Behandlungssicherheit verbessert. Das gilt auch für die Endodontie, bei der die 3D-Diagnostik in ausgewählten Indikationen viele Vorteile bietet. Durch den zusätzlichen Informationsgewinn lassen sich Behandlungsplan und Therapie optimieren.

Um erfolgreich endodontisch diagnostizieren und therapieren zu können, greifen Zahnärzte auf die röntgenologische Darstellung des periapikalen Gewebes, bestenfalls durch die Aufnahme aus unterschiedlichen Aufnahmewinkeln, zurück. Bei Einzelaufnahmen hat sich die Aufnahme vom Apex in der Paralleltechnik bewährt, was gerade im Bereich der Oberkiefermolaren anatomiebedingt nicht immer möglich ist. Deshalb profitiert von der DVT-Röntgentechnik insbesondere die bildgebende Diagnostik in der endodontischen Behandlung: Das DVT bildet im Gegensatz zur herkömmlichen zweidimensionalen intraoralen Einzelzahnaufnahme winkel- und maßstabsgetreu alle röntgendichten Strukturen in einem aufzunehmenden Volumen ab und macht die (auch kleinsten) anatomischen Strukturen in allen drei Raumebenen beurteilbar. Damit kommt es nicht zu Überlagerungen von Strukturen. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass die Größe einer apikalen Läsion in der konventionellen Röntgentechnik oftmals unterschätzt wird und auf den spongiösen Knochen begrenzte Läsionen nur schwer zu diagnostizieren sind [1,2,3].

Präzisere Diagnostik beeinflusst Behandlungserfolg
Wenn die DVT das Vorhandensein und die Lokalisation von periapikalen Veränderungen und Wurzelresorptionen aber genauer und früher identifizieren lässt als die standardmäßige Filmaufnahme oder die Panoramaschichtaufnahme (eine periapikale Knochendestruktion in Verbindung mit einer endodontischen Infektion kann mit Hilfe der DVT diagnostiziert werden, noch bevor dies auf einer Zahnfilmaufnahme erkennbar ist [4]), dann hat das natürlich unmittelbaren Einfluss auf den Therapieerfolg der Behandlung. Das gilt gleichermaßen für z. B. die Detektion der Anzahl der Wurzelkanäle, von Seitenkanälen, zusätzlichen Wurzeln, Dentikeln und Wurzelfrakturen oder für Fragen der apikalen Mikrochirurgie, wie die genaue Beurteilung der komplexen anatomischen Verhältnisse (hier bspw. die Relation eines Zahnes zur Nebenhöhle des Oberkiefers oder zu Mandibularkanal und Foramen mentale im Unterkiefer). Auch liefert die DVT im Vergleich zum konventionellen Röntgenbild zusätzliche relevante Informationen über die Lokalisierung und Beschaffenheit einer Wurzelresorption; resorptive interne Wurzeldefekte, die die externe Wurzeloberfläche perforieren, sind z. B. nur selten mit konventioneller Röntgentechnik feststellbar [5]. Bei Schmerzfällen mit negativen röntgenologischen Befunden in der zweidimensionalen Einzelzahnaufnahme bietet die DVT-Aufnahme in der Diagnostik ebenfalls einen wertvollen Informationsgewinn (Abb. 1 und 2).

Allen Informationen, die einer präziseren 3D-Diagnostik entspringen, ist gemeinsam, dass sie die Behandlungsplanung und damit die therapeutischen Maßnahmen und Techniken verändern, die im Laufe des nicht-chirurgischen oder chirurgischen endodontischen Vorgehens zum Einsatz kommen. Und das betrifft nicht nur intraoperative Komplikationen wie Perforationen und Kalzifikationen. Eine interessante Untersuchung von Mota de Almeida et al. (2014) zeigte die signifikante Auswirkung der DVT-Aufnahme auf die Therapieentscheidung [6]: In 54 % der Fälle wurden die Therapiepläne nach der dreidimensionalen Bildgebung geändert. Diese Erfahrung, wie eine DVT-Aufnahme eine Therapieplanung beeinflusst, erleben Teilnehmer immer wieder im Rahmen meiner Referententätigkeit mittels interaktiver Präsentation (Abb. 3 bis 6).

Nutzenabwägung bestimmt Indikation
Trotz aller diagnostischen Vorteile und der Überwindung der Limitationen konventionellen Röntgens muss die Indikation zur DVT streng gestellt werden, denn auch hier gelten wie bei der konventionellen Röntgentechnik zum einen § 23 der Röntgenverordnung mit der Festlegung der rechtfertigenden Indikation, zum anderen das ALARA-Prinzip (as low as reasonable achievable). Da die dreidimensionale Aufnahme mit einer erhöhten Strahlenbelastung einhergeht, muss der Behandler beim Einsatz des DVT zwischen dem Vorteil des erhöhten diagnostischen und therapeutischen Nutzens und des Risikos der höheren Strahlenbelastung für den Patienten sorgsam abwägen. Die DVT-Technologie sollte dann eingesetzt werden, wenn die konventionellen bildgebenden Systeme keinen adäquaten Informationsgehalt liefern. Ein Review zu 112 Studien mit DVT-Anwendung in den Bereichen Diagnose, Behandlungsplanung und Outcome konnte zeigen, dass die zweidimensionale Aufnahme zwar die bildgebende Technik für das Management endodontischer Erkrankungen ist, die DVT jedoch die bessere Aussagekraft und Zuverlässigkeit zu haben scheint [7].

Fazit
Das periapikale Röntgenbild ist in der Endodontie die Technik der Wahl. Studien und eigene Erfahrungen zeigen, dass zur Überwindung der Limitationen des konventionellen Röntgens die DVT-Aufnahme ein effizientes diagnostisches Mittel ist und indiktionsabhängig deutliche Vorteile gegenüber der zweidimensionalen Bildgebung bietet. Sie hat aus meiner Sicht aufgrund der dargestellten Möglichkeiten das Potential, die erste Wahl der bildgebenden Diagnostik in der Endodontie zu werden, besonders wenn neue Scanner mit noch niedrigerer Strahlenbelastung erhältlich sein werden.

Weitere ausführliche Details erfahren Sie direkt vom Referenten Dr. Jürgen Wollner in seinem von J. Morita unterstützten mySymposium-Seminar (A16): „Behandlungsplanung mit Hilfe der DVT-Technologie – eine Interaktive Präsentation“

Literatur
1. Marmary Y, Koter T, Heling I: The effect of periapical rarefying osteitis on cortical and cancellous bone. A study comparing conventional radiographs with computed tomography. Dentomaxillofac Radiol 1999; 28 (5): 267-271
2. Lee S-J, Messer HH: Radiographic appearance of artificially prepared periapical lesions confined to cancellous bone. Int Endod J 1986; 19 (2): 64-72
3. Wallace JA, Nair MK, Colaco MF, Kapa SF: A comparative evaluation of the diagnostic efficacy of film and digital sensors for detection of simulated periapical lesions. Oral Surg Oral Med Oral Pathol Oral Radiol Endod 2001; 92 (1): 93-97
4. Patel S, Durack C: Cone Beam Computed Tomography in Endodontics. Braz Dent J 2012; 23 (3): 179-191
5. Bhuva B, Barnes JJ, Patel S: The use of limited cone beam computed tomography in the diagnosis and management of a case of perforating internal root resorption. Int Endod J. 2011; 44 (8): 777-786
6. Mota de Almeida FJ, Knutsson K, Flygare L: The effect of cone beam CT (CBCT) on therapeutic decision-making in endodontics. Dentomaxillofac Radiol. 2014; 43 (4): 1-8
7. Venskutonis T, Plotino G, Juodzbalys G, Mickevičiené L: The importance of cone-beam computed tomography in the management of endodontic problems: a review of the literature. J Endod. 2014; 40: 1895-1901

Abbildungen

Abb. 1: Zahnfilm eines 55-jährigen Patienten mit persistierenden Beschwerden an Zahn 44. Endodontische Behandlung vom Überweiser. Zahn perkussionsempfindlich, keine Lockerung, Sondierungstiefen 2 mm.

 

 

Abb. 2a und 2b: DVT-Aufnahme der Situation aus Abb. 1: In der axialen und koronalen Schnittebene ist ein nicht behandelter Kanal sichtbar.

 

Abb. 3: Zahnfilm eines 45-jährigen Patienten mit leichten, unregelmäßig diffusen Beschwerden im OK rechts, Perkussion 14-17 negativ, Vitalität 14-17 schwach positiv, Sondierungstiefen 2mm, keine Lockerung, Füllungen 16, 17 ohne Befund.

 

Abb. 4: Angegebene Therapieplanung von Fortbildungsteilnehmern auf Grundlage der Klinik und der Einzelaufnahme aus Abb. 3.

 

 

Abb. 5a und 5b: DVT-Aufnahme der Situation aus Abb. 3.

 

Abb. 6: Therapieentscheidung der Teilnehmer nach Beurteilung der DVT-Aufnahme.

8.3.2016

Freuen Sie sich auf die Band der Pluranight: die StreetLIVE Familiy

Get the party started! Erleben Sie mit der StreetLIVE Family einen unvergesslichen Abend voller guter Laune und Stimmung. Die Ausnahme-Musiker und -Sänger haben eine Repertoire von über 200 Songs – von aktuellen Chart-Hits bis zu den Klassikern aus Pop, Rock, Funk, Soul und Reggae – die sie unübertroffen interpretieren.

Die Mission dieser Band zur Pluranight auf dem Pluradent Symposium lautet: „Wir sind erst dann zufrieden, wenn wir unser Publikum mit unserer Energie und Spaß an der Musik anstecken!“. Seien Sie gespannt auf diesen außergewöhnlichen musikalische Leckerbissen.

The StreetLIVE Family

8.3.2016

Stars hautnah erleben:
Vintage Vegas – Swing meets Pop

Las Vegas – kaum eine Stadt auf dieser Welt polarisiert so wie diese und wird mit Glitter, Glamour, Geld und natürlich mit Frank Sinatra in Verbindung gebracht. Begeistert vom alten Lifestyle und auf der Idee  basierend, ein modernes Rat Pack zu gründen, um Pop-Hits in ein cooles Swing-Gewand zu verpacken, entstand die Band Vintage Vegas – unser Star-Highlight der Pluranight.

Zentrale Figur ist der smarte italienische Sänger Giovanni Zarrella, welcher auf knapp 5 Millionen verkaufte Platten  zurückblicken kann und dieselbe Liebe zum Swing im Herzen trägt, wie seine italienischen Helden Dean Martin und Frank Sinatra. Flankiert wird er von Tom Marks, der als ausgebildeter Pianist & Sänger seit Jahren auch für andere Künstler komponiert und produziert sowie Inan Lima, dem sympathischen Brasilianer, der nicht nur ein leidenschaftlicher Sänger und Percussionist ist, sondern auch schon mit Größen wie Joe Cocker, Zucchero, Shakira und Jennifer Lopez auf der Bühne stand.

Freuen Sie sich darauf, diese Stars hautnah bei der Pluranight zu erleben. Und ganz nebenbei: Freuen Sie sich auch auf das zweite (deutschsprachige) Album von Vintage Vegas – es erscheint im Mai.

Vintage Vegas

07.03.2016

EDV Infrastruktur in der digitalen Zahnarztpraxis

Carsten Smollich präsentiert in seinem mySymposium Seminar A06 "Digitales Datenmanagement in der vernetzten Zahnheilkunde – von der Einzelpraxis bis zur standortübergreifenden Praxisstruktur." die technologischen Herausforderungen als auch Chancen der Digitalisierung aus Sicht des vernetzten Datenmanagements.

Lesen Sie im folgenden seinen Artikel aus der Pluradent Inside, der zur IDS 2015 erschienen ist.

Wer die Vorteile digitaler Medizintechnik und moderner Managementtools nutzen möchte, benötigt ein Computernetzwerk. Doch wie muss ein Computernetzwerk aufgebaut sein, um den Anforderungen der digitalen Praxis und des virtuellen Patienten gerecht zu werden?

Das Kreislaufsystem:
Vernetzung Betrachten wir die Anforderungen einer Praxis oder eines Labors: Wir benötigen ein Netzwerk auf dem mehrere Software­anwendungen wie Praxisverwaltungssoftware, Röntgensoftware, Sterilisationsdokumentation sowie verschiedene Geräte, wie intraorale Kameras und Scanner, Röntgen, CAD/CAM-Systeme, parallel Daten austauschen. Hierbei empfiehlt sich, kabelgebunden zu vernetzen Die notwendige Verkabelung ist eine Investition für viele Jahre und sollte den aktuell höchstwertigsten Leistungsstandards entsprechen. Die benötigte Bandbreite steigt permanent. Das Datenvolumen eines 3D Röntgengerätes im Vergleich zum klassischen digitalen 2D Röntgen ist beispielsweise etwa um den Faktor 100 höher.

Das Herz: Server
Eine hochwertige Verkabelung sorgt für die adäquate Verteilung der Daten. Auf dem Server befinden sich sämtliche erforderliche Daten, wie Patienten-Stammdaten, Termine, Diagnose- und Befunddaten, Abrechnungsdaten sowie allgemeine Korrespondenz. Damit diese stets verfügbar sind, wird Folgendes benötigt:

  • Festplatten, die ständig angeforderte Daten zuverlässig und schnell liefern. Für die Betriebsdauer eines Serversystems sollten unbedingt Redundanzen vorhanden sein, so dass auch bei Ausfall einer Festplatte das System weiter läuft. Erreicht wird dies durch RAID-Systeme. Hierbei handelt es sich um mehrere Festplatten, die miteinander verbunden sind und so vor einem Datenverlust schützen 
  • Prozessoren, die für schnelles und fehlerfreies Multitasking optimiert sind. Dabei sind Server-Prozessoren den Prozessoren für Standard PC deutlich überlegen 
  • Datensicherungslaufwerke und professionelle Software 
  • Redundante Netzteile – das sind mehrere Netzteile, die miteinander verbunden sind und so vor Datenverlust schützen sollen. Netzteile gehören neben Festplatten zu den sensibleren Komponenten und müssen deshalb ebenfalls redundant vorhanden sein 
  • Arbeitsspeicher, die über ein integriertes Fehlererkennungs- und Behebungssystem verfügen 
  • Server Mainboards, die neben den Standardleistungen auch diverse Diagnosesensoren und Wartungsschnittstellen (Fernwartung) bieten

Die Organe: Arbeitsstationen
In der Praxis geht es zunächst darum, die tägliche Arbeit zuverlässig, schnell und vor allem störungsfrei abzuwickeln. Ausnahmen bilden aber Spezialanwendungen, wie DVT, CAD/CAM und 3D Rekonstruktionen sowie die Anbindung von Medizintechnik. Hier kommt es auf die individuell im PC verwendeten Bauteile an und eine störungsfreie Funktion kann nur mit ausgewählten Komponenten gewährleistet werden. Genauso wichtig: Medizinprodukte unterliegen dem Medizin-Produkte-Gesetz (MPG) und dürfen nicht an einen herkömmlichen PC angeschlossen werden. Benötigt werden speziell für den Patientenschutz entwickelte und zertifizierte Medical-PC. Bei der Auswahl geeigneter Peripherie, wie Drucker, Monitore, Dokumenten-Scanner, Tastaturen, sind unzählige Modelle verfügbar. Hierbei müssen Drucker in der Lage sein, Kleinformulare zu drucken. Einige Software-Anwendungen benötigen eine spezielle Druckersprache (Treiber), Tintenstrahl-Drucker eigenen sich nur für das gelegentliche Ausdrucken von Fotos. Digitale Röntgendiagnostik setzt einen nach der Röntgenverordnung (RÖV) geeigneten Monitor in der Praxis voraus, der regelmäßig geprüft wird. Monitore, die in der Nähe des Patienten montiert werden, müssen über ein MPG-taugliches Netzteil betrieben werden und sollten aus Hygienegründen über eine Glasabdeckung verfügen.

Die Außenwelt: E-Mail, Internet und Heimarbeit
Da Zahnärzte mit hochsensiblen Daten arbeiten und die wirtschaftliche Existenz unter anderem auch von einem funktionierenden Netzwerk abhängt, muss die Sicherheit der Daten und des Systems an erster Stelle stehen. Eine professionelle Hard- und Software ist dabei unerlässlich. Der Unfallschutz: Datensicherung Es kann jedem passieren: Einbruch, Feuer, Fehlbedienungen, destruktive Software, wie zum Beispiel Viren und Trojaner, Systemversagen. Daher ist Datensicherung in der Praxis besonders wichtig. Ein Datensicherungskonzept muss folgendes berücksichtigen:

  • die Sicherung umfasst alle erforderlichen Daten 
  • die Sicherung muss täglich auf geeigneten, robusten Medien erfolgen 
  • Medien werden täglich gewechselt. Es werden mindestens fünf Medien eingesetzt 
  • mindestens ein Medium pro Woche wird extern, also außerhalb der Praxis gelagert. Nur so haben Sie auch bei Feuer oder Diebstahl noch Zugriff auf eine aktuelle Datensicherung, ohne sie zurückkaufen zu müssen 
  • Sicherungssoftware meldet Fehler automatisch und protokolliert diese 
  • in regelmäßigen Abständen wird eine Überprüfung der Datensicherung durchgeführt 
  • es gibt explizit einen Verantwortlichen, der für die Datensicherung und alle Abläufe in der Praxis zuständig ist

Das Gehirn: Sie
Der Weg in die digitale Zukunft 3.0, zum virtuellen Patienten und (vermeintlich) grenzenloser Kommunikation und Flexibilität muss, bei allen technischen Möglichkeiten, verantwortungsvoll gesteuert werden. Dazu ist fundiertes Wissen unverzichtbar. Der Dentalfachhandel berät Sie hierzu konzeptionell zu möglichen IT-Lösungen, analysiert detailliert den individuellen Bedarf und erstellt verständliche und aussagekräftige Planungsunterlagen.

Der Countdown läuft!

Bald startet das diesjährige Pluradent Symposium. Uwe Jerathe (Vorstand) und Lars Berger (Vertriebsleiter Deutschland) erzählen über Ideen, Erwartungen und Inhalte.

 

Steigende Vorfreude auch bei unserer Referentin Dr. Susanne Klein und Bereichsleiter Marketing Markus Pein (verantwortlich für die Organisation des Symposiums).

     

Dr. Frank Münter, Zahnarzt und Zahntechniker
24.2.2016

Interview mit Herrn Dr. Frank Münter

Dr. Frank Münter - Referent des mySymposium Seminars Nr. A02 "Elektronische Gelenkraumvermessung und Bewegungsanalyse im Rahmen der Funktionsdiagnostik."

 

Herr Dr. Münter Sie bieten Ihren Patienten in Ihrer Praxis funktionsdiagnostische Leistungen an. Was hat Sie bewogen sich auf dieses Thema zu spezialisieren?

Sicherlich gibt es hier mehrere Gründe die mich motiviert haben, jedoch ist mein Hauptmotiv die ganzheitliche Betrachtungsweise des Patienten. Der Mensch besteht aus mehr als nur aus Zähnen. Auch wenn wir uns als Zahnärzte auf die Behandlung des oralen Felds spezialisiert haben, so kommen die Patienten mit Krankheitsbildern zu uns, deren Ursache sich nicht zwingend auf diesen Bereich beschränken und das mit zunehmender Tendenz.

Wie habe ich das zu verstehen, sprechen Sie hier von dem Krankheitsbild CMD?

Lassen wir einmal den viel strapazierten Terminus beiseite. Die Patienten kommen mit Zahnproblemen in meine Praxis und nur wenige haben von CMD je gehört. Im Gespräch erfahre ich über die Zahnbeschwerden hinaus sehr viel mehr über das soziale Umfeld und allgemeine Gesundheitsbeschwerden, wie Nackenschmerzen, Ohrgeräuschen oder ähnliches. Alle Informationen, in der Anamnese zusammengefasst, ergänzen sehr wertvoll das Krankheitsbild, das ich im Mund des Patienten vorfinde. Hier weiß ich, dass prothetische Maßnahmen zunächst sekundär sind und erst die Ursache der Allgemeinbeschwerden behandelt werden muss. Dies fordert uns nicht alleine als Zahnärzte, sondern auch als Mediziner, wenn wir uns nicht dem Vorwurf der reinen Symptombehandlung aussetzen wollen.

Ist das nicht zu sehr ein Eingriff in die Allgemeinmedizin?

Nein das sehe ich differenzierter. Auch wenn sich die Medizin in human- und zahnmedizinische Fachgebiete aufteilt, was keinesfalls in Frage gestellt wird, so hat jeder Facharzt die Aufgabe, den Patienten über sein Fachgebiet hinaus als Menschen zu betrachten, dessen Gesundheitsbeschwerden nicht immer in „Schubladen“ passt.

Bedeutet das denn umgekehrt, dass Sie auch Patienten aus dem humanmedizinischen Bereich überwiesen bekommen?

In der Tat stellt sich das so dar. Ich habe inzwischen ein Überweisernetz, das von Orthopäden über Allgemeinmediziner bis hin zu Hals-Nasen-Ohrenärzten reicht. Hier arbeiten meine humanmedizinischen Kollegen und ich fachübergreifend erfolgreich zusammen. Nicht selten haben die Patienten eine jahrelange Odyssee durch die verschiedensten Fachbereiche hinter sich, bevor sie an Kollegen empfohlen werden die fachübergreifend behandeln.

Bevor wir zu sehr in die Allgemeinmedizin abdriften, lassen Sie uns zu ihrem zahnärztlichen Fachbereich zurückkommen. Sie behandeln Patienten mit Zahn- und Kiefergelenksbeschwerden.

Damit ich nicht missverstanden werde, ich behandle nicht nur Schmerzpatienten. Nicht jeder klagt über Beschwerden. Häufig erhalte ich durch Veränderungen, wie z.B. Substanzverlust der Zahnstrukturen oder auffällige Gelenkgeräusche, Anhaltspunkte die es nahelegen, eine klinische Funktionsanalyse durchzuführen. Es bringt weder dem Patienten noch mir als Zahnarzt Spaß, wenn die prothetische Arbeit vielleicht in einem halben Jahr zu schmerzhaften Symptomen oder sogar zum Abplatzen der keramischen Versorgung führt und das nur aufgrund unerkannter Fehlstellungen oder unphysiologischer Bisslage.

Verstehe ich das richtig, dass Sie Prävention betreiben?

Den Patienten behandeln wir nur funktionsdiagnostisch, wenn Verdachtsmomente eine solche Therapie indizieren. Hier kann also nicht von einer präventiven Maßnahme als solches die Rede sein. Umgekehrt schützt die indizierte Therapie vor voreilig erstelltem Zahnersatz und das sowohl den Patienten als auch den Behandler.

Können Sie das näher erläutern, wie ich diesen „Schutz“ in der Funktionsdiagnostik zu verstehen habe?

Die prothetische Versorgung eines Zahnes geht immer auch mit Verlust gesunder Zahnsubstanz einher. Dieses hat jeder Behandler im Blick. Der Patient hat zusätzlich die für Ihn als hoch empfundenen Kosten im Fokus. Was glauben Sie, wie sich das Vertrauensverhältnis entwickelt, wenn sich nach der Versorgung herausstellt, dass nachträglich auftretende Beschwerden eine andere Ursache haben und eine Prothetik so nicht erforderlich oder anders auszuführen gewesen wäre? Oder wenn, zum Beispiel, die Keramik durch hohe Kaukräfte frakturiert? Ich möchte hier kein worst case – Szenario heraufbeschwören aber hier schützt die Funktionsdiagnostik den Patienten genauso wie den Behandler.

Ich verstehe, hier kommen medizinische und wirtschaftliche Aspekte zusammen.

Ja selbstverständlich. Wenn der Zahnersatz aus medizinischer Sicht einwandfrei ist und die erforderliche funktionsdiagnostische Therapie dazu führt, dass ich an der Laborarbeit im Patientenmund nahezu keine Korrekturen vornehmen muss, kann ich sowohl als Zahnmediziner als auch als Praxisbetreiber zufrieden sein. Das trifft natürlich auf das Labor gleichermaßen zu.

Herr Dr. Münter ist Praxisbetreiber in Siegen und seit mehr als 15 Jahren Referent für instrumentelle Funktionsdiagnostik.

Gudrun Mentel, Consultant Personalentwicklung, prodent consult GmbH
15.12.2015

Zufriedene Mitarbeiter stärken die Arbeitgebermarke

Gudrun Mentel - Referentin des mySymposium Seminars Nr. B07 "Die passenden Mitarbeiterinnen finden – Tipps für erfolgreiches Recruiting in der Dentalwelt."

 

Wie bindet man nach einem erfolgreichen Recruiting seine Mitarbeiterinnen langfristig? Hierfür gibt es viele Möglichkeiten, die internen Kunden einer Zahnarztpraxis mit entsprechenden Zielen, Werten und Strukturen dauerhaft zu motivieren.

Praxis - Team - Aufgabe - Chef: alles bindet

Erfolgreiche Praxen binden ihre Mitarbeiterinnen durch klare und eindeutige Kommunikation auf unterschiedlichen Ebenen. Steht zum Beispiel die Praxis selbst im Vordergrund, so sind diese stolz, Teil der „Praxis Dr. XY“ zu sein. Sie identifizieren sich mit ihrer Praxis und bejahen dabei die Werte und Philosophie der Praxis uneingeschränkt. Mit ihrer Begeisterung stecken sie die Kolleginnen an. Teil des Praxisteams zu sein und sich deshalb schon sonntags auf das Team am Montag zu freuen – in diesem Fall ist die Teambindung sehr stark. Die Zugehörigkeit zum Team vermittelt Stärke und Orientierung. Oder spielt die Aufgabe selbst eine große Rolle bei der Bindung an die Praxis? Wichtig ist hierbei, dass die Aufgabe als eindeutig und damit als erfüllend angesehen werden kann. Eine zentrale Rolle in Zahnarztpraxen spielt immer die Beziehung zum Chef oder zur Chefin. Dient er / sie als Orientierung und sind Mitarbeiterinnen stolz, bei ihm/ihr zu arbeiten, empfinden sie auch anstrengende Praxisabläufe nicht als stressig.

Investiert die Praxisleitung dagegen wenig bis gar nicht in klare und eindeutige Kommunikation und Feedback, so treten die Kehrseiten der einzelnen Ebenen hervor. Blindes Vertrauen und unreflektiertes Handeln verhindern mitdenkende und proaktive Mitarbeit. Ist die Zugehörigkeit zum Team stärker als die Bindung zur Praxis, besteht die Gefahr, dass nicht nur einzelne, sondern gleich mehrere Angestellte die Praxis verlassen und zum Mitbewerber wechseln. Auch wenn Mitarbeiterinnen motiviert und gut ausgebildet sind - erhalten sie über einen längeren Zeitraum unklare oder widersprüchliche Anweisungen, so erfolgt die innere Kündigung, die sich durch Dienst nach Vorschrift ausdrückt und in erhöhter Wechselbereitschaft enden kann. Dies kann ebenso durch mangelnde und nicht wertschätzende Kommunikation durch den Behandler bzw. die Behandlerin ausgelöst werden. Viele Mitarbeiterinnen verlassen aufgrund von Verständnisproblemen mit dem Vorgesetzten ihre Praxis. Unserer Erfahrung nach ist dies der Hauptbeweggrund bei Eigenkündigungen.

Kommunikation – die Nummer 1 in Sachen Motivation

Es gibt vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten, mit denen einzelne Mitarbeiterinnen oder das ganze Team ziel- und werteorientiert motiviert werden können. Nach unseren Erfahrungen eignen sich die folgenden Instrumente in besonderem Maße:

Konkretes Feedback ermöglicht Veränderungen

Regelmäßiges und vor allem konkretes Feedback versetzt Ihre Mitarbeiterinnen in die Lage, ihr Verhalten zu reflektieren und anzupassen. In regelmäßigen Gesprächen können die gegenseitigen Erwartungen besprochen und kurz- wie langfristige Ziele vereinbart werden.

Tipp: Nur mit der reinen Feststellung, dass Sie ein bestimmtes Verhalten nicht wünschen, kann eine Mitarbeiterin ihr Verhalten nicht konkret dahingehend ändern, wie Sie es möchten. Beschreiben Sie daher ganz genau das Verhalten, das Sie von Ihrer Mitarbeiterin erwarten.

Offenheit sorgt für Einsichten

Analysieren Sie konkret die Veränderungsbereitschaft ihrer Mitarbeiterin. Warum war sie nicht in der Lage, diese Aufgabe zu erfüllen? Konnte sie die Aufgabe vielleicht nicht schaffen, weil z.B. widersprüchliche Anweisungen verschiedener Behandler bzw. Behandlerinnen sie davon abgehalten haben? Konnte sie nicht, weil ihr z.B. die notwendigen Kompetenzen fehlten? Oder wollte sie die Aufgabe nicht erfüllen, weil ihr womöglich die Motivation fehlte? Je klarer Sie die Ursachen besprechen und gemeinsam Prozesse optimieren, desto eindeutiger und authentischer werden Sie als Arbeitgeber wahrgenommen. So können sich ihre Mitarbeiterinnen an der Verbesserung der Abläufe beteiligen und sich gleichzeitig mit der Praxis identifizieren.

Kommunikation schafft Verbundenheit

Sie als Praxisinhaber/Praxisinhaberin bestimmen Umfang und Art der Leistungen der Praxis. Zur Umsetzung dieser Leistungen benötigen Sie informierte und engagierte Mitarbeiterinnen. Daher versorgen Sie ihr Personal stets und rechtzeitig mit den notwendigen Informationen. Teamsitzungen schaffen die Möglichkeit, Informationen auszutauschen und über Änderungen zu berichten. Bei der Einführung eines Qualitätsmanagements ist es sinnvoll, das gesamte Team mit einzubeziehen. So schaffen Sie eine hohe Identifikation Ihres Personals und die Akzeptanz von notwendigen Änderungen. Gleichzeitig gewinnen Sie mehr Zeit für das Wesentliche.

Individuelle Anreize binden länger

Ein dauerhaft hohes Gehaltsniveau führt langfristig nicht zur Motivation und Bindung von gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen. Viel effektiver ist ein Gesamtpaket monetärer und nicht-monetärer Bindungssysteme, welches sich nach den Lebensphasen einer Mitarbeiterin richtet. Für langjährige Beschäftigte ist ein zusätzlicher Urlaubstag attraktiv – während sich die jüngere Mitarbeiterin über eine Freistellung zu einer Weiterbildung freut. Die junge Mutter ist froh, wenn sie nach Geburt mit geringerer Stundenzahl – dafür vielleicht aber früher als geplant – wieder einsteigen kann.

Mit relativ einfachen und individuellen Möglichkeiten erhöhen Sie die Motivation und damit die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiterinnen. Darüber hinaus sorgt ein reibungsloser Ablauf durch eine engagierte und umsichtige Führung für größere Freiräume auch bei Ihnen als Praxisinhaber/-in.

Gudrun Mentel, Consultant Personalentwicklung, prodent consult GmbH
10.12.2015

Arbeitgeberattraktivität planen – passende Mitarbeiterinnen gewinnen

Gudrun Mentel - Referentin des mySymposium Seminars Nr. B07 "Die passenden Mitarbeiterinnen finden – Tipps für erfolgreiches Recruiting in der Dentalwelt."

 

Motivierte Mitarbeiter/-innen sind zum zentralen Wettbewerbsvorteil geworden. Der steigende Fachkräftemangel rückt die Bedingungen von erfolgreichem Recruiting und langfristiger Mitarbeiterbindung immer mehr ins Blickfeld. Mit gezielten Strategien kann eine Zahnarztpraxis ihre Attraktivität als potentieller Arbeitgeber deutlich erhöhen.

Individualität zahlt sich aus

Für eine erfolgreiche Suche nach passenden Bewerberinnen ist es hilfreich, sich der Besonderheiten der eigenen Praxis bewusst zu werden. Je klarer das individuelle Profil einer Zahnarztpraxis als Arbeitgeber erkennbar wird, desto eher können die passenden Bewerberinnen angesprochen werden. Diese Fragen helfen dabei:

• Warum sollte sich eine qualifizierte und motivierte Arbeitnehmerin bei uns bewerben?
• Was unterscheidet uns von unseren Mitbewerbern?

Damit erleichtern Sie den potenziellen Mitarbeiterinnen die für sie entscheidenden Fragen zu beantworten:
• Welchen Nutzen habe ich von dieser Stelle?
• Wo ist der Unterschied zu anderen Praxen?

Klarheit weckt Interesse

Bewerberinnen finden gegenwärtig eine große Anzahl an Anzeigen in den einschlägigen Portalen vor, die meist recht ähnlich aufgebaut sind. Oft ist der Informationsgehalt zu der konkreten Stelle und der Praxis sehr gering. Machen Sie es den Bewerberinnen leicht, auf Ihre Anzeige aufmerksam zu werden und sich schnell einen Überblick über die Stelle zu verschaffen.

Tipp: Positionieren Sie bereits in der Überschrift die Tätigkeit, den Ort Ihrer Praxis und eine Besonderheit dieser Stelle. Stellen Sie die Bedürfnisse der Bewerberin in den Mittelpunkt: neben den Aufgaben und Anforderungen der Stelle zeigen Sie auf, warum es sich lohnt, genau in Ihrer Praxis zu arbeiten. Beschreiben Sie die Aufgaben und das Praxisgeschehen möglichst detailliert. Mit welchen Behandlungsmethoden arbeiten Sie? Welche Vergütungsvarianten bieten Sie an? Haben Sie eventuell Bewertungen bei Arbeitgeberportalen erhalten? Veranstalten Sie Charity-Aktionen? Mit solch vielseitigen Informationen wecken Sie das Interesse von engagierten Bewerberinnen.

Offenheit schafft Vertrauen

Nur wer weiß, was er genau sucht, wird genau das auch finden. Mit Hilfe eines Anforderungsprofils definieren Sie exakt die Aufgaben und Befugnisse, die zu dieser Stelle gehören. Hat die Praxismanagerin z.B. Weisungsbefugnisse gegenüber allen Mitarbeiterinnen? Dies kann im Vorstellungsgespräch ein wichtiger Gesprächspunkt für Ihre Bewerberin sein, da sie wissen möchte, wie konkret die „Sandwichposition“ in Ihrer Praxis gelebt wird. Neben den fachlichen sind es vor allem die sozialen Kompetenzen, die über den beruflichen Handlungserfolg einer Mitarbeiterin und damit über den unternehmerischen Erfolg der Praxis entscheiden. Definieren Sie diese Kompetenzen so exakt wie möglich: Ist Ihnen Teamfähigkeit wichtig? Was heißt das konkret für Sie? Woran messen Sie den Erfolg?

Tipp: Nennen Sie diese Aspekte in der Anzeige und greifen Sie sie im Vorstellungsgespräch auf. Bewerberinnen wissen damit klar, ob sie die Ansprüche Ihrer Praxis erfüllen und können sich bewusst für oder gegen die Tätigkeit bei Ihnen entscheiden. Sie als Praxisinhaberin erkennen früh, ob diese potentielle Mitarbeiterin in Ihr Team passt und den Anforderungen auch langfristig gewachsen ist. Nur mit klarem Soll-Profil und gezielten Fragen erreichen Sie eine hohe Passgenauigkeit zwischen Stelle und Bewerberin und verhindern so hohe Fluktuationsraten, die mit Kosten und Frustrationen auf beiden Seiten verbunden sind.

Emotionen binden

Ein Link in der Stellenanzeige zu Ihrer Praxiswebseite ist selbstverständlich: Wenn Sie schon das Interesse von Bewerberinnen geweckt haben und diese sind auf Ihrer Internetseite gelandet – herzlichen Glückwunsch! Ihre Praxiswebseite ist die zentrale Visitenkarte gegenüber Patienten und potenziellen Mitarbeiterinnen. Regelmäßige Berichte und vor allem Fotos über Neuerungen im Behandlungsbereich oder der Vorstellung von neuen Mitarbeiterinnen haben nicht nur einen hohen Informationsgehalt, sondern schaffen auch eine emotionale Verbundenheit mit Ihrer Praxis. Idealerweise haben Sie einen Karriereteil. Neben offenen Stellenangeboten berichten Sie hier über die Besonderheiten Ihrer Praxis als Arbeitgeber. Schreiben Sie über Fortbildungserfolge von Mitarbeiterinnen und Behandlerinnen. Die Vorstellung des gesamten Teams mit Fotos und kurzer Darstellung der jeweiligen Aufgaben runden das Bild ab.

Tipp: Vielleicht möchten Sie auch kurze Filme zeigen, die Ihre Mitarbeiter/-innen im Praxisalltag zeigen? Nicht nur für junge Bewerberinnen ist dies eine ideale Möglichkeit, den Spirit des Teams und die Praxisräume unverbindlich kennenzulernen.

Gestalten Sie den Wandel vom Arbeitgebermarkt zum Bewerbermarkt aktiv, indem Sie die Attraktivität Ihrer Praxis als Arbeitgeber steigern. Mit geringem Aufwand können Sie die Zahl der passenden Bewerberinnen erhöhen und legen damit die Basis für eine motivierte und engagierte Mitarbeit Ihres Personals.

Dr. Susanne Klein
02.12.2015

Selbstmanagement: Tun Sie, was Sie können – aber nicht mehr

Dr. Susanne Klein - Referentin des mySymposium Seminars Nr. B03 "Mit Feedback Mitarbeiter nach vorne bringen."

 

Tausend Dinge, an die Sie denken müssen. Jeden Tag. Immer wieder. Lange Listen zum Abarbeiten. Und es scheint nicht aufzuhören. In den ersten Jahren gibt es zum Beruf und Hobby Praxis kaum eine Alternative. Alles will durchdacht und entschieden werden. Jeder Abend ist ein langer Praxisabend und auch das Wochenende gehört der Praxis. Partnerschaft? Familie? Entspannung? sind erst einmal Fehlanzeige, wenn es nicht gelingt, sich abzugrenzen und sich zu fokussieren.

Leichter gesagt als getan. Gerade am Anfang versuchen junge Zahnärzte alle Fäden in der Hand zu behalten. In der eigenen Praxis möchte man am liebsten doch alles selbst entwickeln und entscheiden. Oft dauert es ein Jahr, bis man verstanden hat, welche Aufgabe ein Praxisalltag genau mit sich bringt und manchmal ein weiteres Jahr, bis eine gute Entscheidung dazu getroffen werden kann, welche Aufgaben tatsächlich in die eigenen Hände gehören und welche Aufgaben in anderen Händen besser aufgehoben sind.

Beobachten lässt sich, dass Praxisinhaber, denen es gelingt, sich gut auf ihre Kernkompetenz Zahnarzt zu fokussieren erfolgreicher und gewinnbringender ihre Praxis führen können, als Kollegen, die darauf bedacht sind, alles in den eigenen Händen zu halten und jedes Detail mit zu betrachten. Wenn Sie sich tatsächlich fokussieren, gelingt es leichter hochwertig zu arbeiten und gleichzeitig freie Zeit zu genießen, in der Sie wieder für Ihre Arbeit auftanken können. Denn konzentriert zu arbeiten während man im Kopf lange ToDo-Listen hin- und herbewegt macht fehleranfällig. Darüber hinaus finden Sie Zeit und Muse, um sich mit wesentlichen Erfolgsfaktoren zu beschäftigen: Wie gelingt es, meine Praxis im Wettbewerb gut zu positionieren? Was genau macht den Unterschied? Und wie kann ich für Innovation und Weiterentwicklung sorgen? Und das ist besonders dann wichtig, wenn sich Ihre Praxis in der Wachstumsphase befindet. Je größer die Strukturen werden, umso weniger Aufgaben können Sie in den eigenen Händen behalten, ohne sich zu verzetteln.

Die einfache Regel heißt hier: Tun Sie genau das, was Sie können und trennen Sie sich von den Aufgaben, die nicht in Ihrer Kernkompetenz liegen. Vermutlich sind Sie nicht Zahnarzt geworden, weil Sie so gerne Rechnungen und Mahnungen schreiben oder weil Sie so kreative Marketingideen haben. Auch nicht, weil Sie es lieben, ihren Hygieneraum zu putzen, Termine zu planen oder Kopien zu herzustellen. Ihre Kernkompetenz liegt in der Arbeit am Patienten. Weil Sie diese Arbeit interessant finden, haben Sie Ihren Beruf gewählt. Wenn Sie sich in diesem Bereich aufhalten, sind Sie erfolgreich.

Darüber hinaus gibt es ein paar Themen, die Sie lernen und entwickeln können. Dazu gehört beispielsweise unternehmerisches Denken, eine gute Kommunikationsfähigkeit mit Ihren Patienten oder auch die Mitarbeiterführung. In diese Themen lohnt es, Zeit und Kraft zu investieren, weil diese nicht delegierbar sind. Eine Selbstständigkeit macht ein Interesse und eine Affinität zu diesen Themen notwendig.

Und gleichzeitig gibt es Aufgaben, die ihre Mitarbeiterinnen gelernt haben. Möglicherweise haben Sie den Beruf der Zahnarzthelferin gewählt, weil sie sich so gerne mit diesen Aufgaben beschäftigen. Eine Aufgabe, die Ihren Mitarbeiterinnen leicht von der Hand geht und Freude macht, kann für Sie zeitintensiv und unbefriedigend sein. Aufgaben, die Sie delegieren können, weil sie in die Kernkompetenz ihres Praxisteams fallen, geben Sie am besten gleich ab. Alles, was Ihre Mitarbeiterinnen gelernt haben gehört in ihre Hände. Und alles, was Ihre Mitarbeiterinnen lernen können auf längere Sicht auch. Ein Zahnarzt, der sich persönlich um Hygiene oder Prophylaxe bemüht oder persönlich Termine vergibt, investiert seine Energie nicht effektiv.

Wesentlich ist an dieser Stelle nur, dass Sie eine genaue Vorstellung davon haben, wie Sie die Abläufe im Miteinander gestalten möchten. Dafür braucht es etwas Zeit, um sich auszutauschen, Erfahrungen zu besprechen und eine Art Best Practise für die eigene Praxis zu entwickeln. Transparente Prozesse und Behandlungsabläufe machen weitläufige Erklärungen und Begründungen oft überflüssig. Wenn Mitarbeiterinnen verstehen, wie das Gesamtbild einer Praxis aussehen soll, dann wissen sie auch, welches Handeln im konkreten Fall das passende ist.

Es ist verführerisch, Zeit zu investieren, um eine Aufgaben selbst zu übernehmen, weil keine Mitarbeiterin über die entsprechende Kompetenz verfügt oder weil Sie das Gefühl haben, die Dinge schneller und besser erledigen zu können. Und gleichzeitig ist es ein ungünstiger Ansatz. Solange Sie die Verantwortung für ein Thema behalten, gib es keinen Anreiz für eine andere Person, sich hinein zu arbeiten. Es ist ja bereits vergeben. Und das führt dazu, dass Sie noch in der Praxis sitzen, wenn die anderen schon im Garten liegen. Entscheiden Sie sich dafür, eine Aufgabe gepaart mit den entsprechenden Kompetenzen in andere Hände zu legen, ist es wichtig, die entsprechende Kompetenz systematisch aufzubauen. Das gelingt nur, wenn Sie einen Schritt zurück zu gehen, um Raum für die andere Person zu schaffen.

Zugegeben, am Anfang dauert das etwas länger. Anstatt es schnell selbst zu erledigen, brauchen Sie Geduld und Ideen, wie Sie eine vergleichbare Kompetenz bei einer andern Person aufbauen. Mittelfristig lohnt es sich, weil Sie sich immer mehr aus dem Thema zurück ziehen können und Ihre wertvolle Arbeitszeit in Ihre Kernkompetenz investieren können.

Ein weiteres Feld, um viel Kraft und Energie zu verlieren bieten Themen, die sie weder aus eigener Kraft, noch aus den Teamkompetenzen heraus liefern sollten. Ein Zahnarzt, der eigenhändig Mahnungen schreibt oder selbst seine Homepage bastelt, arbeitet vermutlich im wahrsten Sinne des Wortes rund um die Uhr aber nicht wirtschaftlicher als ein Kollege, der diese Aufgaben an kompetente Stelle abgibt. Factoring- und Marketingagenturen leisten hier hervorragende Dienste bei hundertprozentiger Kompetenz. Warum sich also selbst mit diesen Themen belasten und ein mittelmäßiges Ergebnis erzielen? Auch die oft genutzte Idee, eine Helferin mit der Materialbeschaffung zu beauftragen, kann sich als Fehlentscheidung heraus stellen. Bei Materialkosten von durchschnittlich 5 Prozent und Personalkosten von mehr als 30 Prozent stellt sich eindeutig die Frage, ob eine Helferin bei der Suche nach Materialschnäppchen ihre Zeit und Kraft elegant investiert. Rechnet man die Zeit zusammen, die Ihre Mitarbeiterin mit der Feststellung von Materialengpässen, Suche nach guten Preisen, dem Wareneingang und den vielen kleinen Rechnungen verbringt zusammen, entsteht eine Vielzahl von Arbeitsstunden, die durch die eine oder andere kleine Ersparnis nicht ausgeglichen werden können. Ein Warenwirtschaftssystem rechnet sich hier allemal. Das Gute daran: Auch Ihre Helferin arbeitet wieder in dem Bereich, für den Sie sich einst entschied und damit voll in ihrer Kompetenz. Und wenn alle in einer Praxis genau das tun, was sie auch wirklich können und alle andere Aufgaben rund um das Unternehmen Zahnarztpraxis in ebenso kompetente Hände legen, steht dem wirtschaftlichen Erfolg Ihres Unternehmens nichts im Wege. Und das, obwohl Sie jeden Sonntag im Garten liegen.

Gudrun Mentel, Consultant Personalentwicklung, prodent consult GmbH
01.11.2015

Arbeitgebermarke – Wie positioniere ich mich?

Gudrun Mentel - Referentin des mySymposium Seminars Nr. B07 "Die passenden Mitarbeiterinnen finden – Tipps für erfolgreiches Recruiting in der Dentalwelt."

 

Heutzutage ist es immer schwieriger, geeignetes zahnmedizinisches Personal zu finden und zu gewinnen. Dabei stellt sich die Frage, welche Bedeutung die Arbeitgebermarke bei der Mitarbeitergewinnung hat. Lohnt sich der Aufwand, ein entsprechendes Employer Branding aufzubauen? Der folgende Beitrag definiert den Begriff der Arbeitgebermarke und zeigt mög- liche Recruitingstrategien in der Dentalwelt auf.

Da habe ich ewig an einer Stellenanzeige gebastelt und dann festgestellt, sie ist nur eine unter rund 200 anderen. Als dann auch noch keine Bewerbungen eintrafen, war ich ziemlich frustriert. So wie diesem Kollegen aus Frankfurt am Main geht es derzeit vielen Zahnärzten und Zahnärztinnen, die auf der Suche nach geeignetem Praxispersonal sind. Die bekannten Wege der Personalsuche scheinen nicht erfolgreich zu sein, und für neue fehlen einem schlicht die Ideen. Mit dem Aufbau einer Arbeitgebermarke, dem Employer Branding, können solche Ideen entwickelt werden. Ziel ist es, ein authentisches und un- verwechselbares Arbeitgeberimage zu zeichnen. Bewerberinnen soll es damit leicht gemacht werden, sich genau für Sie als zukünftigen Arbeitgeber zu entscheiden und nicht für den Mitbewerber. Zudem erhöhen Sie die Passgenauigkeit zwischen Bewerberin und Stelle und minimieren damit Fehlbesetzungskosten (die bis zum 2,5-fachen des Jahresbruttogehaltes betragen können), weil sich genau die bewerben, die sich mit Ihrer Praxis und Ihren Werten verbunden fühlen. Aber wie genau können Sie vorgehen, um eine eigene Arbeitgebermarke (Employer Brand) aufzubauen?

Die Analyse
Wir als Arbeitgeber: Erarbeiten Sie zunächst Ihre individuellen Stärken als Arbeit- geber. Mit diesen Fragen können Sie ihr Profil entwickeln:

• Was zeichnet uns als Arbeitgeber aus? Warum sollte sich eine Bewerberin bei uns bewerben? Was unterscheidet unsere Praxis von anderen? (Stichworte: Behandlungsschwerpunkte, Ausstattung, Betriebsklima, Führungsverständnis, Praxiskultur, Strukturen, Umgang mit Patienten)
• Welche Werte zeichnen uns als Arbeitgeber aus?
• Welche Arbeitsbedingungen bieten wir unseren Mitarbeiterinnen? (Stichworte: Gehalt [Tarif, Zusatzleistungen], Standort [ÖNV, Parkplätze], Arbeitszeiten (Schichtplan, Überstundenregelung], Fortbildungen, Entwicklungsmöglichkeiten)

Tipps für die Umsetzung: Beziehen Sie Ihr Praxisleitbild/Ihre Praxisziele mit ein. Oft differieren Selbst- und Fremdbild. Beziehen Sie daher Ihre Mitarbeiter/-innen mit ein. Vor allem haben diejenigen, die erst vor Kurzem gekommen sind, noch einen guten Blick von außen und können damit neue Perspektiven eröffnen: Warum haben Sie sich damals für uns entschieden? Was unterscheidet uns von anderen Praxen bzw. von anderen Arbeitgebern?

Wir und die Mitbewerber: Es ist durchaus sinnvoll, über den Tellerrand der eigenen Praxis zu schauen und einen Blick auf die Mitbewerber zu werfen. Erst im direkten Vergleich mit anderen Praxen kann man sich die Besonderheiten der eigenen Praxis bewusst machen.

Wir und die Zielgruppe: Überlegen Sie sich, wen Sie als Bewerber ansprechen möchten: Assistenzärzte haben gänzlich andere Erwartungen an ihren potenziellen Arbeitsplatz bzw. an ihren Arbeitgeber als eine Zahnmedizinische Fachangestellte, eine Dentalhygienikerin oder eine Auszubildende. Welche Bedürfnisse haben diese Gruppen: Welche Werte, welche Rahmenbedingungen (z.B. Fortbildungsmöglichkeiten, Arbeitszeiten) sind ihnen wichtig? Tipp: Fragen Sie auch hier Ihre Mitarbeiter/-innen. Überprüfen Sie nun realistisch diese Erwartungen mit den Bedingungen, die Sie in Ihrer Praxis bieten. Assistenzärzte z.B. erwarten nicht nur eine hohe Qualität ihrer fachlichen Ausbildung, sondern möchten auch Praxismanagement und Personalführung erlernen. Können und wollen Sie dies gewährleisten? Sind Sie auch bereit, mit neuen Fachkollegen über Ihre bisherigen Behandlungsweisen oder Führungsansätze zu diskutieren? Sie möchten Ihr Prophylaxecenter ausbauen und benötigen entsprechendes Fachpersonal: ZMP und DH unterscheiden sich sowohl in Hinblick auf die delegierbaren Leistungen als auch hinsichtlich ihrer Gehaltsvorstellungen. Was sind Sie bereit, zu delegieren? Welche Gehaltsbandbreite können Sie anbieten? Hingegen legen Auszubildende Wert auf gezielte Einarbeitung, die Möglichkeit, auch im Praxisalltag mal nachfragen zu können, und auf ausreichende Entlohnung. Manch eine/r benötigt zusätzliche Unterstützung in Form von Sprachunterricht oder Nachhilfe. Können Sie dies gewährleisten? Ist Ihre Praxis so strukturiert, dass eine kontinuierliche Betreuung gewährleistet ist? Sind Sie und Ihr Team bereit und in der Lage, sich auf junge Menschen und deren Bedürfnisse einzustellen? 

Wie finde ich die passenden Mitarbeiterinnen?
Der erste Teil unserer Artikelreihe thematisierte die Bedeutung einer gezielt aufgebauten Arbeitgebermarke. In diesem Teil zeigen wir Ihnen, wie Sie passende Mitarbeiter finden. Motivierte Mitarbeiter/-innen sind zum zentralen Wettbewerbsvorteil geworden. Der steigende Fachkräftemangel rückt die Bedingungen von erfolgreichem Recruiting und langfristiger Mitarbeiterbindung immer mehr ins Blickfeld. Mit gezielten Strategien kann eine Zahnarztpraxis ihre Attraktivität als potentieller Arbeitgeber deutlich erhöhen.

Individualität zahlt sich aus
Für eine erfolgreiche Suche nach passenden Bewerber/-innen ist es hilfreich, sich der Besonderheiten der eigenen Praxis bewusst zu werden. Je klarer das individuelle Profil einer Zahnarztpraxis als Arbeitgeber erkennbar wird, desto eher können die passenden Bewerber/-innen angesprochen werden. Diese Fragen helfen dabei:
• Warum sollte sich ein/e qualifizierte/r und motivierte/r Arbeitnehmer/-in bei uns bewerben?
• Was unterscheidet uns von unseren Mitbewerbern? Damit erleichtern Sie den potenziellen Mitarbeiter/-innen die für sie entscheidenden Fragen zu beantworten:
• Welchen Nutzen habe ich von dieser Stelle?
• Wo ist der Unterschied zu anderen Praxen?

Klarheit weckt Interesse
Bewerber/-innen finden gegenwärtig eine große Anzahl an Anzeigen in den einschlägigen Portalen vor, die meist recht ähnlich aufgebaut sind. Oft ist der Informationsgehalt zu der konkreten Stelle und der Praxis sehr gering. Machen Sie es den Bewerber/-innen leicht, auf Ihre Anzeige aufmerksam zu werden und sich schnell einen Überblick über die Stelle zu verschaffen. Tipp: Positionieren Sie bereits in der Überschrift die Tätigkeit, den Ort Ihrer Praxis und eine Besonderheit dieser Stelle. Stellen Sie die Bedürfnisse der Bewerber/-in in den Mittelpunkt: neben den Aufgaben und Anforderungen der Stelle zeigen Sie auf, warum es sich lohnt, genau in Ihrer Praxis zu arbeiten. Beschreiben Sie die Aufgaben möglichst detailliert. Mit welchen Behandlungsmethoden arbeiten Sie? Welche Vergütungsvarianten bieten Sie an? Sie haben Bewertungen bei Arbeitgeberportalen erhalten? Sie veranstalten Charity-Aktionen? Mit solchen Informationen wecken Sie das Interesse von engagierten Bewerber/-innen.

Offenheit schafft Vertrauen
Nur wer weiß, was er genau sucht, wird genau das auch finden. Mit Hilfe eines Anforderungsprofils definieren Sie exakt die Aufgaben und Befugnisse, die zu dieser Stelle gehören. Hat die Praxismanager/-in z.B. Weisungsbefugnisse gegenüber allen Mitarbeiter/-innen? Dies kann im Vorstellungsgespräch ein wichtiger Gesprächspunkt für Ihre/n Bewerber/-in sein, da er/ sie wissen möchte, wie konkret die „Sandwichposition“ in Ihrer Praxis gelebt wird. Neben den fachlichen sind es vor allem die sozialen Kompetenzen, die über den beruflichen Handlungserfolg eines / einer Mitarbeiter/-in und damit über den unternehmerischen Erfolg der Praxis entscheiden. Definieren Sie diese Kompetenzen so exakt wie möglich: Ist Ihnen Teamfähigkeit wichtig? Was heißt das konkret für Sie? Woran messen Sie den Erfolg? Tipp: Nennen Sie diese Aspekte in der Anzeige und greifen Sie sie im Vorstellungsgespräch auf. Bewerber/-innen wissen damit klar, ob sie die Ansprüche Ihrer Praxis erfüllen und können sich bewusst für oder gegen die Tätigkeit bei Ihnen entscheiden. Sie als Praxisinhaber/-in erkennen früh, ob diese/r potentielle Mitarbeiter/-in in Ihr Team passt und den Anforderungen gewachsen ist. Nur mit klarem Soll-Profil und gezielten Fragen erreichen Sie eine hohe Passgenauigkeit zwischen Stelle und Bewerber/-in. Sie verhindern so hohe Fluktuationsraten, die mit Kosten und Frustrationen auf beiden Seiten verbunden sind.

Emotionen binden
Ein Link in der Stellenanzeige zu Ihrer Praxiswebseite ist selbstverständlich: Wenn Sie schon das Interesse von Bewerber/-innen geweckt haben und diese sind auf Ihrer Internetseite gelandet – herzlichen Glückwunsch! Ihre Praxiswebseite ist die zentrale Visitenkarte gegenüber Patienten und potenziellen Mitarbeiter/-innen. Regelmäßige Berichte und vor allem Fotos über Neuerungen im Behandlungsbereich oder der Vorstellung von neuen Mitarbeiter/-innen haben nicht nur einen hohen Informationsgehalt, sondern schaffen auch eine emotionale Verbundenheit mit Ihrer Praxis. Idealerweise haben Sie einen Karriereteil. Neben offenen Stellenangeboten berichten Sie hier über die Besonderheiten Ihrer Praxis als Arbeitgeber. Schreiben Sie über Fortbildungserfolge von Mitarbeiter/-innen und Behandler/-innen. Die Vorstellung des gesamten Teams mit Fotos und kurzer Darstellung der jeweiligen Aufgaben runden das Bild ab. Tipp: Vielleicht möchten Sie auch kurze Filme zeigen, die Ihre Mitarbeiter/-innen im Praxisalltag zeigen? Nicht nur für junge Bewerber/-innen ist dies eine ideale Möglichkeit den Spirit des Teams und die Praxisräume unverbindlich kennen zu lernen.

Gestalten Sie den Wandel vom Arbeitgebermarkt zum Bewerbermarkt aktiv, indem Sie die Attraktivität Ihrer Praxis als Arbeitgeber steigern. Mit geringem Aufwand können Sie die Zahl der passenden Bewerber/-innen erhöhen und legen damit die Basis für eine motivierte und engagierte Mitarbeit Ihres Personals.

27.10.2015

Neue Standards beim Datenaustausch

Eine der großen Herausforderungen der letzten Jahre war die Einführung des XML-Datenaustausches. Grundsätzlich sind die meisten Praxen und Labore inzwischen eingespielt. Die Tücken des Tagesgeschäftes stellten sich jedoch erst in der Praxis heraus.

Zu Beginn schickten viele Labore mit der Einzelrechnung den XML-Datensatz per E-Mail oder via USB-Stick heraus. Dennoch ergaben sich mit den Praxen schnell verschiedene Probleme.

Zum einen kamen häufig leere E-Mails in der Praxis an und immer wieder mussten Labore die XML-Dateien zweimal oder dreimal senden. Bei der Fülle an E-Mails heutzutage gehen zugesandte XML-Datensätze oftmals unter, werden versehentlich gelöscht oder bleiben im Spamfilter hängen. Fast zwangsläufig entsteht so entsprechendes Konfliktpotenzial zwischen Labor und Praxis. Ärgerlich ist es vor allem für das Labor, wenn in der Praxis große Arbeiten aufgrund eines mangelhaften Kommunikationsprozesses nicht abgerechnet werden können.

Zudem wird der Support der Softwarehäuser dadurch erheblich beeinträchtigt. Seit der Einführung des XML-Datenaustausches ist der Aufwand für Hotlines bei vielen Praxis-Softwareanbietern um knapp 25 Prozent gestiegen. Täglich ärgern sich zahlreiche Praxiskunden über einen problematischen Datenaustausch zwischen Labor und Praxis.

Gründe dafür sind:
• komplizierte Zuordnung der XML-Daten
• mehrfach „Datensatzsalat“
• E-Mails, die nicht ankommen
• Daten, die sich nicht korrekt einlesen lassen
• Viren auf dem Praxissystem
• und viele mehr

Serviceorientierte Labore setzen auf praxisfreundliche Lösungen
Der iLab Webservice ist die komfortable und hochsichere Kommunikationsplattform für Labor und Praxis, über die bereits heute monatlich mehr als 20.000 Belege ausgetauscht werden.

Mit dem iLab Webservice werden XML-Dateien unbemerkt bei der Rechnungslegung in einem Datenspeicher abgelegt, auf den nur die autorisierte Praxis Zugriff hat. Die Daten werden auf diesem Wege sicher, virenfrei und verschlüsselt übermittelt. So können alle Belege, zum Beispiel auch Angebote, übertragen werden. Viele Zahnarztpraxen nutzen das Belegarchiv inzwischen viel lieber als die E-Mail, da sie dort die Daten revisionssicher und alle Datensätze immer griffbereit haben.

Um das Handling darüber hinaus zu erleichtern, gibt es von DATEXT das kostenlose Delakom-Modul, das die Praxis über eingehende elektronische Post informiert. Ankommende Rechnungen oder Angebote werden hier angezeigt und können durch die Praxis just in time geöffnet und importiert werden. Diese Lösung ist revisionssicher, virenfrei und sicher vor Zugriffen Dritter. Der iLab Webservice entlastet beide Seiten und fordert von Labor und Praxis keinen zusätzlichen Aufwand. Das Belegarchiv verfügt über eine Schnittstelle zu nahezu allen bekannten Praxisverwaltungsprogrammen.

Kostenanfragen bzw. Aufträge ebenfalls digital abwickeln. Wie das?
Im Zentrum der meisten Labore steht die Unterstützung der Praxen in allen Bereichen des Tagesgeschäfts. Dazu zählt auch eine Erleichterung im Bereich der Zahnersatzberatung. Der iLab Webservice verfügt neben dem Belegarchiv auch über eine Zahnersatzvisualisierung in hoher Qualität. Die Praxis kann sich nach der Eingabe der bekannten Zahnkreuzkürzel ein fotorealistisches Zahnschema mit der patientenindividuellen Planung anzeigen lassen, um damit das Beratungsgespräch zu vereinfachen. Das geht schnell und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Diese Planung lässt sich mittels Mausklick in eine Angebotsanfrage oder Auftrag wandeln. Diese Option wird besonders bei erklärungsintensiven Zahnersatzvarianten gern genutzt. Doch auch ohne Beratung wird die Beauftragung mit dem iLab Webservice digitalisiert.

Wer kennt die Aufträge nicht, in denen zu lesen ist „Wie telefonisch besprochen“. Hauptprobleme hierbei sind, dass Informationen bereits wieder vergessen wurden, Übertragungsfehler entstanden sind, die Aufträge schlecht lesbar sind oder ein hoher Aufwand durch Praxisrückfragen entsteht.

Die Software iLab vereinfacht und organisiert die Laboraufträge mit nur wenigen Kontakten auf dem tragbaren Touchscreen-PC. Das Design orientiert sich im Wesentlichen am üblichen Laborauftragszettel, sodass das Praxisteam möglichst wenig Aufwand hat. Im Zentrum des Auftragszettels steht das Zahnkreuz. Das ist im Übrigen auch bei der Kostenanfrage so. Es werden genau die Positionen abgefragt, die sonst die Praxis auf den Papierauftrag geschrieben hätte. Vorteilhaft ist auch die Möglichkeit dem Auftrag direkt Bilder hinzuzufügen. Dies ist natürlich interessant für das Labor, wenn es zum Beispiel um die Herstellung von Bohrschablonen, Implantatarbeiten etc. geht. Last but not least die Termine und die Notizen. Auch hier ein eindeutiger Vorteil des digitalen Auftrags.Die hier erfassten Notizen sind lesbar und nachvollziehbar. Rückfragen durch die Techniker kommen nun kaum noch. Am Ende der Erfassung kann die Praxis die Eingaben noch kontrollieren und dann versenden. Für den Dentalbeutel wird im Anschluss noch ein kleines Barcodeetikett oder Auftragszettel gedruckt, damit wir den Auftrag nur noch einzubuchen brauchen.

Alle Aufträge werden im Labor direkt verarbeit und eingelesen. Das Delakom-Modul aufseiten der Praxis öffnet sich, sobald neue Daten vorliegen. Der Auftrag, der beispielhaft erfasst wurde, wird nun unten angezeigt. Ein Doppelklick und das Datenpaket öffnet sich. Ohne weiteres Zutun wird der Auftrag inklusive Notizen, Zahnkreuz und dazugehörenden Terminen eingelesen.

Die digitale Prozesskette
10.03.2015

Megatrend Konnektivität: Innovative Prozesse – intelligente Lösungen

Der digitale Workflow ist die Herausforderung der dentalen Zukunft. Konnektivität ist der elementare Baustein einer lückenlosen digitalen Prozesskette. Doch wie integriert man eine gewachsene Geräteinfrastruktur? Welche Schnittstellen setzt der Arbeitsalltag von morgen voraus? Wo liegt das große Wertschöpfungspotenzial innovativer Technologien?

Wir bieten Ihnen einen ganzheitlichen Blick auf die Arbeitsabläufe der dentalen Welt von heute und morgen – auf Basis der 100-jährigen Dentalkompetenz von Pluradent. Denn wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft gestalten.

Lesen Sie jetzt mehr zum Thema digitaler Workflow in der aktuellen Ausgabe der Pluradent Inside – Neues aus der Dentalwelt. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und spannende Impulse.

 

 
30.06.2014

Bewegende Rückschau in bewegten Bildern

Wir haben einige Stimmen und Impressionen des Pluradent Symposium 2014 eingefangen und für Sie in einem kurzen Film zusammen gestellt. An dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die diese Veranstaltung zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht haben. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Pluradent Symposium im Jahr 2016.

2. Juni 2014

Pluradent Symposium 2014 – Reise in die dentale Zukunft

Es war ein Spektakel: Mitte Mai fand das Pluradent Symposium 2014 in Seeheim-Jugenheim, Nähe Frankfurt/Main statt. Unter dem Motto „Dentale Zukunft 3.0 – Impulse aus Wissenschaft und Praxis“ sprachen hochkarätige Referenten zu wegweisenden Themen aus der Zahnmedizin und nahmen die rund 500 Teilnehmer (Zahnärzte, Zahntechniker, Industrie und Handel) mit auf eine Reise in die dentale Zukunft.

 „Um zukunftsweisende Entscheidungen treffen zu können, müssen wir wissen, welche Möglichkeiten für Praxis und Labor eine echte Nachhaltigkeit bieten. Das Pluradent Symposium 2014 möchte hierzu die entscheidenden Impulse geben“, mit diesen Worten eröffnete Uwe Jerathe, Vorstand (Sprecher) die Veranstaltung.

 Mitten im idyllischen Odenwald erlebten die Gäste zwei Tage lang, was die moderne Zahnheilkunde bietet. Bekanntes aus neuen Perspektiven sowie einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis waren kennzeichnend dafür. Wie die dargestellten Ideen und Möglichkeiten sich im Praxis- und Laboralltag realisieren lassen, erlebten die Teilnehmer in der Zukunftsausstellung – dazu später mehr.

Die Reise beginnt

Den ersten Tag der Veranstaltung moderierte DZW Chef-Redakteurin Dr. Marion Marschall. „Es ist ein ganz besonderes Symposium, das Orientierung geben möchte“, so ihre Worte und begrüßte damit den ersten Referenten, Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx.

Er bot den Zuhörern einen spannenden und unterhaltsamen Vortrag darüber, was Zukunftsforschung ist und welche Trendentwicklungen sich bereits heute abzeichnen. Dazu gehören Megatrends wie Gesundheit und Konnektivität. Letzteres meint, dass alles mit allem vernetzt ist.

Wie sieht die Zukunft der Zahnheilkunde aus? Welche Möglichkeiten bietet sie? Was ist heute bereits möglich? Und was davon ist sinnvoll? Dies erläuterte Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Nils-Claudius Gellrich in seinem Vortrag an anschaulichen Beispielen.

Letzter Referent des ersten Tages war Prof. Dr. med. dent. Ralf Schulze. Er zeigte, wie sich die Röntgendiagnostik vom zwei- bis hin zum dreidimensionalen Bild entwickelte. Dabei sprach Prof. Dr. med. dent. Ralf Schulze auch über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Technologien und zeigte neue Entwicklungstendenzen moderner Röntgendiagnostik auf.

Erlebnis Zukunftsausstellung und Gala-Abend

Mit vielen neuen Eindrücken und Inspirationen darüber, was die moderne und interdisziplinär vernetzte Zahnheilkunde bereits heute bietet und was in der Zukunft noch erwartet werden darf, konnten die Teilnehmer an beiden Tagen in der Zukunftsausstellung erleben, wie sich diese auch praktisch umsetzen lassen. Dabei stand im Mittelpunkt, wie vernetzbar diese Technologien untereinander sind. Viele Besucher stellten sich die Frage, welche digitalen Technologien sich sinnvoll in der eigenen Praxis oder im eigenen Labor integrieren lassen. Lösungen und Ideen besprachen sie mit den Pluradent Spezialisten sowie den Experten der Industrie, die vor Ort waren.

Krönender Abschluss des ersten Tages war der Gala-Abend. Die Teilnehmer genossen sichtlich die kulinarischen Köstlichkeiten aus den verschiedenen Regionen Deutschlands sowie die musikalische Begleitung und den Ausblick über den Odenwald bei einem traumhaften Wetter. Viele Besucher diskutierten untereinander sowie mit den Referenten bis tief in die Nacht.

Weiter geht’s

Am nächsten Tag eröffnete Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Nils-Claudius Gellrich als Moderator den Tag und stellte auch gleich den ersten Referenten vor: Privatdozent Dr. med. dent. Kai-Hendrik Bormann. Er sprach über das Thema Dentale Volumentomographie und verdeutlichte in seinem Vortrag, das DVT mehr als nur dreidimensionale Diagnostik sei. Auch bei der Therapieplanung oder Patientenaufklärung sei sie von entscheidendem Vorteil.

ZTM Andreas Hoffmann referierte darüber, dass auch in der navigierten Implantatprothetik Herstellungsverfahren und CAD/ CAM Technologie eingesetzt werden. Zur Erschließung der Vorteile bedingt es die Kenntnisse des neuen digitalen Workflows derjenigen, die am Prozess beteiligt sind.

In einem weiteren Vortrag sprach Andreas Hoffmann über den wirtschaftlichen Materialeinsatz in der digitalen Zahntechnik und zeigte höchst anschaulich, wie neue Werkstoffe wirtschaftlich interessante Möglichkeiten in der Zahntechnik eröffnen.

Herausforderungen in der technischen Kommunikation verschiedener zahnärztlicher und zahntechnischer Systeme – das thematisierte ZTM Ralph Riquier. Er stellte besonders die permanente Schnittstellenpflege als wichtig heraus und stellte an die Industrie die Forderung nach einheitlichen Standards für offene Übergabeprotokolle für einen sicheren digitalen Workflow.

In einem weiteren Beitrag sprach Ralph Riquier über die technischen Erfordernisse, unterschiedliche Methoden und Limitationen der virtuellen Artikulation im CAD/CAM-gestützten Workflow. 

Dr. Jan-Frederik Güth thematisierte in seinem Vortrag den digitalen Workflow in der prothetischen Rehabilitation. Dabei sprach er über die Vorteile von digitalen Technologien und veranschaulichte am Beispiel des Münchner Implantatkonzepts, wie sich daraus innovative Vorgehensweisen und neue Behandlungsstrategien entwickeln. 

Vernetzung ist ein wesentliches Merkmal der Zukunft, dass heute vor allem die Social Media ausmacht. Viele Praxen und Labor nutzen diese bereits. Rechtsanwältin Katri Helena Lyck stellte dar, wie man die sozialen Netzwerke optimal bedient und auf welche rechtlichen Rahmenbedingungen Nutzer achten sollten.

Prof. Dr. med. dent. Dietmar Segner thematisierte die virtuelle, digitale Behandlungsplanung in der Kieferorthopädie und stellte anschaulich dar, welche Verfahren es für die lingualen Bracketsysteme gibt und welche Vor- und Nachteile dabei für Patienten als auch Behandler entstehen.

Mehr sehen ohne Strahlung? Dr. med. dent. Andreas Bruderhofer widmete sich im letzten Vortrag der Funktionsdiagnostik und zeigte, wie digitale Daten die Diagnostik und Therapie dort sinnvoll ergänzen können.

Die Reise endet

Abschluss des Symposiums war die Podiumsdiskussion, bei der die Teilnehmer den Referenten Fragen stellten und verschiedene Themen nochmal aufgegriffen und diskutiert wurden. Am späten Nachmittag endete die Reise in die dentale Zukunft 3.0. Viele verließen die Veranstaltung mit zufriedenen Gesichtern. Vielleicht sind sie beim nächsten Pluradent Symposium im Frühjahr 2016 wieder mit dabei.

22. Mai 2014

Impressionen des Pluradent Symposiums 2014 in Seeheim-Jugenhein

Spannende Vorträge und tolle Einblicke in die dentale Zukunft 3.0 – Das Lufthansa Trainee & Conference Center in Seeheim-Jugenheim (Nähe Frankfurt/Main) stand zwei Tage lang ganz im Zeichen des Pluradent Symposiums 2014.

Hier können Sie sich einige Impressionen der Vorträge, der Zukunftsausstellung und der ansprechenden Location anschauen. (Zur Galerieansicht klicken Sie bitte einfach das unten stehende Bild an.)

8. Mai 2014

Das Symposium-Programm auf einen Blick

 

Freitag, 16. Mai

14.00 –14.30 Uhr 
Begrüßung durch den Pluradent 
Vorstand und
Vorstellung der Moderatorin Dr. Marion Marschall
Ort: Bonhoeffer Saal

14.30 –15.30 Uhr 
Zukunftsforschung
Referent: Matthias Horx • Ort: Bonhoeffer Saal

15.30 –16.00 Uhr 
Kaffeepause • Zukunftsausstellung
Ort: Foyer

16.00 –16.45 Uhr 
Dentale Zukunft 3.0
Referent: Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Nils-Claudius Gellrich • Ort: Bonhoeffer Saal

16.45 –17.15 Uhr 
Mehr sehen durch Röntgenstrahlung
Referent: Prof. Dr. med. dent. Ralf Schulze • Ort: Bonhoeffer Saal

17.15 –17.30 Uhr 
brief – summary
• Ort: Bonhoeffer Saal

17.30 –18.30 Uhr 
Get Together in der Zukunftsausstellung • Ort: Foyer

ab 19.00 Uhr 
Gala-Abend zum fachlichen Austausch in stimmungsvoller Atmosphäre

Ort: Bonhoeffer Saal

 

Samstag, 17. Mai

7.00 – 9.00 Uhr 
Frühstück • Ort: Restaurant
Zukunftsausstellung • Ort: Foyer

9.00 – 9.30 Uhr 
Dentale Volumentomographie – mehr als 3-dimensionale Diagnostik

Referent: Priv.-Doz. Dr. med. dent. 
Kai-Hendrik Bormann • Ort: Bonhoeffer Saal

9.30 –10.00 Uhr 
Navigierte Implantatprothetik in der Zahntechnik

Referent: Andreas Hoffmann, ZTM • Ort: Bonhoeffer Saal

10.00 –10.45 Uhr 
Kaffeepause
• Zukunftsausstellung
Ort: Foyer

10.45 –11.15 Uhr 
Digitale Schnittstellen – Heraus­forderungen, Funktionen, Möglichkeiten

Referent: Ralph Riquier, ZTM • Ort: Bonhoeffer Saal

11.15 –11.45 Uhr 
Digitaler Workflow in der prothetischen Rehabilitation
Referent: Dr. med. dent. Jan-Frederik Güth • Ort: Bonhoeffer Saal

11.45 –12.15 Uhr 
Wirtschaftlicher Materialeinsatz in der digitalen Zahntechnik
Referent: Andreas Hoffmann, ZTM • Ort: Bonhoeffer Saal

12.15 –12.45 Uhr 
Mediale Interaktion des dentalen Unternehmens – ZHK meets Social Media

Referentin: Katri Helena Lyck • Ort: Bonhoeffer Saal

12.45 –14.00 Uhr 
Mittagessen • Ort: Restaurant
Zukunftsausstellung • Ort: Foyer

14.00 –14.30 Uhr 
Virtuelle Behandlungsplanung in der Kieferorthopädie
Referent: Prof. Dr. med. dent. Dietmar Segner • Ort: Bonhoeffer Saal 

14.30 –15.00 Uhr 
Anatomische Artikulation in der digitalen Zahntechnik

Referent: Ralph Riquier, ZTM • Ort: Bonhoeffer Saal

15.00 –15.45 Uhr 
Kaffeepause
• Zukunftsausstellung
Ort: Foyer

15.45 –16.15 Uhr 
Instrumentelle Funktionsdiagnostik – mehr sehen ohne Strahlung

Referent: Dr. med. dent. Andreas Bruderhofer • Ort: Bonhoeffer Saal

16.15 –17.00 Uhr 
Podiumsdiskussion 
Dentale Zukunft 3.0 – Vision Dentale Zukunft 3.x
Moderator: Prof. Dr. Dr. N.C. Gellrich • Ort: Bonhoeffer Saal

17.00 –18.00 Uhr 
Zukunftsausstellung • Ort: Foyer


Änderungen vorbehalten.

05. Mai 2014

Weiter denken, mehr wissen, besser anwenden

Vorschau auf das Pluradent-Symposium 2014 am 16. und 17. Mai 2014 in Seeheim-Jugenheim mit dem praxisnahen Blick in die „Dentale Zukunft 3.0“

Einen spannenden, informativen, nach vorn gerichteten und zugleich praxisnahen Blick in die „Dentale Zukunft 3.0“ bietet das Pluradent-Symposium am 16. und 17. Mai in Seeheim-Jugenheim in der Nähe von Frankfurt am Main. Namhafte Experten werden „Impulse aus Wissenschaft und Praxis“ geben und Zahnärzte und Zahntechniker damit auf eine Reise in die dentale Zukunft entführen. Wie viel davon schon Realität ist oder bald werden kann, können die Teilnehmer auf der begleitenden Zukunftsausstellung mit dentalen Innovationen live erleben.

Bei allem Fokus auf die Zukunft soll auch der ganz analoge kollegiale Austausch nicht zu kurz kommen, für den der Veranstalter nicht nur mit einem Gala-Abend viel Raum bietet. Weitere Informationen und Anmelde-Möglichkeiten gibt es im Internet unter www. pluradent-symposium2014.de.

Die folgende kleine Vorschau auf die Vorträge macht sicher Appetit auf mehr. Matthias Horx, bekannter Trend- und Zukunftsforscher, wird erklären, was das eigentlich ist: Zukunftsforschung. Die Zukunftsforschung bedient sich wissenschaftlicher Methoden jenseits von Glaskugeln und Geheimwissen. Mittels strategischer Prozesse versucht sie in dynamischen und manchmal auch chaotischen Systemen, möglichst medial unbeeinflusst und frei von Marketingfunktionalisierung und Populismen, Trendentwicklungen zu erkennen. Bei aller Unschärfe in der Vorhersage, die es auch in dieser Disziplin gibt, setzt sich die Trendforschung mit den Wirkweisen evolutionärer Wandlungsprozesse auseinander. Manager, Politiker und Unternehmer nutzen Kriterien systemischer Zukunftsforschung, mit denen sie ihre Wahrnehmung, Matrix von Prozessen und Systemwissenschulen, um sie besser anwenden zu können.

Mit Prof. Dr. Dr. Nils-Claudius Gellrich richtet sich der Blick auf das Umsetzen der Dentalen Zukunft 3.0 im Alltag: Für eine erfolgreiche Patientenbehandlung bedarf es moderner digitaler Plattformen, um Schnittstellen zeiteffizient zu bedienen und digitale Workflows zu realisieren. Heute besteht vielfach die Möglichkeit, im Rahmen von Insellösungen Teilbereiche von digitalen Workflows umzusetzen, jedoch verlangt ein effizientes Management für Praxis und Klinik nach integrierten und integrierenden Lösungen: von der multimodalen Bildanalyse bis hin zum Ausdruck autoklavierbarer Schablonen oder Splints, virtuellen Artikulatoren, Implantatplanungen, Zusammenführen verschiedener Visualisierungsmethoden inklusive moderner Oberflächenscans oder aber bis zum Herstellen von Zahnersatz.

Seit Entdeckung der Röntgenstrahlung im Jahr 1895 sind fast 120 Jahre vergangen, in denen sich die Röntgendiagnostik vom zweidimensionalen Bild hin zur dreidimensionalen Röntgendarstellung oder, noch aktueller, zum phasendetektierten Röntgen entwickelt hat. Die Röntgendiagnostik ist heute ein integrativer Bestandteil eines breiten Spektrums multimodaler medizinischer Bilddaten, die immer mehr miteinander vernetzt werden. In seinem Vortrag „Mehr sehen durch Röntgenstrahlung“ fasst Prof. Dr. Ralf Schulze den Weg der Röntgendiagnostik vom Anbeginn bis hin zu jüngsten Entwicklungen zusammen und zeigt Vor-, aber auch Nachteile der verschiedenen Techniken auf. Ein technischer Ausblick auf die nähere Zukunft beleuchtet das Zukunftspotenzial einer immer noch sehr modernen medizinischen Bildgebungstechnik.

Dr. K. H. Bormann lenkt in seinem Vortrag „Dentale Volumentomographie – mehr als 3-dimensionale Diagnostik“ den Blick auf eine noch relativ junge Erweiterung der strahlenbasierten Diagnostik, die irrtümlich oft auf die solitäre 3D-Diagnostik reduziert wird. Dreidimensionale Patientendaten sind über die Diagnostik hinaus die Basis von Therapieplanungen und dienen vernetzten Prozessen in unterschiedlichen Disziplinen innerhalb der Zahnheilkunde sowie in der Zahntechnik als Grundlage für die virtuelle Zahnersatzerstellung, Bohrschablonenherstellung etc. Damit bildet die Dentale Volumentomographie auch die Grundlage für bessere Qualität und reproduzierbare Qualitätskontrolle.

Über navigierte Implantatprothetik in der Zahntechnik wird viel geredet, über die Konsequenzen aber weniger. Über die Frage, wie sie die Arbeit und die Berufsbilder verändern wird, hat sich ZTM Andreas Hoffmann Gedanken gemacht. Die Berufsbilder der Zahnmediziner und der Zahntechniker werden sich mit der zunehmenden Anwendung von CAD/CAM-Verfahren komplett ändern. Die Arbeit mit der neuen Technik verlangt in hohem Maße ein Dazu lernen und einen Wandel eingeschliffener Arbeitsweisen, so sein Fazit. Weiterentwicklungen in der Zahnmedizin sowie neue Produktionsverfahren in der Zahntechnik sind nicht voneinander zu lösen und bedingen die gegenseitige Kenntnis der Vorgehens- und Arbeitsweise. Dreidimensionale Darstellungsmöglichkeiten geben sowohl dem Mediziner als auch dem Techniker die Möglichkeit, diagnostisch präziser zu werden, und schaffen mithilfe neuer digitaler Techniken neue Prozess-Steuerungen.

Computergesteuerte Implantologie mithilfe von 3D-Programmen wird immer häufiger angewandt. Kliniken, Praxen, Labore und Industrie arbeiten immer schneller zusammen und schaffen zunehmend eine gleichbleibende, gute Qualität. Anhand von Falldokumentationen werden komplexe Behandlungsabläufe dargestellt sowie der Einsatz und die Anwendung digitaler Zahnmedizin bzw. das Zusammenspiel der prozessbeteiligten Partner. Verschiedene Behandlungskonzepte mit navigierter und digitaler Zahntechnik werden dabei im Vordergrund stehen. Wie das mit den digitalen Schnittstellen aussieht, welche Herausforderungen, Funktionen, Möglichkeiten sich da ergeben, beleuchtet ZTM Ralph Riquier. Durch die Möglichkeit der Vernetzung und die Integration von unterschiedlichen Softwareapplikationen zu einem durchgängigen digitalen Workflow entstehen neue Abläufe.

Wie können diese Abläufe zukünftig aussehen? Welche Möglichkeiten bestehen im zukünftigen Zusammenspiel zwischen Labor, Zahnarzt und Industrie – oder entstehen gar gänzlich neue Mitspieler? Welche Gefahren und Chancen bietet die schöne neue digitale Welt? Softwarekombinationen und die Macht der Schnittstellen sind das Thema dieses Vortrags. Was das alles für die prothetische Rehabiliation in der Praxis bedeutet, erläutert Dr. J.-F. Güth. Die Verknüpfung digitaler Technologien führt zu Vereinfachungen in Diagnostik, Planung und Therapie. Zudem ergeben sich aus der Kombination mit neuen Restaurationsmaterialien innovative Vorgehensweisen und Behandlungsstrategien, die in Relation zu bisherigen Verfahren gesetzt werden müssen. Der Vortrag beleuchtet, welche Behandlungskonzepte heute mithilfe von CAD/CAM-Verfahren sinnvoll umzusetzen sind, und bewertet diese bezüglich ihrer Vorteile, Chancen, aber auch Risiken und Limitationen. Dies soll anhand aktueller, wissenschaftlich gestützter, klinischer Falldarstellungen erfolgen.

Technik braucht Material, und um dessen wirtschaftlichen Einsatz in der digitalen Zahntechnik geht es im zweiten Vortrag von ZTM Andreas Hoffmann. Ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit der Produktionsprozesse kann die Herstellungszeit sein. Jede Minute, die hier eingespart werden kann, rechnet sich für den Zahntechniker und sorgt dafür, dass Patienten noch schneller versorgt werden können. Zahlen und Fakten zeigen den zurzeit darstellbaren Weg auf, der finanziell begründet ist. Ein weiterer entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit liegt in der fortschreitenden Digitalisierung – aus dem Mund direkt in die digitale Prozesskette. Perfekt aufeinander abgestimmte Materialschienen versetzen den Techniker heute in die Lage, aus dem Datensatz nicht nur die Gerüstherstellung zu betreiben, sondern auch die über dem Gerüst notwendige mehrfarbige Verblendstruktur komplett digital mit zu kreieren. Form- und Fachwissen aus dem Kopf des Technikers, gepaart mit einer maschinengestützten Herstellungstechnik, ergeben eine optimierte Zahntechnik, die von der fachkundigen Hand und dem Sachverstand eines Dentaltechnikers gesteuert werden.

Die virtuelle Behandlungsplanung ist längst auch in der Kieferorthopädie angekommen, wie Prof. Dr. Dietmar Segner aufzeigen wird. Neue Produktionsprozesse haben vor einem Jahrzehnt die Herstellung eines voll individualisierten lingualen Bracketsystems ermöglicht, mit denen heute die Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen mit Brackets auf der Innenseite der Zähne uneingeschränkt möglich ist. Nun wurden auch weitere Schritte des Workflows digitalisiert, sodass in der nahen Zukunft von der Abdrucknahme über das zahntechnische Labor-Setup, über das Review durch den behandelnden Kieferorthopäden dann auch alle weiteren Schritte digital erfolgen können. Der Vortrag beschreibt nicht nur die verwendeten Verfahren, sondern evaluiert auch die Vor- und Nachteile für den Patienten und Behandler.

Die anatomische Artikulation gehört dazu – auch in der digitalen Zahntechnik. ZTM Ralph Riquier wird die Entwicklungsschritte der virtuellen Artikulatoren bis zum heutigen Stand, ihre Einsatzgebiete und zukünftige Weiterentwicklungen sowie die benötigten Randbedingungen in den Fokus seiner Betrachtungen stellen. Virtuelle Artikulatoren als Bewegungssimulatoren des menschlichen Kiefergelenks und Unterkiefers sind Softwareprogramme, die demselben Zweck dienen. Sie transferieren die vom Zahnarzt mechanisch erfassten Kiefergelenkswerte oder elektronisch aufgezeichneten Bewegungszyklen in ein Computerprogramm und simulieren die Bewegungsabläufe an digitalisierten und patientenspezifisch, lagerichtig zugeordneten Kiefermodellen. Die Koppelung dieser virtuellen Artikulator-Programme mit zahntechnischen Designprogrammen ermöglicht zusätzliche Funktionen, die neben der Simulation auch aktiv in das CAD-Design einer Restauration eingreifen können. Schon 2001 wurde der erste virtuelle Artikulator in eine CAD Software integriert, allerdings ohne eine breite Anwendung zu finden. Ist diese Entwicklung somit obsolet oder werden zukünftige Anwendungen von solchen Artikulator-Programmen profitieren?

Ebenfalls auf dem Weg in die digitale Zukunft ist die instrumentelle Funktionsdiagnostik. „Mehr sehen ohne Strahlung“ ist der Ansatz des Vortrags von Dr. Andreas Bruderhofer. Technische Innovation und der Versuch, die Natur zum besseren Verständnis zu digitalisieren, machen auch vor dieser Disziplin der Zahnheilkunde nicht halt. Doch welche Möglichkeiten bieten sich für die funktionelle Therapie eines gesamten Kausystems? Welche Wünsche bestehen seitens der Behandler? Was kann heute schon genutzt werden, und was ist noch Zukunftsmusik? „Es ist mein Bestreben, eine Idee der synoptischen Therapie des Kausystems mit Ihnen zu teilen und die technischen Möglichkeiten zu diskutieren, die uns als Behandler zur Verfügung stehen“, so Bruderhofer.

Die digitale Welt bleibt aber nicht auf die medizinische Seite beschränkt, auch in der Kommunikation verändert sich vieles. „Mediale Interaktion des dentalen Unternehmens – ZHK meets social media“ ist daher auch das Thema von Rechtsanwältin Katri Helena Lyck, (Lyck & Pätzold Medizinanwälte Bad Homburg). Heute schon getwittert oder auf Facebook einen Beitrag „geliked“? Willkommen in der Welt des Web 2.0, das längst Einzug in den Berufsalltag der Zahnarztpraxen und Labore gehalten hat. Aber wie gestaltet sich ein adäquater Umgang mit den modernen Social Media-Kanälen? „Ihr Unternehmen ist bereits gut in den sozialen Netzwerken vernetzt, aber nutzen Sie auch alle Plattformen wie Twitter und Co.? Wie kann das bisher genutzte Potenzial der sozialen Netzwerke weiter ausgedehnt werden? Können über soziale Netzwerke neue Synergien geschlossen werden?“ Auf diese Fragen will die Referentin innovative Antworten geben, die die Teilnehmer motivieren sollen, das eigene Engagement in den sozialen Netzwerken rechtlich sicher zu verstärken und weiter auszubauen.

© DZW, Ausgabe 18/2014

Uwe Jerathe, Vorstand Pluradent AG & Co KG
27. Februar 2014

Pluradent Symposium 2014 – Wegweisendes aus Wissenschaft und Praxis

Unter dem Titel „Dentale Zukunft 3.0 – Impulse aus Wissenschaft und Praxis“ findet in Seeheim-Jugenheim vom 16. bis 17. Mai 2014 das erste Pluradent Symposium statt. Es bietet die Möglichkeit, sich über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien zu informieren und neueste Innovationen aus den vernetzten zahnmedizinischen und zahntechnischen Fachdisziplinen der modernen Zahnheilkunde zu erleben. Im Interview mit der DENTALZEITUNG sprach Uwe Jerathe, Vorstand der Pluradent, über das bevorstehende Symposium sowie dessen Hintergründe und gab einen Ausblick auf die Veranstaltung.


Herr Jerathe, engagiert, wegweisend und partnerschaftlich tritt Pluradent gegenüber seinen Kunden auf. Im Mai richten Sie nun ein Symposium aus. Was verbirgt sich hinter dem Konzept der Veranstaltung?
Das Pluradent Symposium 2014 bietet eine Fülle an wertvollen Impulsen und fachlichen Informationen. Die Besucher sollen dabei Bekanntes aus neuen Perspektiven erleben und das Wichtigste über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und neue Technologien erfahren. Mit dabei sind hochkarätige Referenten und erfahrene Praktiker, die über Themen wie Röntgen, DVT, digitaler Workflow, CAD/CAM, Funktionsdiagnostik und vieles mehr sprechen.

Die Besucher erfahren wegweisende Themen aus Wissenschaft und Praxis, können dentale Innovationen in der Zukunftsausstellung erleben, Neues entdecken und sich mit Kollegen austauschen. Der Leitspruch zum Symposium lautet: „Weiter denken, mehr wissen, besser anwenden.“ Ich denke, dass trifft es ganz gut. Das Rahmenprogramm sowie die beeindruckende Lage mitten im Odenwald runden das Ganze ab.


Wodurch ist das Symposium gekennzeichnet und was ist das Besondere daran?
Ich freue mich besonders darüber, dass wir solch hochkarätige Referenten gewinnen konnten, die in ihrer Disziplin wirklich herausragend sind. Sie geben einen Ausblick darauf, wie sich moderne Diagnose- und Behandlungsmethoden zunehmend vernetzen und welche Entwicklung sie zukünftig nehmen. Besucher erhalten wertvolle Impulse für eine erfolgreiche Entwicklung ihrer Praxis und ihres Labors.


Was verbirgt sich hinter dem Titel „Dentale Zukunft 3.0“?
Der Titel unserer Veranstaltung setzt sich zusammen aus der Zukunftsforschung und einem technischen Terminus. Ohne einen Blick in die Zukunft wären Entscheidungsprozesse undenkbar. Wenn Sie bei bedecktem Himmel das Haus verlassen, überlegen Sie wahrscheinlich auch, ob Sie einen Regenschirm mitnehmen sollen. Sie prognostizieren und nehmen bereits die Zukunft vorweg, um sich zu schützen. Übertragen auf eine Zahnartpraxis und ein Dentallabor hat dies eine besondere Bedeutung.

Unsere Referenten tragen wichtige Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis zusammen und beleuchten sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln, um den Teilnehmern wichtige Entscheidungshilfen für die eigene Unternehmensausrichtung zu geben. Dies hat gerade in Zeiten zunehmend verkürzter Innovationszyklen eine entscheidende Relevanz.

Die Bezeichnung 3.0 ist der Software-Branche entliehen. Wir definieren die Zahnheilkunde 1.0 als das analoge Zeitalter der gerätegestützen Zahnmedizin, die gekennzeichnet ist von technischen Einzellösungen und händischen Arbeitsprozessen. In der Zahnheilkunde 2.0 unterstützen bereits digitale zweidimensionale Einzellösungen die Zahnmedizin und sorgen für einen verbesserten Workflow.

Die Zahnheilkunde 3.0 stellt sich tatsächlich dreidimensional dar. Patientendaten werden räumlich erfasst, dreidimensional diagnostizierbar und auch so weiter verarbeitet. Zusätzlich und fast noch wichtiger, lassen diese Daten eine zunehmende Vernetzung zwischen Diagnostik und Therapie zu. Hier entsteht eine neue Qualität in der Zahnmedizin.

mehr erfahren: Das gesamte Interview können Sie in der aktuellen Ausgabe der Dentalzeitung lesen. (Bitte klicken Sie dafür diesen Link an.)

20. Januar 2014

Symposium 2014
Dentale Zukunft 3.0 – Impulse aus der Wissenschaft

Neues entdecken, Kollegen treffen und ein exklusives Rahmenprogramm in einer Premium Location genießen: Vom 16. bis zum 17. Mai 2014 veranstaltet Pluradent das Symposium 2014 in Seeheim-Jugenheim, in der Nähe von Frankfurt am Main. Unter dem Motto „Dentale Zukunft 3.0 – Impulse aus der Wissenschaft“ erwarten Zahnärzte und Zahntechniker wegweisende Vorträge von hochkarätigen Referenten sowie eine Zukunftsausstellung. Dort können die Teilnehmer dentale Innovationen hautnah erleben.


Bekanntes aus neuen Perspektiven? Neue Technologien? Wissenschaftliche Erkenntnisse? Die meisten Zahnärzte und Zahntechniker möchten wissen, was die dentale Zukunft mit sich bringt. Das Pluradent Symposium 2014 bietet eine Fülle von wertvollen Impulsen und fachlichen Informationen, für eine zukunftssichere Entwicklung von Praxis und Labor. Ob DVT, virtuelle KFO, Funktionsdiagnostik oder CAD/CAM: die Teilnehmer erfahren alles rund um wegweisende Themen aus Wissenschaft und wie sich das am besten realisieren lässt.

Hochkarätige Referenten

Dr. Marion Marschall, Chefredakteurin der DZW, und Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Nils-Claudius Gellrich, Direktor der Abteilung für MKG an der Medizinischen Hochschule Hannover begleiten die Teilnehmer durch das Symposium 2014. Die Referenten sind: Matthias Horx, Priv.-Doz. Dr. med. dent. Kai-Hendrik Bormann, Dr. med. dent. Andreas Bruderhofer, Dr. med. dent. Jan-Frederik Güth, Andreas Hoffmann – ZTM, Ralph Riquier – ZTM, Prof. Dr. med. dent. Ralf Schulze, Prof. Dr. med. dent. Dietmar Segner und Frank Stratmann – Community Manager Healthcare.

Zukunftsausstellung und Gala-Abend

Ein Highlight der Veranstaltung ist die Zukunftsausstellung, in der sich Zahnärzte und Zahntechniker über vernetzte Produktlösungen informieren können. Spezialisten und Experten aus der Industrie sind vor Ort und beraten umfassend und individuell. Teilnehmer können die Impulse aus der Zukunftsausstellung nutzen und Ideen für den Einsatz in der eigenen Praxis oder im eigenen Labor entwickeln.

Am ersten Symposiumstag gibt es einen Gala-Abend. Dort können die Teilnehmer in angenehmer Atmosphäre und zu kulinarischen Köstlichkeiten den Tag gemütlich ausklingen lassen, sich mit Kollegen austauschen und den Tag Revue passieren lassen.

Veranstaltungsort ist das Lufthansa Training & Conference Center in Seeheim-Jugenheim. Es zählt zu den modernsten und exklusivsten Tagungshotels in Deutschland und liegt mitten im idyllischen Odenwald. Interessierte können sich über die Homepage www.pluradent.de/symposium2014 anmelden sowie beim Pluradent Außendienstmitarbeiter und im Depot.

10. Dezember 2013

Tagen in Seeheim: High-Tech und professioneller Konferenz-Service

Kongress, Firmen-Event oder Symposium – in Seeheim steht der Mensch im Mittelpunkt. Er nimmt neues Wissen auf, knüpft Kontakte. Das Lufthansa Training & Conference Center bietet dafür den passenden Rahmen: Es verbindet höchste Tagungsqualität und aktive Erholung. Modernste Medientechnik und hochwertiges Design prägen den Konferenzbereich.

Veranstaltungssaal für 600 Gäste

Gerüstet für unterschiedlichste Anlässe ist der 600 Quadratmeter große Bonhoeffer-Saal: Bis zu 600 Gästen dient er als als hochmodernes Tagungszentrum oder er wird genutzt für festliche Bankette und Mega-Events. Als führendes Tagungshotel in Deutschland bietet das Lufthansa Training & Conference Center bei Veranstaltungen professionellen gastronomischen Service.

mehr erfahren: www.lh-seeheim.de